Beiträge von Lendril

    Aber jeder Laie weiß doch, dass Nachwuchs nie ein Mini-Clon aus der Schnittmenge der Eltern ist. :???:
    Wenn ich das jetzt mal nur auf Optik und Charakter beziehe... Kein Kind ist optisch die Schnittmenge der Eltern und trägt nur die besten Wesenszüge in sich.
    ..

    Da kennst du meinen Ex nicht.. :lol:

    ich hab noch nie erlebt dass ein Mensch dermaßen so eine Schnittmenge seiner Eltern ist. Allerdings wäre das mit den "BESTEN" Wesenszügen noch zu beweisen (deshalb auch Ex..). Aber doch, es kommt ab und zu tatsächlich vor.. Ist aber eben genauso Zufall wie alles andere.

    Das impliziert allerdings immer noch dass nicht irgendwas unerwünschtes rezessiv versteckt in den Genen lauert. Und DAS kann heutzutage keiner beantworten. So weit ist die Genforschung noch nicht.

    Hunde sind nun mal Hunde, egal welche Rasse. D.h sie können theoretisch auch ohne der selben Rasse anzugehören einen rezessiven Defekt tragen. Sich darauf auszuruhen dass die Hunde nicht der selben Rasse angehören und deshalb der Heterosis-effekt greift ist sehr kurzsichtig..

    Leute..

    ganz ehrlich? Ihr steigert euch bei dem Wort "Strafe" aber auch gut in was rein. Das ist irgendwie so wie wenn nun alle Panik schieben wenn ich sag "ich hab ne Waffe". Denkt ihr dann auch direkt daran dass ich wild um mich ballere?

    Strafe heißt nicht sofort Prügeln und Misshandlung. Und auch wenn es (immer noch zu viele) Idioten gibt die das nicht gebacken bekommen ist es falsch nun jeden der dazu steht zu Strafen direkt unter Generalverdacht der übelsten Hundemisshandlung zu stellen!

    Und wenn das weiße blümchen nun eine rezessive Krankheit unentdeckt trägt und das rote Blümchen ebenso werdens dann kranke Blümchen.

    Wie gesagt, für mich ist das ganze einfach "zu einfach" erklärt. Die Gene der Hunde sind zu komplex, zu vielschichtig und viel zu wenig erforscht um sagen zu können was sich nun vererben wird.

    Entsprechend ist dieses Versprechen für mich zu windig

    Och wenn man vom durchschnittlichen Informationswert eines "otto-normal-Hundehalters" ausgeht würde es mich kein bisschen wundern wenn die Leute die üblichen "Doodle-werbeversprechen" glauben. Ich sag nur "Labbi ist kein retriever und kein Jagdhund..." :muede:

    Genetik und Vererbung ist eben nicht 1+1=2. Und wer versucht den Käufern dies weißzumachen ist schlicht und ergreifend entweder unseriös, hat selber keinen Plan oder dumm.

    Der Heterosis-Effekt mag bei wenigen Eigenschaften gut klappen (siehe weißes Blümchen+ rotes Blümchen= rosa blümchen), allerdings bezweifle ich stark dass man diesen bei einem derartig Komplexen Lebewesen wie einem Hund vorhersagen kann.

    Zumal ein Weißes Blümchen das Rote Vorfahren hatte (Mendel grüßt) in Verbindung mit einem Roten Blümchen eben NICHT nur rosa blümchen ergibt.

    Fazit: Genetik ist VIEl zu Komplex um es auf ein einfaches 1+1=2 herunterzurechnen. Dafür weiß man noch viel zu wenig über die Funktion diverser Gene, über deren Vererbung (dominant vs rezessiv), über deren Wirkungsweise und ob sie homozogot oder heterozygot sind.

    Kastra ist ja nicht alles was es an möglichkeiten gibt.


    Mir konnte bisher kein Tierschützer vernünftig erklären warum Junghunde nicht einfach STERILISIERT werden. Unfruchbarmachen und die Hormone bleiben erhalten- wäre doch eine Win-Win-situation.

    Und es hätte den Nebeneffekt dass man den Eingriff schon mit 12 Wochen durchaus machen könnte und somit niemals fortpflanzungsfähige Hund abgeben muss.

    Bei mir fing alles mit 2 Böckchen an. Naja, und das wurde dann recht flott mehr (hatte ja auch den Platz) bis es.. öhm.. 11 Kerle waren. Davon war einer leider absolut Bockgruppenuntauglich, ich allerdings schon die mindestens 8te Besitzerin. Der bekam dann halt Weiber (von denen eine trächtig war- 4 zum preis von 2 oder so...). Ein weiteres Weib kam dann noch tragend hier rein.

    Und mein absolutes Wunsch-weib (peruaner in silber-agouti :herzen1: ) wurde ungebetener Weise mit einem Böckchen "geliefert" (zum Glück war wenigstens SIE nicht tragend)

    Allerdings würde ich die Schweine nicht mehr drinnen halten, zumindest nicht diese Anzahl. Zu viel Lärm, zu viel Dreck und zu viel Arbeit.

    Ich habe eine Frage an dich..

    Mal angenommen dein Hund hätte statt ihrem jetzigen Gewicht so an die 50kg.. würdest du immer noch jeglichen Weg über Strafe oder Hemmung ausschließen? Auch wenn der Hund ein Sensibelchen ist?
    Oder würdest du nicht auch sagen "ich kann den Hund kaum halten, irgendwann tun wir uns so beide weh, da MUSS nun mal ein RICHTIGER Fortschritt her"?

    Man sollte nie vergessen dass es auch noch einen RIESEN Unterschied macht ob jemand 1,2 oder mehr Hunde führt, wie groß diese Hunde sind und deren Charakter.

    Ich glaube Mehrhundehalter (und langjährige Einzelhundehalter) sind in ihren Vorstellungen von "erfolgreichem Training" etwas.. pragmatischer und deutlicher als "Hundeanfänger". Zweitere haben die Muße und die Geduld sich Jahrelang einem Problemchen zu widmen.

    Ich führe bis zu 4 Hunde. Ich habe weder die Zeit noch den Nerv noch die Möglichkeit (2 Augen, 2 Ohren, 2 Hände!) jedem Hund einzeln kleinstschrittig zu erklären dass man nicht pöbelt. Alleine wäre es ja auch nie ein Problem- die Biester haben nur zusammen gepöbelt wie Sau. Eher unerfreulich wenn 3 Hunde vorwärts in die Leine gehen (knapp 18kg) während weitere 5kg einen nicht besonders geordneten Rückzug antreten wollen.
    Und nein, ich habe auch nicht die Zeit (und auch einfach nicht die Lust) getrennt Gassi zu gehen, zumal das das eigentliche Problem nicht behebt.


    Jeder hat eine andere Schmerzgrenze. Manche stören sich nicht daran wenn der Hund eine "lebenslange Dauerbaustelle" ist in Puncto Erziehung, andere wollen die Erziehung anhaken und das Leben mit Hund eben "ohne herumerziehen" genießen. Manche sehen in Leinenziehen eine Baustelle, andere finden das nicht allzu tragisch.


    Ich persönlich glaube nicht dass Hunde in einer rosaroten Wattewölkchenwelt leben und von Strafe oder Hemmung umfallen. Genauso verteufele ich Meideverhalten per se nicht (dazu ist mir das lernen über Meideverhalten zu natürlich). Meine Hunde lernen sehr viel positiv. Aber wenn sie es immer und immer wieder wissen wollen bzw das positive nicht den gewünschten Erfolg bringt setze ich auch Strafe, Hemmung und Meideverhalten ein.

    Beispiel? Abbey meinte der Tisch ist nur dazu da dass sie darauf herumstiefeln kann. Ich habe 3! Jahre damit verschwendet sie immer wieder runterzusetzen, "nein" zu hauchen, sie dafür zu belohnen wenn sie sich doch vom Tisch weggedreht hat. Das Fazit war: sie kletterte "nur" mehr auf den Tisch wenn ichs nicht gesehen habe.

    Irgendwann hats mir gereicht, ich hab den Tisch mit Doppelseitigem Klebeband präperiert und mich auf die Lauer gelegt. Als sie draufstand gabs ein RICHTIGES Donnerwetter, sie ist mal richtig kleben geblieben (was unangenehm war) und seit dem hab ich nie wieder nen Chihuahua aufm Tisch gehabt.


    Ürigens würde ich auf "so macht man es in der Theorie" vollkommen pfeifen wenn mir dann ein Hund der annähernd mein Körpergewicht hat auf der Nase herumzutanzen droht. Ich will keinen Mollosser oder ne Dogge oder nen irischen Wolfshund in der Leine hängen haben. Aus Sicherheit für mich, für den Hund und für meine Umwelt.
    Denn mit einem solchen Kaliber hat man nicht nur eine Verantwortung dem Hund gegenüber sondern auch seinen Mitmenschen. Da geht es einfach nicht dass sich der Hund benimmt wie offene Hose. Da interessiert es auch die angesprungene Omi nicht dass man den Hund nun schon auf 20m distanz abrufen kann. Fakt ist dass der Hund sich das gar nicht anzugewöhnen hat.

    Aber mal ehrlich...

    bei den paar GUTEN "Züchtern" die über die F1 hinausgeht.. die stehen in ein paar Jahren an weil genetischer Flaschenhals und Inzucht. Das ist nicht sinn der Sache. Wenn man es schon neu macht sollte man es besser machen (gibt ja genug Rassen die mehr oder weniger anstehen weil langsam das genetische Material ausgeht).

    So wird das aber einfach nichts.

    Grundlegend spräche nichts dagegen die Doodle auf Optik der einen Rasse und Fell (bzw Haar)-Struktur des Pudels. Das wäre ja sogar ein sinnvolles Zuchtziel (gerade im hinblick auf Allergiker). Allerdings passiert da eben kaum was in die Richtung.


    Wer einen "Hybrid", "Doodle", "Poo" oder weiß der Teufel was hat braucht sich nicht zu schämen. Aber man sollte einsehen was es ist- nämlich ein Mischling der F1-Generation. es ist keine neue Rasse, es ist nicht mal wirklich der VERSUCH eine neue Rasse zu kreieren.