Beiträge von Einstein51

    Heutzutage erlebe ich es so, dass Eltern ihre Kinder viel weniger kritisch sehen als früher. Da wird sich hinter die Kinder gestellt, auch wenn das Fehlverhalten noch so schlimm war.

    Ich bin als Grundschülerin mal mit ner 2-3 im Diktat heimgekommen und hab mega Ärger bekommen. Heutzutage wird beim Lehrer angerufen, wie das sein kann, dass das Kind ne 2-3 hat...

    Wobei ich immer unterscheiden würde unter welcher Motivation die Eltern anrufen. Wenn sie den Lehrer die Schuld geben wollen finde ich das auch sehr frech. Wollen sie einfach nur die Gründe wissen und was sie verbessern können, finde ich das legitim. Bei vielen Kindern bewirkt Ärger bekommen eher das Gegenteil.

    Ich finde auch nicht, dass man sich als Hundehalter unsichtbar machen muss, aber man muss halt auch Rücksicht nehmen und Verständnis für diejenigen haben die sich eben nicht mit Hunden so gut auskennen.

    Wer sagt denn, dass ein Kind, das nett fragt, ob es den Hund streicheln darf, eine Standpauke bekommt?
    Wenn überhaupt, erhalten Kinder, die sich falsch verhalten, eine Standpauke. Und das zu ihrem eigenen Wohlergehen. Bei meinem Beispiel mit der angebotenen Eistüte, überlege man sich, der Hund hätte danach geschnappt und dabei die Hand des Kindes erwischt. Dann ist das nämlich ganz schnell nicht mehr lustig. Weder für das Kind (Schmerzen) noch für den Halter und den Hund (Auflagen OA, etc.).

    Klar kann man freundlich erklären, aber das erzielt in aller Regel nicht die Wirkung, die es haben sollte.

    Das Eis zu teilen ist meiner Ansicht eine sehr freundliche Geste, dafür würde von mir kein Kind eine Standpauke erhalten. Ruhig erklären warum das nicht gut ist, ja. Die Wirkung wird wiederum sein, dass das Kind (je nachdem wieviel andere Erfahrungen diese mit Hunden macht) eher meiden wird. Und schon wundert man sich warum die Kinder die Straßenseite wechseln.

    Da ich als einziger ja hier ontopic bleiben muss, kann ich leider auf die interessanten Abschweifungen nicht eingehen ...
    :hust:

    Logisch, an wem denn sonst?Allein schon, wenn den Kindern gesagt wird: "Achtung, ein Hund" oder "schau mal, ein Hund" suggeriert bereits, ein Hund sei nichts Normales. Vielleicht wäre das anders, wenn es bei uns so viele Hunde gäbe wie in Frankreich.

    Es wird aber nicht nur von den Eltern suggeriert, dass Hunde nicht normal sind. Wenn ein kleines Kind eine Standpauke kassiert, weil es den Hund streicheln will, dann trägt dies auch nicht gerade dazu bei, dass Kinder keine Angst vor Hunden haben. Wenn man es ruhig erklärt, ist das eine andere Sache.

    Sowas ist ja auch ganz stark Einzelfallabhängig - wenn du ein Kind hast, dass sich plötzlich mit 4 Jahren selbst beibringt Noten zu lesen, dann klar, förderst du das und bietest ihm irgendeine Art von Unterricht an um diese Neigung zu fördern und schaust mal was dabei raus kommt.

    Wie soll ein 4 jähriges Kind sich selbst beibringen Noten zu lesen, wenn es keinen Kontakt zu diesen hat? Wie soll ein Kind Interesse an etwas bekunden, wenn es das noch nicht kennt?
    Nicht jeder Elternteil der sein Kind an Frühförderungen oder außerschulischen Aktivitäten teilnehmen lässt, will sein Ego aufpolieren. Manchmal geht es auch darum, dass das Kind Spaß hat. Viele vergessen eben, dass Lernen Spaß machen soll. Durch zu viel Druck wird dies natürlich zerstört (aber Druck kann man auch ohne außerschulische Aktivitäten ausüben).

    Heute hat ein Vater mit seinen beiden Mädels auf Inline-Skates die Straßenseite gewechselt, als ich mit Newton (an der Leine) entgegenkam... Da frag ich mich dann schon, ob es vielleicht an den Eltern liegen könnte. Die Mädels habe ich nämlich schon öfter alleine getroffen. Da war nix mit Straßenseite wechseln...

    Hast du dich nicht in dem anderen Thread darüber beschwert, dass den Kindern nicht mehr gelehrt wird wie sie sich Hunden gegenüber zu verhalten haben? Dass man in der Gegenwart eines Hundes nicht rennt? Und nun passt es nicht, wenn der Vater seinen Kindern sagt, sie sollen nicht mit Inline Skater beim Hund vorbei fahren? Hab ich da etwas verpasst?

    Sprachtherapie gab es früher auch schon, ich hab eine gemacht wie ich in die Schule ging. Hat es mir geschadet, nein, hätte es mir geschadet, hätte ich den Sprachfehler für den Großteil meiner Kindheit beibehalten, wahrscheinlich schon. Und meine Eltern haben mich nicht vor dem Fernseher geparkt und haben mir tatsächlich jeden Abend vorgelesen.

    @Cattlefan : Würden sich die Eltern mehr kümmern, wenn es keine Therapie gebe? Und heute müssen sie der Norm entsprechen? Tut mir leid, dass war früher viel extremer der Fall. Was glaubst du was mit Legastheniker früher gemacht wurde? Die waren einfach dumm und haben früh die Schule abgebrochen. Das gleiche mit Kindern mit ADHS. Ach ja und Autistische Kinder wurden lieber ruhig gestellt als dass man sich mit denen beschäftigt hätte.

    Nein, es sind in der jüngsten Vergangenheit diverse Studien veröffentlicht worden, in denen die Wirksamkeit der PA gezeigt werden konnte. N.m.W. nicht nur in Bezug auf Depressionen, inwiefern da Phobien mit untersucht wurden müsste man mal gucken. Welche Meta Studie ist das, kannst du mir mal den Titel schicken?

    PS: Ich arbeite regelmäßig mit Meta Studien ;-) Die Aussagekräftigkeit hängt da einfach stark von der Methodik der Einzelstudien sowie der Anzahl der Studien ab (und der Intention der Verantwortlichen ^^).

    Leider habe ich sie nicht, sie war aber schon älter.