Beiträge von Einstein51

    Da Einstein ja eine fast Magendrehung hatte, ist es beim Füttern jetzt komplizierter. Er bekommt 3 - 4 mal am Tag Fressen. Nach dem Fressen muss er 2 Stunden ruhen und nach einem langen Spaziergang muss er eine halbe Stunde warten, bevor er etwas zu fressen bekommt.

    In der Früh stehe ich zuerst auf, geh ins Bad und dann eine kurze Runde mit Einstein und danach bekommt er sein Frühstück. Am Wochenende bekommt er manchmal auch vor der Morgenrunde sein Frühstück, wenn ich das Gefühl habe er hat großen Hunger, ich mich aber noch ausruhen will.

    Die Kindergruppe hat im Wald gelärmt und Hudson wollte sich an der Party beteiligen. Da clicker ich nichts, sondern beordere ihn sich da fern zu halten. Der tingelt nicht zu jeder Kindergruppe hin, die fand er gerade nur spannend. Ein "Hudson, nein, hier" und er tingelte wieder in unsere Richtung.
    Warum sollte ich diese so leicht zu lösende Situation mit einem clicker verkomplizieren? Wenn doch ein nettes "lass das" völlig reicht?

    Das jedenfalls mit dem clicker in der Situation ist mir zu verkopft, zu wenig direkt. Ich spreche mit Hudson und er reagiert und hört auf mich. Mehr will ich doch gar nicht.

    Lg

    Mit dem Clicker wäre die Situation ja nicht viel anders, außer, dass man clickt, wenn der Hund auf das Nein sich vom Objekt wegdreht. Und das auch nur, wenn man trainiert, wenn der Hund schon "Nein" kennt, reicht auch ein verbales Belohnen.

    Aber so wie Aoleon geschrieben hat, in den meisten Fällen ist ein Clicker nicht notwendig. Ich finde das ist eine persönliche Entscheidung.

    Ich frage meinen Hund auch sehr oft, "wo willst du lang"? Empfinde ich völlig normal. :???:
    Ich frag ihn auch, "wollen wir umdrehen"?

    Ich mache das auch manchmal, bzw. zeigt Einstein wohin er gehen will. Ob das normal ist, kann ich nicht sagen.

    Viele (eigentlich alle, die ich kenne) fangen erst an, sich mit der Theorie der Erziehungsmethoden zu befassen , wenn das mit dem Bauchgefühl halt nicht funktioniert hat. Deswegen bestimmt das noch lange nicht den gesamten Umgang mit dem Hund.
    Hier ist mir übrigens außerhalb des Hundeplatzes noch nie jemand mit Clicker begegnet. Aber ich lebe ja auch hinter dem Mond.

    Und dass Gebrauchshunde vor 50 Jahren schon so präzise und zuverlässig ausgebildet waren wie heute, wage ich stark zu bezweifeln.

    Ich schätze das anhand mancher Beiträge ein und dann geht das über mehr theoretisches Wissen haben hinaus. Und das machen manche von Anfang an und nicht wenn schon Probleme bestehen. Und wenn ich lese, dass in einem Spaziergang x Kommandos erlernt werden und noch jeder Blickkontakt geclicktert wird, dann frage ich mich halt, wann der Hund Zeit hat selbständig seine Umgebung zu untersuchen.
    Und ich sehe immer mehr Leute mit Clicker, die machen aber ihre Sache gut. Extreme Beispiele bekomme ich nur im Forum mit.


    @Einstein51 Falsche Einsätze des Clickers sind unter anderem falsche Belohnung von Verhaltensweisen.
    Hier haben sich einige nen Leinenpöbler mit dem Clicker rangezogen, teils unter Anleitung eines Trainers....
    Aber ein einfaches Abbruch beibringen darf nicht sein, weil Clickern ja so toll und universell ist. :ka:


    Sie hätte es auch mit einem Markerwort nicht richtig hin bekommen. Da ist nicht der Clicker Schuld, sondern da steht einem die zuviele Theorie im Weg.


    Ein Hund meidet den Clicker inzwischen richtig stark, die Besitzerin kann es sich garnicht erklären.
    Ich mir schon, weil ich gesehen habe wie sie ihn benutzt. Sie ist total steif und super konzentriert, weil falsches Timing ja ganz schlimm ist. Sie geht da rein mit einer Anspannung vor Fehlern, der Hund hat das ziemlich richtig mit dem Clicker verknüpft und macht dicht.
    Jeder versuch ihr zu versichern das Fehler und auch mal schlechtes Timing dem Hund nichts tun prallt ab. Zuviel Bücher und Trainer in ihrem Kopf. Zum Glück hat sie einen Hund der von sich aus total brav ist und auch sehr schnell errät was sie von ihm will.
    Leid tun mir beide trotzdem.


    Das ist ein gutes Beispiel für zu viel Druck im Training. Meiner Meinung nach kann jeder so verkopft ins Training gehen wie er will, mich stört es nur massiv, wenn der Hund darunter leidet.
    Wenn ich manche Beiträge lese wo 90% des Umgangs mit dem Hund nur aus Training bestehen, dann tut der Hund mir leid. Und dann fragen sich die Leute warum es bei Leuten die sich weniger um die Erziehung kümmern so viel besser läuft. ...


    Für unser normales Leben wird eben kein Clicker beötig, weil meine Hunde keine längeren Sequenzen ausführen müssen. Ich finde das viele Hundehalter sich mit dem Clicker das Leben schwerer als nötig machen (und ihren Hunden auch) weil sie einfach nicht wissen wofür der eigentlich genutzt wurde. Ist "neu", ist modern, ganz unböse und wird teilweise sowas von falsch benutzt...


    Inwieweit macht man das Leben des Hundes schwerer, wenn man einen Clicker verwendet? Was sind denn die falschen Einsätze des Clickers?

    So, und dann habe ich mal den Clicker zu Hause vergessen, habe ihn verloren oder er ist kaputt, dann bin ich doch voll im Arsch :???:
    Meine Stimme und meine Handzeichen habe ich immer dabei =)

    Ja total! Stell dir vor, man vergisst den Clicker oder der wird dir unterwegs kaputt und du verlangst z.B platz und er bekommt dafür keinen Click! Der Hund macht dir kein Platz mehr. Da musst du wirklich hart trainieren, damit du das Kommando wieder benutzen kannst.

    Scherz beiseite, warum sollte man im Arsch sein? Dann wird halt verbal belohnt und bekommt sein Leckerchen. Damit eine Konditionierung ausgelöscht ist, braucht es schon sehr viele Wiederholungen ohne eine Belohnung (damit ist auch verbale Belohnung gemeint). Außerdem ist ja laut der Wissenschaft variable Belohnungspläne sowieso am effektivsten.
    Und so etwas würde ich auch unter verkopft bezeichnen. Wenn man einen halben Herzinfarkt bekommt, weil man den Clicker daheim vergessen hat. (Damit meine ich nicht, dass du verkopft bist, btw).

    Ich finde nicht, dass man verkopft an einer Methode festmachen kann.
    Für mich ist es verkopft, wenn man an einem bestimmten Training festhält, weil es auf einer Website oder Buch steht, auch wenn es selbst nicht zu seinem Hund oder einem selbst passt.
    Verkopft ist es, wenn man denkt, man müsste der perfekte HH sein, nie Fehler machen und es darf auch nichts Unvorhersehbares geschehen, um einen Hund gut zu erziehen.
    Verkopft ist es auch, wenn man vor lauter Training und Wissen keinen Spaß mehr mit seinem Hund hat.
    Verkopft ist es, wenn man hinter jeder kleinsten Regung seines Hundes das Schlimmste vermutet und sich nur mehr Sorgen macht.
    Verkopft ist es, wenn man seitenweise diskutiert was nun die beste Trainingsmethode ist.

    Und die "Fachausdrücke" wie shapen, Ankersignal, Umorientierungssignal, Geschirrgriff, Z&B erleichtern die Kommunikation. Wissen muss man die nicht, es macht einem zu keinen schlechten Hundehalter oder gar zu einem unwissenden Menschen.