Beiträge von Einstein51

    Die Fragestellung hat mich auch irritiert. Man kann ja schlecht sagen "Oh, ich darf jetzt aber nicht Krebs haben/Depressionen kriegen, weil Lebewesen XY ist von mir abhängig".

    Und joa, Plan A-D ist immer so eine Sache...es gibt genug Mensche, die dachten, da sozial gut aufgestellt zu sein. Peng, lebensverändernde Diagnose und die Menschen, von denen man meinte, man könne sich auf sie verlassen, sind plötzlich weg. Das passiert leider, ist die Realität.


    Ach so, was mir dazu noch einfiel: Ich würde nicht in einen Salon gehen wollen, wo ich Gefahr liefe, dass später Detailfotos meines Hundes auf Social Media auftauchen würden, sofern dieser nicht tierschutzrelevant vernachlässigt wäre. Denn ich hätte nicht die Nerven, mich da rechtfertigen zu müssen, warum die Krallen gerade etwas zu lang waren oder die Zähne schlecht ausschauen - denn womöglich musste ich gerade einen Schicksalsschlag überstehen, womöglich ist der nächste Tierarzttermin für Zahnsanierung bereits gemacht, womöglich fließen gerade Ressourcen in mein krankes Kind... Und nicht jeder möchte einer fremden Person Details seines persönlichen Lebens anvertrauen.

    Nochmal, ich rede nicht von tierschutzrelevanter Vernachlässigung.

    Ich sehe auch bei tierschutzrelevanten Vernachlässigung keinen Sinn. Warum macht man das. Für Aufklärung ja, aber da gibt es sicher viele bereits vorhandene Fotos?

    Das Problem ist, dass dieses Thema so komplex ist, dass man das sehr schwierig in so ein Forum diskutieren und erläutern kann.

    Man kann es vielleicht so runterbrechen:

    Nimmt man an, dass Menschen die ihr Tier Verwahrlost lassen haben, einfach schlechte Menschen denen die Tiere egal sind (und warum gehen diese dann zum Hundefriseur, Tierarzt,Trainer?)

    Oder

    Nimmt man an, dass es Menschen sind, die ihre Tiere lieben, aber durch welche Gründe auch immer nicht in der Lage waren adäquat für ihr Tier da zu sein.

    Und ich sage nicht dass die ersten nicht gibt aber sehr viele Menschen die einfach in diese Lage gekommen sind. Die sich wahnsinnig schämen und Angst haben, sich Hilfe zu suchen, weil sie eben Angst haben ihr Tier zu verlieren oder angegriffen zu werden.

    Leute zu beschämen und zu bestrafen führt eben in vielen Fällen nicht dazu dass sie dass das nie mehr machen sondern dass sie sich keine Hilfe mehr suchen.

    Kann es sein, dass du Gefühle hast, bei der du denkst, die dürfen nicht sein? Es hört sich für mich so an.

    Das Problem ist, wenn man Gefühle mit aller Kraft unterdrücken oder sich verbieten will dann kommen sie in 3 facher Intensität wieder auf und verursacht sehr viel Stress.

    Aber es gibt keine falschen Gefühle. Es ist ok, wenn du nach 1,5 Wochen keine Liebe empfindest, es ist auch ok, wenn du deine me time weg vom welpen genießt, es ist auch ok mal genervt zu sein.

    Ich verstehe nicht, warum ich nicht happy bin, so eine tolle Hündin zu haben und so negative Gefühle ihr gegenüber habe... Ich sitze jetzt seit fast 2 Wochen mit ihr zu Hause und mein Tag und meine Gedanken drehen sich fast nur noch um sie

    Ersten weil man Gefühle nicht erzingen kann und desto mehr man es versucht umso weniger wird sich das einstellen.

    Und wenn du fast 2 Wochen nur noch Gedanken um den Welpen machst verstehe ich auch warum du gestresst bist. Ich mag Spaghetti aber wenn ich nur mehr Spaghetti zum früh, mittag und abend essen müsste würde mir auch der Appetit vergehen . Mach doch mal was dir Freude macht, beschäftige dich mit einem anderen Thema.

    Was für ein Welpe ist es denn? Unter "Welpe" kann ich mir alles vorstellen, vom Zwergpinscher bis zum Maremmano...

    Was genau macht Dir dabei denn Angst, bzw. negative Gedanken? Die "Baby-Situation" mit einem quirligen(?) Welpen oder die 15 Jahre, die auf Dich zukommen als Hundehalterin?

    Es ist ein Retriever-Welpe. Ja, die 15 Jahre hatte ich auch schon mal im Kopf. Mir macht Angst, dass ich vielleicht insgeheim gar keinen Hund mehr will?! Ich fühle mich total verrückt, dass zu sagen, denn ich habe meinen "alten" Hund über alles geliebt und konnte mir nie ein Leben ohne Hund vorstellen. Ich hatte schon ein oder zwei Zweifel, bevor unser Welpe kam und jetzt wo sie da ist, fühle ich mich so als hätte sich meine schlimmste Annahme, dass ich sie vielleicht nicht lieb haben kann, bewahrheitet. Ich beschäftige mich aber grundsätzlich gerne mit ihr und kuschle gerne mit ihr, überlege, was ich ihr als nächstes beibringe. Auf der anderen Seite, wenn sie schläft, bin ich froh und kriege einen Stich im Magen, wenn sie aufwacht.

    Kann es sein, dass du Gefühle hast, bei der du denkst, die dürfen nicht sein? Es hört sich für mich so an.

    Das Problem ist, wenn man Gefühle mit aller Kraft unterdrücken oder sich verbieten will dann kommen sie in 3 facher Intensität wieder auf und verursacht sehr viel Stress.

    Aber es gibt keine falschen Gefühle. Es ist ok, wenn du nach 1,5 Wochen keine Liebe empfindest, es ist auch ok, wenn du deine me time weg vom welpen genießt, es ist auch ok mal genervt zu sein.

    Ich habe ja auch den gleichen Plan, wohnung, Winter und welpe. Und ich denke dass wird sicher anstrengend aber ich freu mich auch darauf. Wobei bei mir das Problem eher in die andere Richtung geht, dass ich ggf zu viel vorbereiten...

    Aber auch bei mir gab es Gespräche und besonders HH haben mir da keine Illusionen gemacht, was ich auch total ok finde.

    Aber du informierst dich. Und ich gehe davon aus, dass du auch die Welpenthreads hier im Forum verfolgst. Auch die, die halt leider nicht so schön aus- oder weitergehen. All das vermute ich bei meiner Kollegin halt nicht. Ich wäre positiv überrascht, wenn sie sich bemühen würde, sich im Vorfeld zu informieren. Und zwar nicht (nur) bei Social Media.

    Ja also die welpenthreads bringen auch ein gutes Bild und ansonsten eben welpenbücher, Youtube Videos, online kurs. Man muss halt die Informationen, finde ich auch gut filtern.

    Ich verstehe dich sehr gut, auch ich kenne das mulmiges Gefühl wenn man denkt, daß geht nicht so gut. Manchmal hilft es sich auch Abstand gewinnen und sich abzugrenzen und zu hoffen dass man sich irrt ...

    Man könnte auch mit Bewunderung reagieren: "Wow! Gerade im Winter alle 2-3 h mit dem Welpen x Stockwerke runter müssen und auch nachts! Das könnte ich nicht! Ich bin ja sooo froh, dass ich im EG wohne/einen Garten/einen erwachsenen Hund habe und das nicht nötig ist!"

    Wobei ich auch anmerken möchte, dass bestehende Atemwegserkrankungen nun echt kein Grund sind, sich keinen Hund zuzulegen. Selbst eine Hundehaarallergie muss das nicht sein, wenn man entsprechend bedacht an die Hundeanschaffung geht.

    So in etwa habe ich es gemeint. Also eher versteckt positiv.

    Ich habe ja auch den gleichen Plan, wohnung, Winter und welpe. Und ich denke dass wird sicher anstrengend aber ich freu mich auch darauf. Wobei bei mir das Problem eher in die andere Richtung geht, dass ich ggf zu viel vorbereiten...

    Aber auch bei mir gab es Gespräche und besonders HH haben mir da keine Illusionen gemacht, was ich auch total ok finde.

    Ich verstehe das, Mogeltier , manchmal hat man das Gefühl das passt gar nicht. Führst du mit ihr manchmal smalltalk? Sonst kannst du sie ja fragen, wie sie sich was vorgestellt hat. Vielleicht kommt sie ja selber durch die Fragen darauf, dass sie nicht so toll vorbereitet ist oder naiv.

    Ansonsten ist ja das dogforum und die zig welpenthreads eine gute Vorbereitung. 😅 Da werden die typischen Probleme gut beleuchtet. Ansonsten der welpenkanal auf YouTube