Beiträge von Avocado

    ich antworte mal hier :)


    also ich habe für Hecci (oder habe gehabt)

    - Anny-X in Größe M
    - Ruffwear Front Range in XXL
    - Safety von ZeroDC/Uwe Radant
    - Hunter Neopren Geschirr in L

    gepasst haben alle.

    ich führe meinen Hund aber nicht mehr am Geschirr. er trägt mittlerweile seine Geschirre ausschliesslich beim Wandern (als Sicherung quasi) oder zum Ziehen am Bauchgurt/Rad/Schlitten.

    ich würde auch keinen Staff oder dergleichen (mehr) dauerhaft am Geschirr führen.

    ich kenne zwei solcher Hunde - einer gehörte einer Grosstante von mir, ein anderer unserem ehemaligen Nachbarn. beide traf - im hohen Alter - dasselbe Schicksal:

    Diese Hündin hat mich auch jahrelang nahezu leinenlos begleitet, auch in der Großstadt, und ich hätte sie und unsere Verbindung in meinem jugendlichen Leichtsinn für unfehlbar gehalten - bis sie elfjährig über eine Hauptstraße schoß, weil auf der anderen Seite ein Eichhörnchen war.

    ach mir ist eingefallen, die Hündin einer alten Schulfreundin war auch so. war ein Pudelmädchen, hatte nichtmal eine Leine. sie wurde von einem Auto überfahren das rückwärts aus einer Einfahrt gefahren war...

    bei Hecci bin ich mit nur nett genauso wenig weiter gekommen wie mit nur "böse". es war eine Mischung. er hat gelernt dass jeglicher Druck von ihm mit Gegendruck meinerseits gekontert wird. Entspannung aber belohnt wird.

    heisst ich hab zb die Pfote trotz gezappel und an mir rumbeissen gehalten. einfach still und bestimmt, ohne was zu sagen. den kurzen Moment an dem er ausharrt gemarkert und keks rein.
    dann die Körperteile benannt. ankündigen welches Körperteil ich gerade anfasse und machen. bleibt er ruhig gibts keksi, reagiert er mit aufbocken wird er kommentarlos fest gehalten bis er entspannt.

    dazu eben im Alltag viel Beziehungsarbeit die uns da auch mitgeholfen hat.

    Bekannte von mir haben mit intermediärer Brücke gute Erfahrung gemacht. mir liegt das nicht wirklich, ist aber ein toller Ansatz.

    ich hatte ja auch so ein Exemplar und mit der Hündin meines Freundes haben wir gerade dasselbe Theater. sie lernt gerade auch dass fixiert werden und an ihr hantieren einfach sein muss.
    beim TA hängt es oft auch an empathielosen Mitarbeitern. Ziva wurde bei jedem Mal Krallen schneiden beim TA ins Leben geschnitten. obwohl ich betone dass ich ihr die Krallen daheim schneide und dass man aufpassen muss. nene wir kennen uns aus, zack bluten 6 von 10 Krallen.
    Hecci wurde auch versucht mit Gewalt zu fixieren obwohl ich sagte man solle mir bitte 2-3 Minuten geben damit er sich beruhigt. nee, während ich ihn bissi runter gefahren habe wird einfach von hinten an ihm rum gegrabbelt und er rastet erst recht aus. dann wird er noch angeschrien von der TA Helferin und mich pampt man gleich mit an. sehr produktiv.

    er lässt sich mittlerweile von mir begrabbeln und auch von fremden, aber sobald man ihm mit Gewalt/Unruhe kommt hat man keine Chance mehr

    Zitat von bordy

    Ja, eben weil ruhig nicht gleich ruhig ist. Ein Hund der bei ableinen losschießt, ist vorher nicht wirklich ruhig gewesen.

    Eben da würde ich auch ansetzen und beim Spaziergang eine ruhige Grundstimmung einführen. Zur Not eben dem Hund ganz genau sagen was man will.
    Das hat bei meinem Hecci sehr schnell geholfen.

    Viele Hunde pushen sich schon beim anleinen und raus gehen daheim, dann durch das hektische schnüffeln und von links nach rechts pendeln an der Leine. Dann das Flitzen lassen und Hund ist auf 180.

    Aufgeregt kommt mir der Hund nicht in den Freilauf. Dafür hat meiner eben gelernt dass Gassi und kurze Leine erstmal heisst: ich latsche neben Frauchen her und hab nix zu schnüffeln, zu gucken, usw. Er muss nur latschen. Stinkelangweilig.
    Und alleine das hat ihn (nach anfänglicher Diskussionen) dazu gebracht dass er an der kurzen Leine runter fährt. So ist schon der Teil vor dem Freilauf durch Ruhe geprägt. Leine ab mache ich nebenbei. Manchmal rufe ich ihn zu mir und lasse ihn frei neben mir latschen.

    Ich habe mit Hecci gemerkt wie viel ein Wechsel der Grundstimmung beim Gassi helfen kann. Ein Hund der grundsätzlich entspannt ist ist auch bei Hundebegegnungen kein Vergleich zu einem Hund der dauernd auf tausend ist.

    Generell sind 50m Schlepp von der Wirksamkeit und Handhabung genauso wie keine Schlepp dran.
    Du kannst auf den Hund null einwirken. Bis du den gestoppt bekommst wenn er weg düsen sollte vergeht zeit und du fliegst auch noch hinterher. Aufrollen und nach und nach Leine geben ist mit 50m nicht möglich also muss sie schleppen.

    Ich würde nach meinen Erfahrungen mit der Schlepp nie mehr eine nehmen die länger als 10m ist und eben dran arbeiten dass ich den Hund im Nahbereich kontrollieren kann, dann klappt es auch wenn er weiter weg ist.

    Hecci (ebenfalls knappe 29kg) hatte früher ein Mal die gummierte von K9 und ein Mal eine Biothane. Vom handling her fand ich die gummierte besser. Die Biothane war bei Matschewetter ganz gut, wo die Gummierte halt den ganzen Dreck mitzog und nass und ekelig wurde.
    Am Ende hatten wir nur mehr eine Segelschnur ausm Baumarkt.

    Obwohl ich ganz ehrlich keine 50m Schleppleine kaufen würde. Mich hatte damals mein Hund an der 20m so zum Sturz gebracht dass ich Wochenlang Schulter Schmerzen hatte.

    @day-flying moth wenn du eine Lösung gefunden hast bitte berichten.
    mein Hund ist 2,5 und macht das noch immer. habe ihm Kauwurzeln hingelegt, an denen nagt er auch gerne, aber manchmal eben auch an Holz. in meiner Wohnung habe ich es geschafft zu unterbinden, sind wir wo auf Besuch muss ich ihn im Auge behalten. ganz ausschliessen kann ich es nie.
    er knabbert aber auch draussen gerne an Bäumen, Ästen, Stöcken. der junge Baum meiner Mama musste auch dran glauben.