Beiträge von Avocado

    ich schreibe ja dass die Mehrheit hier in unserem Umfeld anders erzieht und dass ich hier bei uns am Dorf oder auch im KiGa keine Probleme habe.

    Ich bin aber in einigen FB Gruppen und habe lange Instamoms aus der BO Bubble gefolgt. Durch meine Freundin halt die mich dann als ich schwanger war überall geaddet hat und in der SS hatte ich reichlich Zeit mich überall einzulesen. Fand das Thema total spannend.

    (Übrigens hat sie dann auch nichts mehr von BO gehalten als das Kind paar Wochen war).

    Man umgibt sich ja auch oft mit Gleichgesinnten, liegt sicher auch daran. Wenn man dann Mal woanders ist - eben bei uns in der Stadt oder im Urlaub - trifft man dann auch auf andere.

    Ich habe aber auch keinen grossen Mütter Freundeskreis. Einerseits weil Muttigruppen mein absoluter Alptraum wären andererseits wüsste ich nicht wann ich mich treffen sollte. Wir haben hier halt überall hin erstmal Anfahrt und im Umkreis wohnen dieselben Kids mit denen auch im KiGa gespielt wird also gehen wir wenn keine Ferien sind eh selten auf den Spielplatz. Meist am Wochenende oder in den Ferien halt. Nachmittags bis Abends spielen die beiden gemeinsam hier draussen oder wir sind Spazieren. Am Wochenende sind wir dafür öfter in der Stadt mit den Kids und da trifft man halt verschiedenste Eltern.

    eine Freundin von mir hat ihr erstes Kind genau 1 Jahr vor mir bekommen. Sie ist dann in die BO Bubble auf Instagram gerutscht und hat mir als ich schwanger war natürlich auch immer die Profile gesendet. Das war vor knapp 4,5 Jahren. Damals war BO so richtig Trend kommt mir vor. Je mehr man sich fürs Kind aufgab umso besser. Dauertragen, Dauerstillen, so wenig Grenzen wie möglich und bitte keine künstlichen sondern nur natürliche Konsequenzen. Bei jeder Ablehnung das Problem des inneren Kindes suchen und letzten Endes ist immer man selber und die eigene Erziehung das Problem und niemals nie ist ein Verhalten eines Kinded inakzeptabel. Es liegt nur an dem eigenen Trauma weswegen man dss so empfindet. Familienbett auf Biegen und Brechen (im Sinne von der Mann schläft halt auf der Couch weil der eigentlich keine Lust drauf hat).

    So...5 Jahre später gibt's viele der Accounts nicht mehr. Manche schon noch. Sehr viele geschieden. BO wird bei keiner Familie mehr praktiziert. Manche Mütter berichten darüber zu bereuen je Kinder bekommen zu haben. Andere haben mit Depressionen zu kämpfen.

    Das bestärkt auch nur meinen Eindruck dass falsch verstandene BO Erziehung im Sinne auch vom Selbstaufgabe der Mutter spätestens wenn das Kind in ein Alter kommt in dem es eigene Ideen und Hobbies hat dazu führt dass alles zusammenbricht. Jahrelang das Kind als Zentrum allen handelns und dann geht das in die Vorschule. Vom Partner hat man sich auseinandergelebt.

    achso bzgl. Vergleich. Genauso wie bei den Hunden ist es mir egal was andere tun solange sie/ihre Kinder uns in Ruhe lassen.

    Wenn aber ein Kind zB meint am Spielplatz wiederholt mein kleineres Kind mit der Schaufel zu schlagen und die Mama nix tut als nur immer und immer wieder zu erklären dass man "gently hands" nutzen muss gehe ich hin und nehme halt die Schaufel weg.

    Hier am Dorf sind die Leute echt normal was sowas anbelangt, solche komischen Begegnungen haben wir zum Glück nur in der Stadt oder im Urlaub.

    genau solche Erfahrungen habe ich auch mit BO Leuten gemacht und nö, ich kann einfach nicht mit solchen Leuten und deren Kindern. Das gebe ich ehrlich zu. Genauso wie ich in der Hundewelt mit diesen Leuten nicht klar komme.

    Ich sag ja nicht dass ich nicht AUCH BO handele.

    Aber zB. Meine Kinder haben freien Zugang zu Medien und zu süßem. Ich bin Süßem gegenüber sehr restriktiv aufgewachsen und habe jede Chance genutzt mich mit Zucker vollzustopfen. Meine Kinder dürfen Schokolade essen ohne "vorher aufgegessen" zu haben, verlangen aber zB Suppe oder holen sich einen Apfel.

    Medien genauso, die können Youtube gucken wenn sie wollen, verbringen aber solange es draußen hell ist den Tag draußen ohne dass wir was sagen.

    Ich habe einen Job in dem ich eigentlich durchgehend mit Menschen rede und erkläre, erkläre, erkläre. Nach der Arbeit will ich mal kurz auch meine Ruhe und empfinde dass mein Sohn das mit fast 4 schon verstehen kann dass Mama jetzt bitte in Ruhe einen Kaffee trinken mag und ich DANACH gerne mit ihm was mache.

    Bzgl Verhalten im Straßenverkehr und den Tieren gegenüber gibt es bei uns zB absolut keinen Spielraum und da erkläre ich nicht lange wieso und weshalb, es ist wie wir es sagen und wird sich nicht dran gehalten gibt's sofort Konsequenzen. Und keine "natürlichen" sondern von mir gemachte. Denn die natürliche Konsequenz von Kind fährt mitm Laufrad dem trabenden Pony in den Longierzirkel wäre Pony rennt Kind über den Haufen und nicht dass das Laufrad für diesen Tag weg kommt. Finden manche auch ganz schlimm und Macht ausübend.

    Meine Kinder dürfen auch ihre Emotionen ausleben und wüten. Aber bitte nicht indem sie was kaputt machen oder sich und andere damit gefährden. Dann muss Kind halt alleine irgendwo sitzen bis es sich beruhigt hat und wieder aufnahmefähig ist, auch wenns blöd ist. Ich lasse mich aber nicht treten oder kneifen und genauso wenig müssen das andere in dem Haus machen.

    Ich verlange einen Grad an Grundlegenden Respekt Erwachsenen gegenüber und dass das was ihnen gesagt wird auch akzeptiert wird. Ich erkläre auch viel aber manche Sachen eben nicht, die sind so weil wir das so sagen Punkt. Ich finde manche Zusammenhänge viel zu komplex um sie kleinen Kindern zu erklären.

    Genauso müssen sie - natürlich altersentsprechend- im Haushalt mithelfen. Ich möchte nicht dass es für sie normal ist dass ihnen alles hinterher geräumt wird. Im KiGa wird dieses Konzept auch aufgegriffen was natürlich praktisch ist.


    Aber ja, ich identifiziere mich einfach nicht mit BO und persönlich bin ich auch nicht der Typ für. Die Erziehung von "früher" finde ich auch nicht toll, gerade suf mental health bezogen. Glaube wie auch bei den Hunden an den goldenen Mittelweg.

    ich mische mich nicht ein und bin auch allergisch auf "gut gemeinte" Ratschläge.

    Ich kann aber auch mit der ganzen BO Welt nichts anfangen, für mich sind manche Sachen wichtig und die setze ich auch durch, da andere widerum sind komplett unwichtig wo andere Mütter schon wenn sie das hören am Hyperventilieren sind.

    also da ist doch eine Brücke. Halt unterm Wasser xD

    Ich finde Komoot auch witzig, zeichnet ewig nix auf und dann hat man innerhalb von 5m 3km querfeldein zurückgelegt :rolling_on_the_floor_laughing:

    Ich mag es zum Planen und auch so einfach der Neugierde halber zum Tracken


    Oh apropos Wandern, hier ist gerade eine Franzosin mit ihrem Araber Hengst eine Wanderung gestartet durchs Land. Puh was die Leute auf FB durchdrehen. Das arme Pferd, 20-25km am Tag. Tierquälerei ist das.

    Dss Pferd hat einen Packsattel wie es unsere auch hatte vor 3 Jahren. Voll cool finde ich das!