Beiträge von pardalisa

    Wenn ich umgezogen bin, werden meine Hunde tagsüber in ihrem Außenzwinger leben. ;)

    :gut:

    Wenn ich die baulichen Möglichkeiten hätte, gäb's hier ein "Hundezimmer" mit Zugang nach draußen in einen ausbruchsicheren und von Fremden nicht einsehbaren Auslauf. Ich bin sicher, mein Hund würde das genial finden, wenn er sich beim Pennen im Auslauf den Wind um die Nase wehen lassen könnte, während ich arbeiten bin. :lol:

    Ich schließ mich da den Vorschreibern an – das ist von einem Hund arg, arg viel erwartet. So einen alltäglichen Umgang zu erreichen dauert lange und kostet viel Zeit, Nerven und setzt – ohne das jetzt bös' zu meinen! – schon eine Menge Hundeerfahrung voraus. Und dann bleibt immer das nicht unerhebliche Restrisiko, dass der Hund, den ihr euch aussucht, das trotzdem nicht packt. Den dann wieder abgeben zu müssen, weil er z.B. dauerhaft gestresst ist, wäre für alle Familienmitglieder bestimmt keine schöne Erfahrung.

    Deshalb auch von mir der Tipp: Schaut euch doch mal um, ob es in eurer Gegend Gruppen mit Besuchshunden gibt! Das sind Hunde, die vorher eine Prüfung bestanden haben, einen passenden Charakter haben und im Team mit ihrem Besitzer genau für solche "Einsätze" geschult wurden. Soweit ich weiß, gibt's da die verschiedensten Möglichkeiten – Treffen zum Kuscheln und Spielen mit dem Hund, gemeinsam Tricks lernen, spazieren gehen – lauter coole Sachen. :smile:

    Für deinen Sohn hätte es den Vorteil, dass er lauter gute Erfahrungen mit einem Hund macht (und nicht z.B. zu Hause in der Anfangszeit mal von spitzen Welpenzähnchen erwischt wird, worauf man sich bei einem eigenen Hund auf jeden Fall einstellen müsste), und für den Hund hat es den Vorteil, dass der nach einem Besuch "Feierabend" hat und ihr keine Sorgen haben müsst, dass er von eurem Alltag überfordert ist, weil er ja nicht bei euch lebt.

    Meine persönlichen Bedenken gelten einem regelmäßigem (täglichem) Einsperren für mehrere Stunden in einer Box, wenn man das Haus verlässt, um in die Arbeit zu gehen oder so.

    Da bin ich ganz bei dir. :smile: Und yep, ich find's auch – sorry für den deutlichen Ausdruck – unter aller Sau, einen Hund während der Arbeitszeit einfach stundenlang in eine (Auto-)Box zu packen.

    Wenn Box, dann entweder so, dass Mensch (schlafend) direkt daneben ist und auf den Hund reagieren kann, oder für sehr, sehr kurze Zeiträume wie die oben beschriebene Dreiviertelstunde, in der man mal kurz mit fremden Leuten durch's Haus wuseln muss, etc.

    Aber den Hund, der eigentlich nicht stressfrei 'frei' allein bleiben kann, über Stunden in die Box zu sperren und ihn da den Frust und die Verlustangst einfach aussitzen zu lassen – das würde ich niemals empfehlen und da bin ich ganz deiner Meinung, dass das schäbig und dem Tier gegenüber unfair ist.

    Ich finde nur, dass dieses Thema ein paar mehr Facetten verdient als (überspitzt) "Box ist böse und grundsätzlich immer und in jedem Fall gegen das TSchG und wer jemals eine in geschlossenem Zustand verwendet hat, ist ein böser Tierquäler" ;) – deshalb führ' ich der Vollständigkeit halber gerne ein, zwei Beispiele an, in denen eine Box sinnvoll sein kann. Eben nach sorgfältiger Prüfung des Einzelfalls und unter Hinweis darauf, dass das keine Erziehung ersetzt und kein Dauerzustand sein darf.

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    Was das "Box, damit der Hund sich nicht verletzt" angeht, muss ich dir allerdings widersprechen ;) – da geht's mitnichten nur um menschliche Bequemlichkeit, zumindest nicht in allen Fällen.

    Ich hab' z.B. im Altbau gewohnt, als mein Zweithund als Welpe einzog. Da waren die Kabel in der ganzen Wohnung fest auf der Wand verlegt, d.h. der Welpe wäre da theoretisch mit seinen spitzen Zähnchen ruck-zuck durchgekommen und hätte sich einen vermutlich tödlichen Stromschlag geholt. Hätte der auch nur den Hauch von Anstalten gemacht, sich für die Kabel zu interessieren, hätte ich den nachts in die Box gepackt bis der Zahnwechsel durch war. Ich hab' nen relativ tiefen Schlaf und hör das nicht, wenn der Welpe leise aufsteht, und das Risiko wäre mir zu groß gewesen.

    Hat er sich nicht für interessiert, war also nicht nötig, aber solche Fälle hab' ich vor Augen, wenn jemand sagt "eventuell brauch ich eine Box, um den Welpen vor sich selbst zu schützen". Aber auch hier: zeitlich begrenzt, keine Dauerlösung! Halt nur, bis man sich gegenseitg besser kennt und einschätzen kann/Zahnwechsel durch ist/der eh geplante Umzug ansteht/was-auch-immer.

    Was spricht gegen Zwingerhaltung?

    Wenn's gescheit gemacht wird? Nix. :smile:

    (Ich hab' aber auch nix gegen eine zeitlich eng begrenzte Verwendung einer geschlossenen Box, solange das vernünftig durchdacht ist und für den Hund im Einzelfall taugt. ;) )


    Gibts noch größere für die Wohnung?

    Ich hab' eine mit den Maßen (BTH) 108 x 71 x 78cm hier herumstehen. Bei uns ist die in 99% nur Rückzugsort/'Höhle' mit ständig offen stehender Tür (ist so befestigt, dass die alleine nicht zufallen kann), aber als hier letztes Jahr z.B. ziemlich spontan Handwerker in alle Räume mussten, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, den Hund da mal für eine Dreiviertelstunde mit geschlossener Tür drin zu 'parken', damit niemand vor ihm Angst haben muss. :smile:

    Ich warte ja darauf, dass jemand bei einer dieser regelmäßigen Boxen-Diskussionen hier ins Forum hereinschneit und beiläufig erwähnt, dass er für seinen Hund gar keine Box nutzen würde – weil er ja einen schicken Zwinger im Garten hat! Und der Hund käme halt da rein, wenn's nötig ist. |)

    Hui, den Sturm der Entrüstung möchte ich dann aber sehen... :pfeif: Würde mich ja mal interessieren, ob dann der Verweis auf das TSchG, die Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen und "Wieso, sind doch genug Quadratmeter, was wollt ihr denn?" auch noch so gern gesehen und von den gleichen Leuten, die hier jetzt 'Ausnahmslos-contra-Box' sind, akzeptiert wird.

    Skurrile Begegnung heute bei der frühen kurzen Gassirunde: mein Hund erleichtert sich auf einem kleinen innerörtlichen Wiesenstückchen, ich zücke also eine Tüte und sammle die Hinterlassenschaft ein. So weit, so selbstverständlich.

    Plötzlich quäkt hinter mir ein älterer Mann, den ich bis dahin nicht mal gesehen hatte: "Ja ja, wenn jemand guckt, wird's eingesammelt – wenn ich jetzt nicht hier wäre, hätten's liegen gelassen!"

    Ach ja, bisschen Generalverdacht und Stänkerei am frühen Morgen, das hatte mir noch gefehlt. :muede:

    (Hab' dann "na klar – mir ist das total wichtig, was so Leute wie Sie mit Ihrer Blockwart-Mentalität von mir denken! Nur deshalb hab' ich das eingesammelt" geantwortet. Vor dem ersten Kaffee fehlt's mir an höflicher, nicht-ironischer Zurückhaltung. :ops: )

    Ich sag nur Windhunde, die spielen wollen und die Pferde kennen |)

    Die seltsame Trulla hatte ich plötzlich auch wieder vor Augen. xD

    Naja, wie heißt's so schön? "Jeder ist zu irgendwas nütze - er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen." Oder halt als schräge Anekdote im Forum. |)

    Ganz ehrlich, @Hera1299, mach dich nicht verrückt: du bist ausgewichen, hast deinen Hund kurz genommen - was kann da ein anderer Hundehalter mehr wollen? :smile: Lass' dir von so einem kurzen, hysterischen Urteil dieser Frau nicht die Laune verderben und sieh es als gute Gelegenheit, an deinem 'dicken Fell' zu arbeiten. ;)

    Vielleicht fällt euch was dazu ein :dafuer:

    Das Einzige, was mir dazu einfällt, ist Folgendes: Wenn mir jemand, den ich überhaupt nicht kenne, und obwohl ich nicht darum gebeten habe (!), etwas über meinen Hund mitteilen oder an ihm oder meinem Umgang mit ihm kritisieren will, stelle ich mir zwei Fragen -

    1) Hat derjenige die nötige Kompetenz und weiß er, wovon er redet? (Von jemandem, dessen eigener Hund beispielsweise röchelnd und fixierend in der Leine hängt, lass ich mir z.B. ungern was zum Thema Leinenführigkeit oder Sozialverhalten meines Hundes an den Kopf werfen. ;) )

    Und 2) Schafft derjenige es, mir sein Anliegen mit einem Mindestmaß an Höflichkeit verständlich zu machen? (Beispiel: Zwischen einem "Oh, warum hat der Hund denn einen Maulkorb an? Trainieren Sie etwas Bestimmtes?" und "Ey, is' der Scheißköter asozial, oder was? Mach' den Maulkorb ab, du Tierquäler!" liegen Welten...)

    Ist die Antwort auf beide Fragen ein deutliches "Nein", hak' ich die Begegnung ab und denk mir meinen Teil. :smile: Über doofe, unfreundliche Leute nachzugrübeln und deren Absichten verstehen zu wollen, dafür ist die Zeit zu schade.

    Total spannend, hier mitzulesen und klasse "Anschauungsmaterial"! :gut: Da kann man sich die Arbeitsweise dieser Hunde gleich viel besser vorstellen.

    Wenn ich darf, hätte ich auch eine (vielleicht doofe :ops: ) Frage: Wir sind hier in der Region Hannover ja (noch) kein 'richtiges' Wolfsgebiet, aber gerade die Hobby-Schafhalter machen sich natürlich Gedanken, wie sie ihre Tiere am besten schützen und haben auch schon Zäune aufgerüstet, etc. Ich hab' gerade letzte Woche mit einem Bekannten gesprochen, der Ouessantschafe hält, und der meinte, er dürfte gar keinen HSH an den Schafen haben, weil seine Schafe hinter Stromzaun stehen und die Hundeverordnung (?) verbietet, dass Hunde hinter stromführendem Zaun leben (grob vereinfacht ausgedrückt).

    Ist sowas je nach Bundesland unterschiedlich erlaubt oder bekommt man da, wenn man nachweisen kann, dass man einen HSH 'braucht', eine Ausnahmegenehmigung? :smile: