Beiträge von pardalisa

    Myrddin hatte kurz nach dem Einzug bei uns ca. 6kg, mit 6 Monaten 17kg und ca. 50cm Höhe und ist jetzt fast 1,5 Jahre alt und bei 54cm Schulterhöhe und 23kg angekommen. Ungefähr dabei bleibt's auch, denke ich. :smile:

    Aber Hollys Papa ist ein Traum in meinen Augen
    Wenig Fell (außer an der Krause), muskulös und stattlich. Null Teddybär, was man bei den Großen sonst oft hat.

    Hast du zu ihm ein Bild/einen Link? :smile: Ich hab' ja mit meinem Ersthund hier auch so einen großen Aussie sitzen und vergleiche immer gerne.

    Ich hatte mit Shawnee, als er jünger war, das gleiche Problem: Der zweite Zaun hat gut geholfen und er hat die neue Grenze schnell akzeptiert.

    aussies sind doch hütehunde oder ?
    die besitzen doch hauptsächlich hütetrieb und wenig echten wachtrieb.

    Nein, Aussies sind Hüte- und Wachhunde. Laut Standard ist ein ausgeprägter Schutz- und Wachtrieb ausdrücklich erwünscht. Wie das beim Mini-Aussie (schriftlich) geregelt ist, weiß ich nicht, aber sooo verschieden sind die nicht.

    ... weil hier dann oft noch die Kombination "Verkleidet x Betrunken" oder "Verkleidet x Kleinkinder" zusammenkommen )

    Oh ja, "verkleidet und betrunken" ist auf Shawnees Hass-Skala auch ganz weit oben. Verkleidete Kinder sind seltsamerweise völlig okay, obwohl er Kinder sonst nicht mag. Ich hab' den fiesen Verdacht, dass er die gar nicht als Kinder/Menschen wahrnimmt, sondern als seltsame Einrichtungsgegenstände... :roll: :lol:

    Ist das bei euch auch so, dass einzelne Personen, die selten auftauchen (in ruhigeren Gegenden oder auf dem Feld oder so) "schlimmer" sind als viele Leute z.b. in der Stadt, in der Bahn oder bei viel Besuch?

    Ja, auf jeden Fall. Auf belebten Plätzen oder in 'ner Fußgängerzone hatte ich noch nie Probleme, aber einzelne Gestalten, am besten noch in der Dämmerung oder aus Hundsicht "seltsam" gekleidet? Ging bis vor ein paar Jahren gar nicht!

    Shawnee reagiert ja ziemlich heftig auf betrunkene Menschen, besonders Männer, die findet er in der Gruppe schon grenzwertig, aber wenn ein einzelner davon auf uns zu kommt, steht mein Hund echt unter Strom.

    Als ich Shawnee ausgesucht habe, hatte ich eigentlich nur eine "Bedingung": es musste ein Rüde sein, weil meine Eltern damals eine großartige, aber ziemlich prinzessinenhafte Hündin hatten und wir keinen Zickenkrieg wollten. Entsprechend naiv habe ich ihn dann auch ausgesucht – er war derjenige, der mir auf dem Schoß eingeschlafen ist und sich den ganzen Nachmittag fest angekuschelt hat. :herzen1:

    Myrddin zu finden war schwieriger: Ich wollte einen bestimmten Typ Hund, der zu mir, zum Studentenleben, zu meinen Freizeit- und Sportplänen und natürlich zu Shawnee passte. Im Endeffekt hätte ich die Wahl zwischen drei Rüden aus dem Wurf gehabt (einer war schon versprochen) – einer, der sehr süß, aber ziemlich zurückhaltend und schüchtern war, einer, der mir irgendwie gar nicht aufgefallen ist, und Myrddin, der laut, frech und tollpatschig war und schon mit wenigen Wochen ganz genau wusste, was er wollte.

    Ich habe zwei tolle, unterschiedliche Hunde bekommen und bin froh, dass ich mich für genau die beiden entschieden habe.

    Mein Satz des Tages ist heute: "Die müssen sie aber anleinen! Wegen den Wildtieren!"

    Ich war mit den Jungs unterwegs zur Runde im Feld, habe also hinter dem letzten Haus des Dorfes von den kurzen auf die langen Leinen "umgeklickt" – von weitem sah's wohl so aus, als ob ich ableine. Neben mir hält ein Auto, ein Mann spricht mich an, besagter Satz fällt.

    Das Skurrile daran: Dem Typ gehört hier die riesengroße Schweinemastanlage. Vielleicht sollte der, was Tierschutz angeht, mal lieber kleine Brötchen backen... :mute:

    Nur: Welche genaue Regelung schwebt denn denjenigen, die gegen eine Leinenpflicht in der Brut- und Setzzeit sind, vor? Welche Maßnahmen sollen ergriffen werden, damit unser Wild geschützt wird?

    Dann zitiere ich mal selbst...

    Ich bin absolut dafür, dass die Wildruhezonen, die es hier vereinzelt gibt, ausgeweitet werden – die dürfen dann nämlich von niemandem betreten werden, da findet dann alles mögliche an Getier genügend Schutz.

    Bei uns (Niedersachsen) gibt es Wildruhezonen, aber leider nur sehr wenige. Die sind für alle "gesperrt" und dürfen nicht betreten werden – keine freilaufenden Hunde, keine Radfahrer, keine Spaziergänger, keine Forstarbeiter (soweit ich weiß, da könnte es ev. Ausnahmen geben).

    Ich fände es klasse, wenn man diese Bereiche ausweiten würde und dafür an anderer Stelle erlaubte Freilaufzonen für Hunde, legale Strecken für Mountainbiker, etc. schaffen würde.

    Bei meinen Eltern gibt es z.B. Bestrebungen in die Richtung - dort gab's Ärger mit Downhill-Strecken von Mountainbikern - und seitdem ist deutlich mehr "Ruhe im Wald". Forstpächter, Jäger und Radfahrer hatten sich vorher einen ziemlich erbitterten Kleinkrieg geliefert, aber seit sie sich auf erlaubte und verbotene Bereiche geeinigt haben, läuft's deutlich besser. Sowas wäre doch für die Konflikte zwischen Hundehaltern und Jägern auch klasse!

    Irgendwie passt das alles nicht so ganz, oder? Deine Hunde verlassen nie die Wege, sind aber im Feld unterwegs und hüpfen über Baumstämme... gibts bei euch Unterholz und Felder AUF den Wegen?

    Es ist immer schön, dass wenn man bei etwas Unrechtem erwicht wird, erstmal mit dem Finger auf andere gezeigt wird. Aber DIE machen ja noch viel schlimmeres, da macht das bisschen was ich mache ja nix aus!

    Okay, ein paar Worte zur Klärung, damit wir nicht aneinander vorbei reden:
    1) "Im" Feld sind meine Hunde nicht unterwegs – zumindest, wenn du damit "direkt auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche" meinst. "Ich geh' mit den Hunden ins Feld" bedeutet in unserer Gegend so viel wie: "Ich gehe mit den Hunden in der Feldmark spazieren." Meine Hunde dürfen also nicht auf Feldern herumrennen, auf den Wegen dazwischen würde ich sie aber gerne ganzjährig freilaufen lassen.

    2) Ja, Baumstämme liegen hier direkt am Weg und da dürfen meine Hunde drauf. Von Unterholz hatte ich nie etwas geschrieben. Damit man sich das besser vorstellen kann – ich stehe auf dem Weg, die Kamera hat keinen Zoom.

    Externer Inhalt farm9.staticflickr.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    So ungefähr sieht das dann von weiter weg aus:

    Externer Inhalt farm6.staticflickr.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ich verstehe nicht, wo da das Problem sein sollte. Und nein, ich werde nicht "bei Unrechtem erwischt". Wie ich oben schon geschrieben habe, sind meine Hunde an der Leine. Ich zeige auch nicht "mit dem Finger auf andere" – ich find's klasse, dass z.B. der Waldkindergarten regelmäßig Ausflüge macht, gibt schließlich nix besseres für die Kinder. Aber seltsamerweise konnte mir bisher noch niemand erklären, warum das alles (Wanderer, Schulklassen, etc.) völlig okay ist, meine Hunde aber angeblich eine riesige Gefahr für die heimische Tierwelt darstellen.

    Gegen manche Dinge kann man was unternehmen, gegen andere eben nicht. Es gibt nunmal Menschen, die LEBEN davon, im Wald und Feld mit Maschinen zu ernten/Bäume zu fällen. Hundehaltung dagegen ist ein Hobby.

    Nein, die Leute, die hier Holz kaufen und das zersägen und abtransportieren, leben davon nicht. Genauso wenig, wie die Kindergruppen oder Wanderer davon leben, ausgerechnet in diesen 3 Monaten zu Pickicken. Dass das bei Landwirten etwas anders aussieht, weiß ich wohl, gegen die habe ich auch mit keinem Wort etwas gesagt.

    Und ehrlich - die Befindlichkeiten von Hundeleltern, die jammern wenn Wauzi nicht mehr ungehemmt über Baumstämme hüpfen kann, interessieren mich in Anbetracht von Artenschutz ziemlich wenig. Wildtiere bezahlen mit dem Leben dafür, dass manche Menschen meinen ihr Hobby Hundehaltung sei ein Menschenrecht.

    Und worin genau besteht jetzt der Artenschutz, wenn meine Hunde an der kurzen Leine sind?

    Ich frage mich ja, warum so viele Leute hier ein Problem mit Leinenzwang haben. Weils "Zwang" heißt oder weil der Hund an der Leine bleiben muss? Wo ist das Problem?

    Unter anderem, weil ich zwei Hunde habe; einen älteren und einen Junghund mit großem Rennbedürfnis – über Baumstämme hüpfen und balancieren? Mit Schleppleine zu gefährlich. Apportieren über 50 oder 100m? Geht mit der Leine nicht. Spielen der Hunde untereinander? Führt auch zu gefährlichen "Verwicklungen". Kontakt zu anderen Hunden? So spontan nicht möglich.

    Wir behelfen uns mit Toben im Garten, auf dem Hundeplatz und Fahrradrunden (aber da muss z.B. der Senior zu Hause bleiben, das packt er nicht mehr gut) und geistiger Auslastung "im Kleinen", aber ideale Hundehaltung sieht anders aus.

    Und warum diese ganzen Einschränkungen? Weil rein hypothetisch meine Hunde ein Wildtier aufscheuchen könnten. Ja, die Möglichkeit besteht. Auch wenn meine Hunde bisher noch nie Jagderfolg hatten, die Wege nicht verlassen und der Rückruf funktioniert, kann ich natürlich nicht garantieren, dass das immer und 100% so bleibt. Aber weißt du, was noch alles das Wild stört? Wandergruppen, die auf Lichtungen im Wald picknicken. Kindergartengruppen und Schulklassen, die hier im Moment scharenweise durchs Unterholz ziehen, um Müll zu sammeln, Blumen zu malen und Schmetterlinge zu beobachten. Hobby-Förster, die am Wochenende mit dem SUV durch den Wald gurken, um ihre gekauften Festmeter Holz abzutransportieren.

    Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen und ja, machmal macht es mich wirklich wütend, dass das alles erlaubt ist, während meine Hunde an kurzen Leinen neben mir traben müssen. Ich bin absolut dafür, dass die Wildruhezonen, die es hier vereinzelt gibt, ausgeweitet werden – die dürfen dann nämlich von niemandem betreten werden, da findet dann alles mögliche an Getier genügend Schutz. Aber dafür möchte ich bitte meine erzogenen (!) Hunde im Feld ganzjährig artgerecht laufen lassen können.

    Und es geht nicht nur um das eindeutige, nämlich das Hetzen und Töten von Wild, sondern auch der trottelige, total liebe Berner Sennenhund der nur über das Feld hüpft und nach keiner Fliege schnappt verursacht bei brütenden Vögeln enormen Stress.
    Da brauchen an einem Tag an einer Stelle eben die 5,6,7,10 trottelige, total liebe Hunde entlangzusausen und schon hat z.B. ein Rebhuhn eben das Gelege aufgegeben, weil die Stressbelastung zu groß ist.

    Siehe oben. Wild wird auch durch alles mögliche andere aufgeschreckt – und das ist (leider) legal. Warum diese einseitige Einschränkung der Hundehalter?

    Kennt ihr das, dass die "optisch interessanten" HH (Obdachlose, Punks etc.) die am besten erzogenen Hunde haben?

    Nein, leider gar nicht. :( : Hier gibt's einen Staff-Mix, der schon durch unzählige Hände gewandert ist und letztendlich eingezogen wurde, einen komplett unverträglichen Husky, dessen Besitzer leider meistens zu betrunken ist, um den Hund richtig halten zu können, und eine Handvoll Hunde, die nur deshalb noch leben, weil der Feierabendverkehr sowieso eher langsam fließt, die rennen nämlich gerne mal ohne zu stoppen auf die Straße.

    Aber um was Nettes zu sagen: Ich find's klasse, dass die Frau mit dem Beagle heute morgen gewartet hat, bis ich meinen Leinen, Brötchentüte und Wechselgeld sortiert hatte, bevor sie ihren Hund angebunden hat. Hätte sie nicht machen müssen, war aber trotzdem sehr nett. :smile: