Beiträge von pardalisa

    Guck bitte nochmal in das was du von mir zitiert hast und vergleich das dann mit deinem Bild.
    Das ist kein richtig eingestelltes Zugstopphalsband.

    Wie definierst du denn, wann ein Zugstopphalsband 'richtig' eingestellt ist? Warum muss nach deiner Ansicht der Stopper vom Zugstopp enger als der Halsumfang sein?

    Für mich ist das Halsband richtig, wenn der Hund im komplett zugezogenen Zustand nicht rauskommt (das Halsband also nicht mehr über den Kopf passt), der Hund aber nicht gewürgt wird. Das ist bei Myrddins Halsband (auf dem Foto) der Fall.

    Magst du mir jetzt noch mal erklären, warum das 'falsch' ist?

    Wann ist ein Hund leinenführig und wenn er das 100%ig ist, braucht er dann eigentlich überhaupt eine Leine? Gibt es überhaupt in irgendeinem Bereich eine 100%ig Sicherheit?

    Kurze Antwort: Ja, da in manchen Gebieten Leinenzwang herrscht braucht man in aller Regel selbst für den besterzogensten Hund eine Leine, wenn man nicht gerade völlig einsam wohnt. ;) Ich kann z.B. gut verstehen, dass man dem Hund nur schnell eine Retrieverleine überwirft, wenn man eh nur ein paar Meter die Straße langläuft und der Hund dann den Rest des Spaziergangs freiläuft. Oder wenn man die Leien nur zum Überwerfen dabei hat, falls man ängstliche Spaziergänger trifft und den Hund ganz kurz mal sichtbar anleinen will. (Bei mir hätte die Leine dann allerdings auch in solchen Fällen einen Stopp.)

    Und ich würde bei einem Hund, der ja selbstständig denkt und auch mal einen übermütigen/schlechten/"seltsamen" Tag haben kann, nie von 100% ausgehen. Weder beim sonst nie vorhandenen Jagdtrieb, noch bei der 'Kinderfreundlichkeit', noch bei der Verträglichkeit mit anderen Hunden, noch bei der Leinenführigkeit.

    Wieso muss man generell davon ausgehen, dass die als Erziehungsmittel für unerzogene Hunde eingesetzt werden?

    Da hast du dir jetzt ein Beispiel rausgesucht, wo jemand von persönlich beobachteten schlechten Erfahrungen mit der Moxon-Leine berichtet und schließt daraus, dass "generell" alle, die Moxon-Leinen kritisch sehen, davon ausgehen, dass die als Hilfsmittel für unerzogene Hunde benutzt werden?

    Edit: Und ja, ich sehe die Würge-Funktion so einer Leine schon ein bisschen kritisch. Wenn die wirklich nicht gewollt wäre, könnte man nämlich als Stopp einfach einen Segelknoten in die Leine machen – kein Metall am Hundehals, passt trotzdem noch gut in die Tasche, hat aber gleichzeitg den Vorteil, dass der Hund sich – sollte es doch mal zu einer nicht vorhersehbaren Panik-Reaktion kommen – nicht bis zur Unendlichkeit würgen kann.

    Wie gesagt, muss jeder für sich entscheiden. Aber wenn man gleichzeitig sagt, dass man die Würgefunktion nicht nutzt, auf der anderen Seite aber nicht darauf verzichten mag, dann habe ich da zumindest Fragen.

    und wieder kam die Argumentation, es sei pervers und Tierquälerei. ... Ich meine, wer Tiere quälen will, kann das auch mit nen Geschirr tun.

    Niemand hier im Thread hat Moxonleinen-Benutzer pauschal als 'pervers' abgestempelt... :muede:

    Und ja, es gibt eine Menge Hilftmittel, die (falsch angewendet) dazu benutzt werdne können, Hunden Schmerzen zuzufügen. Aber diese Argumentation verstehe ich immer nicht so richtig: andere Dinge sind auch 'böse', also muss ich mir bei dem, was ich benutze, keine Gedanken über Sinn und Zweck machen?

    Hier sagt ja keiner "Moxon-Leinen sind Moppelkotze und sollten jetzt sofort alle verboten werden!" – hier ging es, zumindest meinem Eindruck nach, einfach darum, mal in die Runde zu fragen, wer solche Leinen benutzt und aus welchen Gründen bzw. in welchen Situationen. Dass dann (wertende) Nachfragen kommen, ist doch in einem Forum völlig natürlich. Und dass darauf hingewiesen wird, dass so eine Leine – bei falscher Anwendung/in der falschen Situation - dem Hund nun mal heftig weh tun kann, ist doch nur vernünftig. Das würde man doch bei einer Diskussion um Schleppleinen z.B. nicht anders handhaben.

    Fakt ist, bei nen leinenführigen Hund ist es nicht mehr Quälerei als jede andere Art der Sicherung

    Womit wir wieder bei dem Punkt wären, dass Uneinigkeit darüber herrscht, ob es den komplett leinenführigen Hund überhaupt gibt. Aber das kann ja zum Glück jeder für sich und seinen Hund selbst entscheiden.

    Klar, wenn es sich nach außerhalb des Agi-Platzes überträgt oder wirklich Grenzen überschreitet (richtiges beißen, etc. der Hund ist wirklich nur gestresst und das hat weniger mit der Vorfreude zu tun und Hund hat keinen Spaß sondern eindeutig nur Druck) dann soll mans lassen. Aber so allgemein sagen jeder Hund der überdreht ist sollte kein Agi machen finde ich nun übertrieben...

    Wenn der Besitzer das dann auch so sieht und überhaupt erkennt... Meiner Erfahrung nach merken die wenigsten das, dass ihr Hund wirklich Stress hat. Da müsste jemand von außen mal kritisch draufgucken (Trainer_in z.B.) und Klartext reden.

    Und nimm's mir nicht übel, aber deine Beschreibung wäre bei mir z.B. so ein Fall, wo alle Alarmglocken angehen. Hund kann beim Training nicht ohne Leine ruhig am Rand abliegen? Der braucht nicht nur 'ne Box, sondern auch ein Tuch drüber? Er hat Frust geschoben und "gezwickt"? Das ist in meinen Augen keine (unkontrollierte) "Vorfreude" mehr, sondern die natürliche Reaktion eines Hundes der mit den auf ihn einprasselnden Reizen überfordert ist und deshalb ein Ventil sucht.

    Du musst die Frage nicht beantworten (geht mich ja auch im Detail nix an), aber welchen Vorteil hat es denn, einen so reizempfindlichen Hund wieder und wieder in diese Situation zu schmeißen? Ist Agility da wirklich die einzige Sportart, die gemeinsam Spaß macht?


    Und zu guter Letzt:

    Ich mein Aufregung gehört doch auch zum Leben -- ein menschlicher Sportler hat auch Aufregung und ist mal überdreht, etc. (vorallem Kinder). Da sagt auch niemand das ist falsch und so schrecklich.

    Doch, wenn mir jemand erzählen würde, dass er sein Kind jede Woche zum Sport bringt, das sich dort total verausgabt, einen Puls jenseits von Gut und Böse hat und selbst- oder fremdschädigende Übersprungshandlungen zeigen würde, dann fände ich das ziemlich falsch und schrecklich.

    Und was die Erwachsenen angeht: Die haben sich das ausgesucht, begreifen Kausalzusammenhänge, die ihre eigenen Gesundheit betreffen, und können eigene Entscheidungen treffen. Der Hund nicht, deshalb hinkt der Vergleich da ganz gewaltig.

    habt ihr noch Ideen??

    Ja. Schmeiß das Anti-Bell-Halsband in die Tonne, verabschiede dich von dem Gedanken, dass der Entzug von Sozialkontakten (denn nix anderes ist es, den Hund so plötzlich über Nacht in ein anderes Zimmer zu verbannen) bei deinem Problem irgendwie hilft und gibt sie lieber die anderen Vormittage auch in die Betreuung, während du gleichzeitig das Alleinbleiben noch mal ruhig und in kleinen Schritten aufbaust.

    Danke für deine Antwort. :smile:

    Ich stelle mir das aber total unpraktisch vor, die gezeigten Leine incl. Halsband ist ja schon viel. In welche Tasche willst du das schnell stecken?

    Mhm, also so schwierig finde ich das gar nicht – ich hatte eine ähnliche Leine für's Agility damals und die konnte ich in wenigen Sekunden in die Hosentasche stopfen. Die ist ja nicht lang, so viel Material ist das gar nicht. Eigentlich muss nur dieser Scherenkarabiner in die Tasche passen, der Rest tüddelt sich da drumherum.

    Was macht ihr denn alle für Training mit euren Hunden? Und in der HuSchu oder Verein?

    Myrddin und ich gehen 1x die Woche zum Rally-O im Verein und üben einzelne Aufgaben zwischendurch für uns alleine zu Hause oder beim Spaziergang.

    Und damit Graf Unfug nicht nur sein Köpfchen, sondern auch seine Muskeln ein bisschen anstrengen muss ;) , habe ich Ende letzen Jahres angefangen, ihn vor's Fahrrad zu spannen und ziehen zu lassen, was wir seitdem regelmäßig machen.

    Er findet beides klasse, ist aber auch einfach für alles mögliche zu begeistern. :smile: