Beiträge von pardalisa

    Also darunter fallen doch alle Zuckstophalsbänder oder?
    Denn den Stop kann ich ja auch zu eng einstellen, so dass die Luft abgeschnürt wird. Oder?

    Es gibt Zugstopphalsbänder, bei denen der 'Stopp' fest eingenäht/genietet/geflochten und nicht verstellbar ist – wenn das dann so gewählt ist, dass die kleinstmögliche Einstellung den Hund nicht würgt, dürfte das eigentlich nicht darunter fallen.

    Mein imaginärer Preis für die schlagfertigste Antwort/Reaktion des Tages geht heute an die Gassibekanntschaft, mit der wir vorhin spazieren waren. Sie hat einen Altdeutschen-Hütehund-Mix, den sie Secondhand übernommen hat und der mit so ziemlich allem ein Problem hat, was sich bewegt und/oder atmet – und deswegen immer einen Maulkorb trägt, sobald er das Haus verlässt.

    Wir waren unsere Runde also schon gelaufen und saßen noch ein bisschen am Bach herum, als plötzlich so 'ne Frau auf uns zukam, kurz guckte und dann ohne Umschweife und ohne Punkt und Komma anfing, meiner Bekannten Vorwürfe zu machen: der arme Hund, der könne ja mit dem Gitter im Gesicht gar nicht richtig kommunizieren, warum sie den denn nicht mal 'ohne alles' laufen lassen würde, der würde ja ganz schlimm leiden, überhaupt seien Menschen böse und nicht Hunde, ... usw. usf. :roll:

    Ich wäre bei einem derart übergriffigen Verhalten ja schon mindestens dreimal in die Luft gegangen, aber meine Bekannte war da deutlich cooler – sie hat sich den ganzen Müll angehört und dann übertrieben begeistert geantwortet: "Oh, Sie kennen den Hund von früher? Das ist ja sooo toll! Ich hab' mich schon immer gefragt, was der wohl erlebt haben muss, bevor er bei mir gelandet ist! Dann können Sie mir doch sicher weiterhelfen – stimmt das, dass er ursprünglich abgegeben wurde, weil er ein Kind gebissen hat? Und wissen Sie, warum er so eine Panik vor lauten Geräuschen hat? Und ob er die Allergien schon immer hatte?"

    Hundeversteher-Frau, völlig überrumpelt: "Äh, ne. Ich kenn den Hund doch gar nicht."

    Bekannte, jetzt gespielt traurig guckend und resigniert die Schulter zuckend: "Ach so, dann können Sie wohl doch nicht helfen. Na, dann noch einen schönen Tag!"

    ... und ruck-zuck hatten wir unsere Ruhe. :D Ich glaube, den Trick muss ich mir merken.

    Bist du dir sicher, dass das Angst auf Seiten deines Hundes ist?

    Für 'nen (Mini-)Aussie in dem Alter wäre es nämlich absolut nix Ungewöhnliches, Kinder schlecht einordnen zu können und dann ins Maßregeln/Kontrollverhalten zu kippen.

    Ich würde da nicht unbedingt auf direkte "Konfrontation" gehen und den Hund immer wieder zum Kontakt überreden wollen, sondern stattdessen ganz klare Regeln schaffen und dem Hund vermitteln, dass du das klärst, er sich in deiner Nähe aufhalten muss (und da dann natürlich auch nicht plötzlich von einem Kind angefasst wird!) und er die Verantwortung, die er glaubt übernehmen zu müssen, gut an dich abgeben kann. Abstand halten, Ruhe reinbringen, bei Bedarf – und wenn das gut klappt – den Abstand verringern.

    So aus der Erfahrung mit einem erwachsenen Aussie, der Kinder blöd findet und die liebend gerne auf ähnliche Art wie du das beschreibst von sich und mir fernhalten würde, wenn man ihn lassen würde: je mehr Aufmerksamkeit (Ballspielen, "Schönfüttern") man den Kindern widmet, desto bedeutsamer werden sie aus Sicht des Hundes und desto größer der innere Konflikt.

    Was ist denn das langfristige Ziel: "Muss" der Hund Kontakt zu Kindern haben oder willst du einfach, dass er sie ignorieren kann und ruhig vorbeigeht?

    Ich weiß auch nicht, was an einer Anzahlung so furchtbar sein soll? :???: Ich würde keinen ungeborenen Welpen anzahlen und ganz sicher nix für einen Wurf anzahlen, der überhaupt erst in Planung ist, das wären mir einfach noch zu viele Unwägbarkeiten, aber sobald feststeht, welchen Welpen man bekommt (oder bei einem Züchter, den man schon länger kennt: sobald die Welpen geboren sind und klar ist, dass irgendeiner davon auf jeden Fall einziehen wird), habe ich damit überhaupt kein Problem.

    Die Züchterin meines Zweithundes hat eine Anzahlung genommen, als die Welpen alt genug waren, um sie fest zu "reservieren", und man schon ein bisschen was über den jeweiligen Charakter sagen konnte.

    @Krümel21 Weil du weiter vorne irgendwo geschrieben hast, dass dir VDH-Herkunft wichtig wäre: wenn du wirklich in Richtung Aussie guckst, würde ich – nicht ausschließlich, aber auf jeden Fall auch – bei Dissidenzzüchtern (ASCA) suchen.

    Es gibt auch im VDH wirklich tolle Hunde (wenn ich das richtig in Erinnerung habe, haben die Hündinnen von @Streichelmonster und @FairytaleFenja VDH-Papiere und die sind ja beide großartig!), aber wirklich vieles, was da im Moment in der VDH-Aussie-Zucht läuft ist... gruselig.

    @pardalisa mein Sohn schwört darauf einen Löwenzahn zu nehmen und die Milch aus dem Stiel auf die Brennessel geplagte Stelle zu tupfen...


    mein Freund begnügt sich bei sowas mit nem Eiswürfel...

    Spucke soll angeblich auch helfen :ugly: , Quark auch

    Bei mir sehen echt die ganzen Beine übel aus, von Unterkante kurze Hose bis Oberkante Turnschuh. Ich glaub', da müsste ich eine Menge Löwenzähne pflücken oder Eiswürfel balancieren, bis das alles abgedeckt ist.

    Aber trotzdem danke, das mit dem Quark teste ich mal an einer kleinen Stelle! :smile:

    Ich wäge bei der "Hunde mitnehmen oder nicht?"-Frage immer zwei Sachen ab: zum einen, ob die Hunde von dem Ausflug auch irgendwas haben (und das ist von Hund zu Hund verschieden, der eine findet z.B. Spaziergänge am Campus, wenn ich da kurz was abgeben muss, total klasse; für den anderen ist das meist zu öde) – wenn sie wirklich ausschließlich an kurzer Leine zügig laufen bzw. herumliegen und sich mucksmäuschenstill verhalten müssten, lasse ich sie eher zu Hause.

    Zum anderen frage ich mich situationsbezogen, warum sich jemand von den Hunden gestört fühlen könnte. Ich kann z.B. absolut verstehen, dass man es unhygienisch oder überflüssig findet, wenn da ein Hund (oder gleich eine ganze Gruppe Hunde) im Geschäft mitten zwischen den Klamottenständern liegt – man kennt den fremden HH ja nicht und weiß nicht, ob und wie der seine Tiere pflegt, gegen Ungeziefer behandelt, etc.

    Wofür ich allerdings kein Verständnis habe, ist, wenn jemand sich über die Anwesenheit von Hunden beschwert, einfach weil er stänkern will. Wenn meine Hunde beispielsweise nach einer langen Wanderung im Außenbereich einer rustikalen Gaststätte in einer ruhigen Ecke unter der Sitzbank schlafen und jemand meint, sich "aus Prinzip" daran stören zu müssen, dann hat der einfach Pech gehabt. Auf ängstliche Menschen nehme ich, gerade in beengten Situationen gerne und absolut selbstverständlich Rücksicht (wenn z.B. der Platz eh knapp wäre und die Bedienung Angst hätte, würde ich die Hunde ins Auto packen), aber für völlig haltlose persönliche Launen bin ich nicht zuständig.

    Meine Eltern hatten vor Jahren, als ich noch zu Hause gewohnt habe, ein ähnliches Problem (dörfliche Gegend, rundherum Bauernhöfe und dementsprechend viele Katzen, wo ein Besitzer nicht festzustellen oder gar nicht erst vorhanden war). Bei uns haben das Problem auch die Hunde gelöst – der Dackel hat die spurlaute Verfolgung bis zum Gartenzaun übernommen, der Aussie hat der Sache den nötigen Nachdruck verliehen, wenn eine der Katzen meinte, sie könnte sich umdrehen und den Dackel verprügeln... Nach ein paar Wochen hatte sich das erledigt und obwohl meine Eltern zur Zeit keinen Hund haben, wird der Garten von den Katzen immer noch gemieden.

    Die Nachbarn ohne Hunde haben mal erzählt, dass sie an allen "spannenden" Markierstellen (auf der Terrasse, im Kräuterbeet, im Sandkasten für die Kinder, etc.) abgeschnittene Äste mit Dornen ausgelegt haben, sobald sie selbst nicht im Garten waren, um es den Katzen so unbequem wie möglich zu machen.