Beiträge von tinkar

    Ich danke dir!

    Um sowas auch beim TA-Besuch erfolgreich anzuwenden, muss man noch einige "Generalisierungs-Schritte" einbauen, also auch andere Personen mit einbeziehen, auch fremde und eben auch an unterschiedlichen Orten.

    Das könnte dauern. :hust:

    Aber vielleicht wenigstens die grundlegenden Dinge, das wäre ja schon ein Erfolg, wenn das ohne Angst klappen würde.

    Ich bestätige gerade Bonadea 's Aussage. :ugly: Aber versuchen kann ich es ja.

    Für die morgige OP hilft uns das jetzt leider nicht mehr, aber mit viel Glück vielleicht für später.

    Emmi hat anfangs überhaupt kein Problem beim TA. Nachdem sie dann in der Klinik eine recht schmerzhaft Spritze gegen Babesien bekommen musste, bei der sie unter sich pinkelte, wars vorbei. Eine 2. folgte und seitdem geht nix mehr.

    Sie hat furchtbare Angst. Ich habe immer wieder versucht die Praxis positiv zu belegen, aber immer wenns gerade wieder so einigermaßen ok war, kam der nächste Mist und alles geht wieder von vorne los.

    Nachdem sie ja auch alles mögliche mitnimmt, kommen wir gar nicht dazu, das Ganze lang genug positiv zu verknüpfen.

    Sie mag die TÄ und kennt sie seit Anfang an, sie darf nach jeder Behandlung eine Runde durch die Praxis toben mit dem Hund meiner TÄ, der zugleich ihr bester Kumpel ist. Teilweise haben wir vor der Praxis behandelt, bei uns zuhause, manchmal trage ich sie rein.

    Jetzt gings gerade wieder einigermaßen und morgen muss sie schon wieder operiert werden.

    Also gehts dann wieder von vorne los.

    In der Tierklinik ist es schlimmer, die sind da nicht so umsichtig und auch immer Fremde. Nach einem Ultraschall hatte sie ein Trauma und frass nichts mehr, war apathisch. Der Hundekumpel meiner TÄ hat sie da rausgeholt.

    Sie knurrt nicht, schnappt nicht, sie lässt alles über sich ergehen. Aber bekommt jedesmal fast nen Herzinfarkt, die Kleine.

    Gerade musste ich wieder an dieses Thema denken. Ist es nicht so, dass Hunde auch ohne den Menschen Führung kennen? Wenn sie in sozialen Gruppen leben - nicht nur Wölfe im Familienverband sondern auch streunende oder z.B. Pariah-Hunde - gibt es teilweise auch Konstellationen, in denen sich Individuen freiwillig „führen“ lassen, oder nicht?

    Ich denke gute Führung vermittelt ja auch Halt. Wenn man keinen Halt (Sicherheit) hat, dann ist man wie ein Fähnlein im Wind, also haltlos. Ich schätze mal schon, dass die meisten das auch brauchen, sowohl Mensch als auch Hund und sich gerne führen lassen.

    Ich werde das nie verstehen. Ich selbst würde nie auf die Idee kommen mich direkt neben jemanden zu stellen solange ausreichend Platz vorhanden ist. Ist uns letztes Jahr auch passiert. Der ganze Stellplatz frei und spät abends fährt ein Womo vor und stellt sich girekt neben uns, auch ganz nah. Natürlich mit Hund. Abe da konnten wir unsere nicht mehr rauslassen. Gut dass es eh spät war und morgens sind wir gleich los. Vielleicht haben solche Leute ja nachts Angst und fühlen sich dann nicht so alleine :ka::ugly:

    Welche Pannen hatten wir. Nichts so besonders eigentlich.

    Wir standen einmal aus Platzmangel direkt an einem Spazierweg. Ein vorbeikommender RR dachte, er könnte ja mal der netten Hundedame "Hallo" sagen. Die Zicke hat ihn auf den Weg zurückgeprügelt. Aber ich fand den echt süß, weil er sich gar nicht beeindrucken liess von der Zicke, sondern wohl schockverliebt ein Stück weiterstand und die Lady angeschmachtet hat, während die getobt hat. Der Besitzer kam dann nach, war auch recht entspannt und sagte nur, selber schuld, hat er nix zu suchen da.

    Und bei der letzten Tour hatte ich ein paar Windlichter im Bus aufgestellt. Irgendwann roch es recht brandig und der Schwanz vom Hund rauchte. Hat sie gar nicht gemerkt. Aber ist nix passiert, alles gut gegangen, nur ein paar Haar weniger.

    Das wars eigentlich. :ka:

    Aber die "Selbstbestimmung" ist im Herdenschutz auch nicht wirklich gegeben, weil die Aktivitäten der Hunde davon abhängig sind, was im Umfeld los ist oder was ihre Rinder grad so treiben.

    Selbstbestimmend könnten sie auch einfach liegen bleiben. Liegt nur nicht in ihrer Natur.

    Da es aber in ihrem Wesen verankert ist, ist es auf gewisse Weise dann doch wieder selbstbestimmend. Ausgelöst durch äußere Umstände folgen sie ihrer Bestimmung. :???:

    Selbstbestimmend ist ein Hund wohl eher nicht. Wie soll das auch funktionieren in den meisten Bereichen? Er kann ja schlecht alleine zur Tür raus spazieren auf die Art "Ich bin dann mal kurz weg!" oder sich seinen Mitternachtssnack aus dem Kühlschrank holen, wenn er noch mal Hunger hätte. (Können würden das vermutlich schon ein paar, das wäre dann wohl selbstbestimmend :ugly:)

    All diese Dinge entscheiden letztendlich wir für den Hund. Fressen, wann gehen wir raus, darf gebuddelt werden oder nicht, aufs Sofa oder nicht, darf er den Hasen jagen, den Hundekumpel begrüßen oder treffen, usw.

    Aber innerhalb dieser Regeln, die wir für die Hunde aufstellen, kann man ihnen gewisse Freiheiten bieten. Man kann auch ein bisserl aufeinander zugehen. Heisst: Ich stehe tatsächlich auch mit dem Hund an einer Wegkreuzung und frage, welchen Weg sie gehen möchte. Darf sie dann frei entscheiden. Tut mir ja nichts und ist durchaus spannend. Allerdings habe ich davor entschieden dass sie das entscheiden darf. Selbst wenn ich nicht frage, entscheide letzendlich. Latsche ich dem Hund einfach hinterher, war das auch meine Entscheidung, nicht die des Hundes.

    Mein Hund darf zB wachen. Das entscheidet sie selbstständig, wann das nötig ist. Wanns genug ist, entscheide wiederrum ich.

    Letztendlich entscheiden wir alles. Ob wir ihnen aber die Möglichkeit geben, sich frei zu fühlen liegt immer an uns.

    Ich halte es in der Hundeerziehung gerne wie in der Kindererziehung hier. Es gibt Regeln, an die sich gehalten werden muss. Werden diese eingehalten, gibt es im Gegenzug ziemlich viele Freiheiten. Ziemlich ziemlich viele. Wird sich nicht an bestimmte Dinge gehalten, werden die Zügel straffer gehalten.

    Regeln einhalten -> Privileg gefühlte Freiheit

    Regeln nicht einhalten -> Abgabe bestimmter Privilegien