Hallo :tach: an diesem schönen, sonnigen Morgen,
Über das Thema 'Hundeschule' ist an dieser Stelle schon viel berichtet
worden.
Viel Negatives, aber auch viel Erfreuliches.
Auch wir halten eine HS für eine sinnvolle Einrichtung, hilft sie doch
aus eine unerzogenen kleinen Flegel einen wohl erzogenen erwachsenen
Hund heranzuziehen.
Was mich persönlich an der HS stört, ist sowohl der Habitus, als auch
die Terminologie einzelner Hundetrainer.
Beispiel:
Unser Jimmy ist inzwischen zu einem grossen und kräftigen Junghund
herangewachsen.
Der Einzige, der dies anscheinend noch nicht bemerkt hat, ist er selbst.
Er gibt immernoch den schüchternen kleinen Welpen, der niemals böse
ist, nicht knurrt und mit allen anderen Hunden spielen möchte.
Aus diesem Grund haben wir uns bei seiner Erziehung seinen Spieltrieb
zu Nutze gemacht und bringen ihm alles spielerisch und mit Belohnungen
bei. Und da macht er voll mit.
Brit ist da auch anspruchsvoller als ich :anonym: .
Während Jimmy und ich mit locker hängender Leine, nahezu auf Fußhöhe
gemütlich unsere Wege gehen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen,
trabt Jimmy neben Brit her, wie ein kleines Pony, macht 'Sitz',
'Platz' und den Handstand aus vollem Lauf und imitiert nebenbei die
Don-Kossaken wobei er seltsamerweise einen argentinischen Tango pfeifft.
Ich denke ihr wisst, was ich meine.
Das alles hat Jimmy mit viel Liebe und Zeitaufwand und ohne jegliche
'körperliche Massnahmen' oder psychischen Druck gelernt.
Das Einzige was wir uns wünschen, ist dass Jimmy draussen konzentrierter wäre.
Er ist der Typ Hund, der eben noch gehorsam, im nächsten Moment die
Welt um sich vergessend einem Schmetterling hinterher traben würde
und die Nase gen Himmel, schwanzwedelnd bei der Querung der nächsten Strasse überfahren werden täte.
Aus diesem Grund darf er bislang auch noch nicht ohne Leine laufen.
Ihn auch frei laufend an Gehorsam zu gewöhnen, wurde uns die Verwendung der Schleppleine empfohlen.
Mit dieser trainieren wir jetzt auch intensiv.
Ehrgeizig wie Brit nun mal ist, geht sie schon vor Beginn der Übungsstunden mit Jimmy auf den Hundplatz und übt das Schleppleinenlaufen.
Sie geht dann mit ihm den ganzen Platz runter und übt. Dann flitzen beide
wieder zurück, üben dabei bissle 'Fuss' und dann geht's zurück mit der
Schleppleinen-Übung.
Letzte Stunde kamen Brit und Jimmy gerade wieder zurück. Jimmy ging
'Fuss', hatte dabei aber ein Stück der langen Leine im Maul. Etwas, was
er sonst niemals macht.
Die beiden liefen direkt dem Trainer in die Hände.
T: Was tut ihr?
B: Üben mit der langen Leine. Macht ihm richtig Spass.
T: Schleppleinentraining darf dem Hund keinen Spass machen.
... sollst mal sehen, wenn ich das mache. Da hat der Hund alles. Nur
keine Freude dran.
Und was soll die Leine im Maul. Dass würde meiner nur einmal machen.
Dann bekäme er einen Leinenruck, dass der Eckzahn rausfiegen würde!
B: :confused:
Das ist das, was mich so ärgert.
Was soll dieses Kasernenhofgeschwafel?
Potenzersatz?
Was-bin-ich-ein-toller-Hecht-Gehabe?
Muss das immer so grob sein?
Wieso nicht mit Freude lernen?
Wenn Lernen mehr Spass machen würde, wäre
Deutschland bei Pisa vielleicht nicht so nahe an Atlantis.
Was meint ihr dazu?
Gerade die Fachleute auf diesem Gebiet.
Sehe ich das zu locker?
Oder geht es mit Freundlichkeit und mehr Zeitaufwand nicht auch?
liebe Grüsse ... Patrick :blume: