Hallo,
...viele Hunde mögen es überhaupt nicht am Schwanz angefasst zu werden.
Unser Jimmy liebt Vollkontakt-Kraulen, aber die Rute ist tabu.
Bei unserem Dino waren es die Pfoten.
Einem gut gelaunten Dino an die Pfoten fassen, bedeutete einen knurren-
den, tobenden und schnappenden Hund kennen zu lernen. :^^:
Das Verhalten Deines Hundes muss also nicht zwangsläufig auf schlechte
Erfahrungen hindeuten, wobei ich bei Deinen Schilderungen durchaus
darauf tippen würde, dass er diese gemacht hat.
Ich würde versuchen, diese Art der Berührung für ihn alltäglich werden zu
lassen und ihn so weit zu sensibilisieren, dass er seine Furcht davor ver-
liert.
Wir, die solche Hunde haben, haben die Verpflichtung das gut zu machen,
was andere -ignorante Idioten- an ihnen verbrochen haben.
Neulich bin ich selbst erschrocken.
Unserem Jimmy ist hier bei uns in noch nie ein Leid getan worden.
Ich sass am PC und wurde plötzlich von einem Geschwader angriffs-
lustiger Schmeissfliegen umrundet.
Darauf habe ich mit der Mückenklatsche gefuchtelt, luftkampftechnischer
Art. :barb:
Jimmy kam angeflitzt, gucken was da los ist.
Ich habe ihm die Fliegenklatsche unter den Rüssel gehalten. Er schnaupte
interessiert dran.
Dann habe ich ihm mit dem Ding über den Hintern geschrubbelt.
Der Hund ist zusammengefallen wie ein Klappstuhl und hat mich mit
grossen, ängstlichen Augen angestarrt!
Mir wurde ganz anders. Ich konnte das nicht fassen.
Also hat er in den ersten vier Monaten seines Lebens die Erfahrung bereits
gemacht, dass man mit einem Gegenstand den ein Mensch in der Hand
hält, nichts gutes zu verbinden hat, wenn dieser Gegenstand sich seinem
Rücken nähert.
Danke liebe Kreter, dass unser Hund bereits als Welpe solch wichtige Dinge
bei Euch erfahren und lernen durfte. :motz:
Ich hätte platzen können, vor Wut über solche Menschen und über mein
doofes Verhalten unserem Jimmy gegenüber, wusste ich doch woher er
kommt.
Dass die Angst allerdings noch so tief sitzt, hätte ich niemals vermutet.
Man lernt nie aus.
liebe Grüsse ... Patrick