Hallo Michi,
...unser Mischling Dino hatte die gleiche Erkrankung, wie Eure Paula.
Dino war ein Pudel/Schnauzer-Mix und hat diese Erbkrankheit höchst-
wahrscheinlich von der Pudelseite geerbt.
Wir bemerkten es, als er begann in unbekannter Umgebung gegen
Gegenstände zu laufen.
Damals war er knapp vier Jahre alt.
Im Alter von fünf Jahren, war er dann blind.
Das war für uns natürlich auch ein Schock und wir konnten es uns nicht
vorstellen, dass der Hund -und wir- damit klarkommen.
Aber der olle Dino kam ganz gut zurecht.
Da der Prozess schleichend ist, hat man Zeit sich auf die Erblindung vor-
zubereiten und mit dem Hund Befehle zu trainieren, auf die er später
angewiesen sein wird.
Ganz wichtig ist das 'Halt!' zu trainieren.
Wenn der Hund im vollen Galopp auf einen Baum zuflitzt, sollte der Befehl
nicht ignoriert werden. 
Man lernt einfach, für den Hund das Auge zu sein, vorauszuschauen und
ihn zu lenken.
Und man lernt Ordnung.
In der Wohnung wird nichts im Wege stehen. Ein voller Putzeimer zum
Beispiel. Liegt der erstmal um, ärgert das nicht nur den Hund, der da-
gegengelaufen ist, sondern auch den HH, der aufputzen darf.
Mit ausreichendem Trainig, wird dem Hund sogar ein kontrollierter Freilauf
möglich sein.
Für sehr sinnvoll halte ich auch Vibrationshalsbänder. Hätte ich die seiner-
zeit schon gekannt, hätte ich sicherlich Dino damit ausgestattet.
Er ist sogar noch klar gekommen, als er die letzten zwei Jahre seines
Lebens taub geworden ist.
Du siehst, ein reibungsloser Ablauf ist weitestgehend möglich.
Hier im Forum ist übrigens auch eine HH, die einen jungen blinden Hund
-Apollo- hat. Sicherlich kann sie Dir gute Tips geben. Der Nick ist Allegro.
Du wirst sehen, die meisten Probleme mit der Erkrankung hat der Mensch.
Der Hund arrangiert sich sehr gut damit.
Kopf hoch! Das wird!
liebe Grüsse ... Patrick