Finde es auch toll, wie positiv du trotz der Baustellen schreibst, das liest sich wirklich schön!
Ich kenne Lucy ja nun nicht, aber wenn sie wirklich Angstaggressiv ist, helfen vielleicht auch gemeinsame Spaziergänge mit anderen Hunden oder so schwer es fällt einfach mal stehen bleiben und quatschen.
Sunny war ja nun nicht Angstaggressiv, aber wir haben tatsächlich bewusst Situationen aufgesucht. Ganz gezielt, mit ruhigen Hunden, die kein Interesse an anderen Hunden haben, damit Sunny lernt andere Hunde auch einfach mal zu tollerieren.
Das hat ihr enorm geholfen, ich habe die entsprechenden Hunde aber auch gut ausgesucht.
Sie hat stets am Anfang die anderen Hunden angebrüllt, aber wenn man dann ein Stück zusammen gelaufen ist hat sich das beruhigt und es wurde mit der Zeit immer besser. Man konnte auch gemeinsam stundenlang durch die Gegend laufen im Freilauf (Mauli hatte sie auch immer auf) alles entspannt nur ein paar mal musste sie erinnert werden, den anderen Hund nicht zu schrotten.
Bewegung baut Stress ab.
Ich könnte mir also vorstellen, wenn man sich wirklich mit HHs und ruhigen Hunden verabredet und einfach einen ruhigen Leinenspaziergang macht ohne Hundekontakt, könnte ihr das auch helfen. Es passiert nix, der andere Hund beachtet sie nicht, alles gut.
Das hilft natürlich nicht bei reinbretternden Hunden, aber man hat einige positive Erfahrungen und nicht immer nur die negativen.
Ich weiß es ist super schwer, in der Phase andere Menschen anzubrüllen war ich mit Sunny am Anfang auch, aus Angst um die anderen Hunde, ich wollte keinen kleinen Tut-Nix auf dem Gewissen haben.
Aber Hunde sind sehr sensibel für Stimmungen und man kann diese Menschen auch ins Training integrieren. Es gibt viele Idioten ganz klar, aber gerade bei denen die man regelmäßig trifft hilft es den Leuten den Sachverhalt nett zu erklären, das man eben trainiert und ob sie, wenn sie einen sehen ihren Hund dann bitte rannehmen. Oder wenn der andere einen sehr ruhigen Hund auch mal zu fragen, ob man ein Stück zusammen laufen könnte, auch wenn sie am Anfang vielleicht Terz macht,... Feste Hundebekanntschaften an denen sie mit der Zeit selbstvertrauen gewinnen kann.
Wenn sie sich da natürlich extrem reinsteigert und das auch nach 1-2min. zusammen laufen nicht besser wird, macht es natürlich keinen Sinn. Weiß ja nicht ob ihr das mal probiert habt.
Bei uns ist es ja genau umgekehrt, wir hatten mit dem Ersthund den kleinen Atompilz und nun mit Kami als TS Hund einen recht entspannten Hund, klar sie hat ein paar Macken, aber nix mit "Oh jee Faktor".
Ich finde ja gerade mit Hunden mit denen man soviel arbeitet wie ihr, gemeinsam den Alltag meistert,... baut man eine extrem enge Bindung auf. Man wächst buchstäblich durch all diese Herausforderungen extrem eng zusammen. Ich wünsch euch weiterhin viel Erfolg beim Training und bin gespannt, wie die Maus sich im Laufe der Zeit entwickeln wird.