Beiträge von SanSu

    Jemand hat doch geschrieben, das es auf den Willen des Halters ankommt und natürlich den Hund.

    Ich kenne auf dem Land mindestens genauso viele Hundehalter, bei denen der Hund quasi nie das Grundstück verlässt, wie in der Stadt Leute, die es nur schaffen mit dem Hund 5min. um den Block zu laufen.

    Ich finde Landleben auch toll und glaube das es MIR besser gefallen würde, weil es für mich bequemer wäre. Kami würde es sicher auch gefallen, frei laufen dürfte sie dort auch nicht und sie müsste halt auf die Senioren hier verzichten, die ihr täglich nen Leckerlie in den Rachen schieben.

    Nun waren wir heute morgen unterwegs, der Kiez ist wie ein Dorf, an manchen Tagen hängt man einfach fest, wenn man zuviele Leute trifft und hier noch plauscht und da.
    In 3,5Std. haben wir folgendes an Tieren gesehen, das heute morgen war nur Park, auf dem Acker,... gibt es natürlich noch Großwild zu bestaunen):
    - 2 Füchse
    - 4 Wildkaninchen
    - 2 Turmfalken
    - 5 Graureiher
    - 1 Eisvogel
    - 15 + Eichhörnchen
    - diverse Bussarde

    Von Enten und Mäusen ganz zu schweigen, der Hund hat sein Frühstück quasi wieder von den Senioren bekommen und sich dort durchpuscheln lassen. Auf so ziemlich jeder Abendrunde treffen wir Fuchs, Igel und Marder zu meinem Leidwesen und Kamis Freud.

    Find ich das blöde, das ich mich 12min. in den Bus setzen muss, bis ich auf dem Acker stehe oder im Wald bin? Klar! Kami stört das glaube ich nicht, die findet dort noch jemanden, der sie durchknuddelt. Dafür fahre ich aber auch nur 15min. zu einer reinen Augenklinik für Hunde.

    Ich würde auch lieber auf dem Land leben, geht aber nicht, aber Kami zumindestens läuft hier in der Stadt durch die Parks, Wälder und an Kanälen genauso fröhlich und beschwingt wie mitten durch den Wald oder am Acker lang, sie läuft eh überall mit Schlepp. Die S-Bahn ist das verlängerte Wohnzimmer, da wird gedöst.

    Die Eltern meines Freundes wohnen Potsdam Stadtrand, viele Freunde von uns auch, da läuft man 5min in den Wald. Da gibt es neben Altbauten, Einfamilienhäuser, aber auch Plattenbauten (die laufen 10min. in den Wald - richtiger Wald). Die üblichen Verdächtigen findet man nur vorne, die laufen die ihre kleine Runde, auch die aus den Einfamilienhäusern. Da triffst du im Wald niemanden mehr. Es kommt also immer auf die Leute an.
    Ich genieße es dort sehr, wir sind dort lange unterwegs, ich freu mich aber auch, das ich mein Wochenende nicht der Gartenpflege und dem Hausputz widmen muss. Unser Haus müsste defintiv klein sein und mit wenig Garten, dann gerne auch auf dem Land, aber ich mag in meiner Freizeit keine Sachen machen die mir keinen Spaß machen, da bin ich wenig Kompromissbereit und gehöre zu den Leuten die lieber ein 5qm als ein 15qm Badezimmer haben, alles weniger Fläche zum putzen.

    Alles hat seine Vor- und Nachteile, jeder Mensch ist anders. Und selbst die, die hier nicht in die Botanik fahren, weil es vielleicht nicht so ihres ist, selbst die Hunde sehen glücklich und zufrieden aus (da meine ich jetzt nicht die, die nicht weiter als um ihren Block kommen).

    Trotzdem könnte ich mir ein Leben auf dem Land vorstellen und sicher ist es auch für Hunde toll, aber ich mag es hier in der Stadt trotzdem. Hunde sind sehr anpassungsfähig, das macht ihre Natur aus, deshalb sind sie als menschliche Begleiter so weit über die Welt verbreitet.

    Wo wohnst du denn?

    Davon ab finde ich ein absolutes Unding, ein Tier einfach abzuschieben und der Person die es aufnehmen will nicht einmal die vertraute Behausung mitzugeben. Da würde ich nochmal nachharken und wenn nur "leihweise" übereignet, bis man selber etwas passendes gefunden hat.

    Seit mein Hund roh ernährt wird beschäftige ich mich immer wieder mit dem Thema: Wie haben HUnde früher gelebt? Was haben sie zu Fressen bekommen ? Was brauchen Sie wirklich ? Was ist davon ist "richtig".?

    Die Frage ist, wann ist "früher"?

    Bereits 14.000 v. Chr. konnte nachgewiesen werden, das die Kost von
    Mensch und Hund sich ähnelte, noch lange vor der Sesshaftwerdung, da
    spielte Fleisch in der Tat noch eine Rolle.

    Hunde haben in der Vorgeschichte unabhängig in den Dörfern gelebt und diverse Fraßspuren zeugen davon, dass sie sich von den Essensresten der Menschen ernährt haben (800 v. Chr).

    Sie wiesen Verletzungen auf, es ging ihnen also nicht immer gut. Zusätzlich diensten sie als Nahrung (bis ca. 1930, Verbot gab es erst ab den 80er Jahren) und wurden in vorgeschichtlicher Zeit auch geopfert.

    Natürlich wurden sie auch zum Wachen, Jagen, Hüten,... genutzt, ernährt wurden sie wie gesagt mit Essensresten und in späterer Zeit hauptsächlich mit Getreidebreien (ab 27 v. Chr.)

    Fleisch war grundsätzlich viel zu wertvoll um es an die Hunde zu füttern, deshalb ergab sich im Laufe der Zeit auch die Anpassung an die Verwertung von kohlehydrathaltigen Nahrungsquellen (enzymatische Aufspaltung).

    Bezieht sich auf den deutschen Raum. In anderen Ländern sieht das wieder ganz anders aus. Gefüttert wurde, was für den Menschen am wenigsten Wert hatte.

    Dies setzt sich in späterer Zeit ähnlich fort, gerade bezüglich der Ernährung. Wer die Hunde noch von Uroma auf dem Bauerhof kennt, weiß das sich da nicht viel verändert hat, es gab Essenreste.

    Das die Hunde tatsächlich Fleisch in ihrer täglichen Ernährung vorfinden ist ein eher modernes Phänomen in unseren Breiten.

    Ich finde das schwierig zu beurteilen, weil artgerecht je nach Individuum sehr unterschiedlich ausfallen kann. Zudem ist ein Hund kein Wolf, sein "natürlicher Lebensraum" befindet sich in menschlicher Gesellschaft die auch schon früher sehr unterschiedlich ausgefallen ist.

    Ich habe tatsächlich ein schlechtes Gewissen, dass wir keinen Garten haben, einfach weil ich es schön fände und sowohl die letzte Hündin als auch jetzt Kami lieben den Garten. Und Kami würde wohl auch draußen schlafen. Beide haben/hatten gute Wachqualitäten. Ich tröste mich bei Hund und Hamster damit, das es Tiere aus dem Tierschutz sind, die nicht "extra" für mich produziert, in für mich PERSÖNLICH nicht ganz perfekten Verhältnissen leben müssen.

    Habe keine Ahnung von Fotografie, also eine rein intuitive Laienmeinung.

    @Theobroma Als ich das Bild gesehen habe hat mich persönlich einfach nur das "Dach" über dem Pferdepo irritiert. Irgendwie ging der Blick dahin, weil ich nicht wusste was das ist. Vielleicht kann man das auch noch wegstempeln?

    Ist aber wie gesagt einfach nur vom Gefühl ohne fotografisches Fachverständnis.

    Taro verbellt Radfahrer, Jogger, Züge, Motorräder, Lkws, also Dinge, die laut und/oder schnell sind.

    Wie verhält er sich denn wenn du mit ihm joggst oder ein Freund mit dem Fahrrad neben euch her fährt/ oder erstmal schiebst? Habt ihr das schonmal probiert?

    Ansonsten würde ich auch das Z&B nochmal aufgreifen. Ist wirklich eine tolle Sache.

    Und so Sachen brauchen einfach wirklich eine ganze Zeit, mit unserem damaligen Aggressionspilzchen waren es fast 2 Jahre Training und gerade das letzte halbe Jahr hat sie riesige Sprünge gemacht und ich war schon so euphorisch zu sagen noch ein halbes Jahr und der Drops ist gelutscht. Wäre auch nur Management gewesen, aber das reichte uns ja, leider mussten wir sie ja dann gehen lassen.

    Aber gerade bei Sachen die sich so tief gefestigt haben kann das wirklich laange dauern und es ist ein stetiges vor und zurück. Auch Hunde haben unterschiedliche Tagesformen, Charaktere, da darf man sich aber nicht entmutigen lassen und immer fleißig dran bleiben.

    ***

    Bei uns sind es nun bald 11 Wochen, es ist immer komisch wenn ich daran denke, weil es mir so vor kommt, als wäre sie schon Ewig hier, dabei sind es erst 11 Wochen, das ist total unwirklich für mich. :herzen1:

    Ich denke diese Angstgeschichten sind auch wirklich einfach Charaktersache. Es gibt einfach Hunde die leben unter den schlimmsten Bedingungen, lernen nix kennen und trotzdem kann man die Ängste mit ein paar positiven Erfahrungen "auf der Festplatte überspielen". Bei anderen läuft es nur über Anpassung und Management und es dauert teils laaange bis sie selbst dazu in der Lage sind und es wird immer mal wieder schlechte Phasen geben.

    Kami ist ja so im Alltag völlig unproblematisch, die kann man überall hin mitnehmen.
    Klar sie hat auch mal Unsicherheiten, aber da reichen 1-2 positive Erlebnisse und es läuft.

    Da gab es die gruselige Tüte, die am Wegrand stand, dann geht man halt hin, schaut die an - Drops gelutscht. S-Bahn fahren 3x gemacht, totale Entspannung. Gitter gruselig, mit einem Keks drauf gelockt, gefüttert, Sitz machen lassen,... Thema erledigt. Geschirr anziehen wurde mit Käse schön gefüttert.

    Sie ist nun kein Angsthund, das liegt offenbar in ihrer Natur Dinge schnell für sich positiv zu bewerten, auch wenn man 1-3x merkt es kostet sie wahnsinnig viel Überwindung.

    Und bei ihr ist es defintiv so, dass sie sich auch in Sachen reinsteigern kann, man muss es dann einfach machen.

    Beispiel Treppe mit Lücken wo man durchschauen kann. Was habe ich da auf der Treppe gesessen, gewartet, Leckerlies, Licht aus im Dunkeln damit sie nicht durch die Lücken gucken kann,... das Tier wurde einfach immer panischer, es ging wirklich nix mehr. Je mehr ich ein "Thema" drauß gemacht habe, desto schlimmer wurde es, sie lag platt auf dem Boden und wollte nur noch weg.
    Habe sie dann dort bei den Bekannten ins Gästezimmer getragen. Irgendwann habe ich sie einfach "hochgezergelt" oben gab es Kekse.
    Das ist nicht schön, das empfehle ich auch nicht, das ist rein intuitiv gewesen und das Tier lief danach die Treppen völlig selbstverständlich von allein hoch und runter, die ersten 1-2x noch vorsichtig, beim 3x völlig normal.

    Bei ihr geht das, aber dieses ich muss es nur 1-3x machen und dann ist alles supi zieht sich einfach so durch ihren Charakter.

    Maulkorbtraining ist auch absolviert, wurde auch schön gefüttert, bei der letzten Busfahrt lag sie mit dem Ding schon entspannt in der Gegend rum.

    Einzige Baustelle ist das Jagen, das hat sich entwickelt, quasi mit ihrem Selbstbewusstsein. Aber sie steht vor, geht also nicht direkt hinterher, da bauen wir nun drauf auf, das wird aber eine ganze Zeit dauern, bis sie da im Wald zuverlässig ansprechbar ist. Auf Rückruf setz ich da gar nicht, mir reicht es, wenn sie sicher vorsteht und ich sie dann abholen kann. Ist sie nur "halbherzig" im Modus reicht ein "weiter", ist sie voll drin, nimmt sie auch kein Futter nix.

    Sie ist also so ziemlich easy going.

    Aber durch das Pilzchen weiß ich, wie lange Training dauern kann. Wir haben träglich trainiert und trotzdem hat es so lange gedauert, bis man ihr mitteilen konnte, dass sie andere Hunde nicht zu zerlegen hat, auch wenn sie das bis zum Ende gern getan hätte, es war eben Management.

    Mir hat diese gemeinsame Beschäftigung Spaß gemacht und wenn es mal schlechte Phasen gab, habe ich tatsächlich immer an die ersten Tage bei uns gedacht und dagegen war dann selbst ein kleinerer Ausraster ein wahnsinniger Fortschritt. Man muss es immer mit Humor nehmen und immer an die Anfänge denken.

    Das mit dem Humor behalte ich mir bei Kamis Jagdtrieb und den Unsicherheiten auch bei und freue mich, wie sie immer selbstbewusster wird.

    Wir haben auch einiges über Nasenarbeit gemacht, dazu Sachen für ihr Körpergefühl auf Baumstämme springen, Balancieren,... Am Anfang hat sie sich nicht auf den Balance- und Kletterbaum getraut. Eine Pfote drauf super, die ersten 50cm auf dem Stamm wackelig ich musste sie am Geschirr halten damit sie nicht abstürzt. Inzwischen springt sie das Teil 1m aus dem Stand hoch und steht da als hätte sie nie was anderes gemacht, wedelt einen an und sagt "guck mal habe ich das nicht toll gemacht?", auch wenn das nicht Sinn der Balance Übung war :D , aber es freut mich das sie sich solche Sachen jetzt schon zu traut.

    Was heißt denn sie war nie eine großer Freund von Fremdhunden und eher unsicher, also wie sieht das bei euch konkret aus?

    Geht sie von sich aus überhaupt auf andere Hunde zu, ob an der Leine oder ohne?

    Wir kommen ja auch aus Berlin, weiß nicht in welchen Freilaufgebieten du unterwegs bist, aber selbst im Grunewald kann man ja strecken laufen wo man seeeehr wenige Hunde trifft. Wenn sie da also eh keinen Wert drauf legt und es dir nur um den Freilauf geht, vielleicht eher in die Ecken die nicht so stark frequentiert sind.

    Bei uns gibt es Leinenkontakt und das auch schon beim Pilzchen. Beim Pilz war jeder positive Kontakt ein Gewinn, auch wenn nur an der Leine. Kami darf größtenteils selbst entscheiden, wenn das Gegenüber an der Leine auch Kontakt haben darf. Leinenkontakt ist hier ja recht üblich in der Stadt.

    Du wirst mit der Zeit sicher ein Gefühl dafür bekommen, ich würde sie aber generell bei schon angespannter Körpersprache nicht zum anderen Hund lassen oder den an sie ranlassen.

    Bei uns sieht das aktuell so aus:

    Gegenüber freilaufend, entspannt, höflich,...:
    Ich gebe Kami Leine, sie kann entscheiden ob sie einen Bogen laufen mag oder "Hallo" sagen will. Will sie "Hallo" sagen halte ich die Leine locker über den Hunden, gehe aber weiter, weil ich weiß sie will meist auch nur kurz schnüffeln und dann ebenfalls weiter gehen. Diese Kategorie Hunde würde uns dann auch nicht hinterherlaufen, ich achte aber drauf das die das auch wirklich nicht machen.

    Gegenüber freilaufend, fröhlich aufdringlich oder angespannt:
    Wird von uns geblockt, Kami wird mit "weiter" vorwärtsgeschickt. Da hat sie keinen Bock drauf, würde der kommen würde sie versuchen zu "flüchten" und würde der "kleben bleiben" und sie könnte nicht weg, gäbe es auch einen Ansage von ihr, in solche Bedrängnis will ich sie aber gar nicht erst bringen

    Gegenüber angeleint, HH lässt Leinenkontakt zu, entspannt,...:
    Kami darf wieder entscheiden, will sie "Hallo" sagen OK, alles bei lockerer Leine, damit keine Spannungen aufgebaut werden. Will sie offensichtlich nicht, läuft sie einen Bogen und wir gehen einfach weiter und ich schaue, das der andere dann auch nicht von hinten an sie rankommt (Stichwort Stoppknopf Flexi)

    Gegenüber angeleint, HH lässt Leinenkontakt zu, fröhlich aufdringlich oder angespannt:
    - Kami läuft entweder einen Bogen oder ich schick sie mit "weiter" vorbei und kommuniziere auch, dass der andere Hund bitte nicht rangelassen werden soll. Funktioniert der Stoppknopf nicht, gebe ich ihr Leine, damit sie sich Raum verschaffen kann.

    Ebenso wird sie nicht an ängstliche,... Hunde rangelassen. Auch wenn die Situation nicht passt gibt es ein "weiter" oder der andere HH offensichtlich keinen Leinenkontakt wünscht. Leinenkontakt gibt es idealerweise nur im Park oder im Freilaufgebiet, an der Straße, Bahnhof,... nicht.

    Unterhalten wir uns mit anderen HHs bekommt sie auch mehr Leine, nimmt diese auch gern an und setzt sich oder legt sich mit etwas Entfernung hin. Stellt sich auch teils hinter mich, dann lasse ich den anderen Hund während des Gespräches auch nicht an sie ran.

    Angespannt würde ich sie generell zu keinem Hund lassen.

    Klar Leinenkontakte sind im Forum nicht sehr beliebt, aber es gibt sie da draußen. Du wirst mit der Zeit mitbekommen, auf was deine Hündin Wert legt, was die Ursache ist, wo du Kontakte zulassen kannst, wo geblockt werden sollte und man einfach weiterschickt.

    Ich sag mal an 70% der Hunde will unsere Hündin einfach vorbei und das unterstütze ich, gebe ihr auch Leine für einen Bogen,... Ich unterstütze sie also in ihrer Körpersprache. Würde sie sich aber steif machen, würde es keinen Kontakt geben, punkt. Sie will nie spielen, es geht wirklich nur um das "Hallo" sagen.

    Bei einem Hund der generell keinen Kontakt will, lasse ich auch keinen ran. Bei einem Freuhund ebenso, damit die Erwartungshaltung an der Leine nicht zunimmt, es bei nicht gewährten Kontakten nicht zu Frust und letzendlich zur Leinenaggression kommt. Und vorallem bringt das bei denen ja auch nix, weil die an der Leine dann eh nicht spielen können, gibt ja so Hunde, das dreht die bloß auf.

    Da gibt es je nach Mensch, Wohnort, Charakter des Hundes sicher viele unterschiedliche Wege. Wie gesagt angespannt würde ich keinen Kontakt zulassen, ist auch für den anderen Hund doof. Ich sehe das mit den Leinenkontakten nun nicht sooo eng, das kommt aber eben sehr auf den eigenen Hund an.

    Sunny hatten wir auch mit zu langen Krallen bekommen. Keine Ahnung was die da gemacht haben, hier wurde gefeilt. Bei der Schere hatte sie echt Angst, genauso wie beim Einsatz einer Lochzange bei Leder, Filz,..., hatte wohl irgendwie eher was mit dem Gräusch, als mit der Manipulation an sich zu tun.

    Krallenfeilen ging problemlos, entspannt auf dem Rücken liegend und dabei dösen. Auch dort wurde durch Regelmäßigkeit das Leben zurück gedrängt.

    Kami jetzt hat absolut kein Problem mit dem Krallenschneiden, also nehmen wir auch die Scheibchenmethode weil es einfach schneller geht und danach wird die Kralle noch etwas zurecht gefeilt, da sind wir auch gerade dabei das Leben zurück zu drängen und machen jede Woche ein bisschen was.

    Letzendlich ist es also wurscht, und kommt auf den Hund an und womit man als HH besser klar kommt, sich sicherer fühlt. Ich persönlich find schneiden besser, weil es schneller geht, wenn Hund damit kein Problem hat.

    Das ist ja dann auch erstmal nur der Anfang und ob dann noch Geschichten wie "Monoprotein Insekten", Zusatzstofffrei,... dazukommen wird die Zeit zeigen.

    Ich würde mir das auch erstmal anschauen und hätte ich einen Hund mit Allergie entsprechend überlegen, je nach Produktionsprozessen (Inland, Ausland, Kontrollen,...).

    Hier sind Insekten sehr beliebt, Sunny hat gern Mehlwürmer, Heuschrecken,... gefuttert. Kami fängt Fliegen und ist auch Nutznießerin der Mehlwürmer und Heuschrecken für den Hamster. Allerdings lege ich auch hier Daheim Wert auf ein artgerechtes Leben von Futterinsekten. Die Mehlwürmer haben ein großes Becken, mit Erde, Steinen, Klettermöglichkeiten, verstecken und Futter in Bioqualität, das dürfte nun beim industriellen Dosenfutter nicht gegeben sein, aber da hat ja jeder unterschiedliche Ansprüche und je nach Nachfrage wird das Ganze sicher auch in unterschiedlicher Form noch ausgebaut, wenn es wirtschaftlich genug ist.

    Ich will den Thread nicht zerstören, ich finde Diskussionen toll und mir bringen sie am meisten um mich weiterzubilden. Kritischen Input von anderen zu bekommen, um selbst etwas dazu zu lernen oder auch nicht.

    Mir bringt eine kritische Auseinandersetzung einfach mehr, auch wenn es mir hier eher um die Begrifflichkeiten geht. Das heißt auch nicht das ich Audrey nicht "ab kann" oder den Thread blöd finde, für mich gehören Diskussionen einfach dazu.

    Gewürze machen kein Ayurveda aus.

    Das heißt nicht das ich hier kein Gewürz-Maisbrot füttern würde, ich habe es nur nicht mit Labeln, die dann noch nicht einmal passend sind.

    Zur Hildegard sag ich lieber nix :hust: (am Rande sei erwähnt ich habe ein Jahr in einem Hildegard Kräutergarten gearbeitet, mit entsprechenden Kochkursen und Produktverkauf,... ist allerdings schon 10 Jahre her)

    Denn, ich interessiere mich grundsätzlich für Neues, bin für alles offen, übernehme was mir gefällt, hinterfrage kritisch. Chia ist super, würde ich aber hier im Leben nie verfüttern, weil es keine Suppen gibt. Ich selber würde es auch nie essen, weil es nicht zu meinen Flüssigkeitsgewohnheiten passt. Ich würde nie Wachteleier verfüttern, wieso sollte ich ein Tier 6 Eier rauspressen lassen, wenn es auch mit einem ginge und die Nährwerte mich nicht davon überzeugen, dass sich das lohnt. Das ist aber mein persönliches Ding und dafür find ich andere Anregungen super: Zugabe von Kümmel bei schwer verdaulichem, verfüttern von Pumpernickel, Nüssen,... Man zieht sich halt raus, was für einen Sinn macht und was für den Hund passt.

    Uns so soll es auch sein, aber diese Label vermitteln Sachen, die einfach nicht dem entsprechen wofür die Begrifflichkeiten stehen.

    Ich bin jetzt aber wieder lieb und höre auf, finde es aber schade, das einem bei jedem bisschen Kritik / Klarstellung / negative Meinungsäußerung,... hier eine Threadzerbombung vorgeworfen wird, für mich gehören Diskussionen und kritisches hinterfragen zum Leben dazu ohne das ich jemanden PERSÖNLICH angreifen will, die Meinungen von Audrey und mir driften nur bekanntlich ab und an auseinander. :D

    So, aus die Maus, morgen gibt es:

    Beinscheibe Rind
    Reis
    Zucchini / Möhre / Aubergine / Kohlrabi
    Kräuter Provence / Salz / Eierschalenmehl / Bierhefe / Leinöl

    Aber diese Gewürze haben doch mit dem Prinzip von Ayurveda nix zu tun. Für mich ist das gewürztes Brot, fertig.

    Nur weil ich bei meinen indischen Currys alle 6 ayurvedischen Geschmacksrichtung intergriere, ist das kein ayurvedisches Essen, weil ich soviel davon fresse, das ich fast platze und das um 23.00Uhr abends, damit ich danach ins Bett rollen kann.

    Ich habe nix dagegen das Leute so Leben aus ihrem freien Willen heraus und wenn es ihnen gut tut umso besser. Ich habe eine indische Bekannte, mit Verwandtschaft in Indien und tatsächlich leben ein paar der Verwandten nach diesen Prinzip, die würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wenn ich denen erzähle ich bereite mir ayurvedisches Essen zu, weil ich ein paar Gewürze ins Essen haue, aber in Deutschland braucht man anscheinend für alles einen Namen, damit die Vermarktung stimmt.

    Ich finds toll das sich über Gewürze, Verdauungshelferlein,... ausgetauscht wird, was tut gut, was tut nicht gut,... aber die Begrifflichkeiten...