Zum alleine bleiben, es wurde ja erörtert das sich das auch managen ließe, es besteht die Möglichkeit zu Homeoffice, Tier kann eventuell mit ins Büro, es gibt einige Betreuungsoptionen daheim,...
Von Jahren würden ich da nicht reden, sonst gibt es auch noch professionelle Betreuer, das sollte bei zwei berufstätigen Personen möglich sein.
Ein Schäferhund ist ja nun einmal auch ein sehr wachsamer Hund, der sicherlich ständig anschlägt wenn er etwas hört, besonders wenn niemand da ist, der das unterbinden könnte.
Wachsam heißt nicht blöd. Die meisten Hunde lernen ihre alltäglichen Umgebungsgeräusche sehr gut kennen und schlagen nicht an, wenn der Nachbar nach Hause kommt oder Kinder durch das Haus poltern.
Das hatte selbst unsere sehr meldefreudige alte Hündin sehr schnell raus, was an Geräuschen dazu gehört und hat nur bei wirklich auffälligen Sachen gemeldet. Klingel lässt sich eventuell ausstellen.
Bezüglich der Rassewahl denke ich auch, das es immer auf den Menschen ankommt, wie der gestrickt ist. Da kann auch ein DSH, Herder,... der perfekte Ersthund sein. Nicht jeder ist ein "Hundewiesentyp" und wie schon erwähnt bringt ein DSH oft ein gewisses Abschreckungspotenzial mit sich, so das man sicher weniger Probleme mit unerwünschten plötzlichen Hundekontakten hat, als mit eine kleineren weißen Mischling.
Wir haben tatsächlich nen Hund gesucht, der zwar nett zu anderen Hunden ist, aber kein Interesse an ihnen hat. Haben wir auch bekommen, ist auch Gott sei Dank bis jetzt so geblieben. Ich persönlich empfinde das als sehr angenehm und mag nicht so gerne "Spiel/Freuhunde". Mit einem DSH hätte man es da wahrscheinlich noch leichter, was das Verhalten der anderen HHs angeht. Was nicht heißt, das nicht auch feste Hundefreundschaften gepflegt werden können.
4 Wochen sind toll um sich kennenzulernen, aber es sollte auf jedenfall geplant werden, wie man das dann regelt. Denn allein bleiben und Stubenreinheit werden da noch nicht gehen. Da sollten also die Optionen Homeoffice, mitnehmen zur Arbeit,... vorher konkret abgeklärt sein.
Ich mag Schäferhunde auch und würden wir anders wohnen, wäre das auch etwas für uns.
Die DSH die ich kenne, machen übrigens alle keinen Hundesport (teils aus VDH Zucht, teils von ambitionierten Hobbyzüchtern, teils vom Dorf). Das sind alles ziemlich entspannte Gesellen.
Die haben alle kein Problem mit Besuchern, da schlendert man einfach auf das Grundstück und ich behaupte die Leute haben da nie aktiv an irgend etwas gearbeitet. Klar kommen die nicht schwänzchenwedelnd an, sondern beobachten einen die ersten Minuten genau, dann gehört man dazu und der Drops ist gelutscht. Für die ist ein DSH einfach nur ein Hund wie jeder andere.
Linien schauen ist da sicher angebracht, wenn es kein älteres Tier wird, einfach weil sie in sich doch recht heterogen sind. Aber da kann man einige erfahrene Halter sicher auch mal anschreiben und ausfragen. Bzw. bei Züchtern zu Nachzuchttreffen,... gehen und sich die Tiere einfach mal anschauen.