Beiträge von Dimmalimm

    Nein, halten könnte sie ihn nicht. Sie ist zwar recht fit, aber wenn er wirklich in die Leine springen würde, wäre sie am Boden.

    Und das mit einem Hund, der so massiv nach vorne geht? Das nenne ich mutig...

    (Und ja, ich habe gelesen, dass er das nur auf der Arbeit tut - aber das heißt nicht, dass er das bei entsprechender Überforderung oder Reizüberflutung nicht auch draußen auspacken kann.)

    Keine Ahnung von was für Hundeschlaufen ihr da nun sprecht, bei dieser kann er trinken, hecheln, futtern und sogar dünne Stöckchen tragen, aber er kriegt die Schnute nicht weit genug auf um die Hauer zu benutzen. Wir wollten bewusst keinen Maulkorb (meine Frau wg. der Optik & ich damit er eben die Schnute schon noch auf kriegt).

    Wenn der Hund mit der Maulschlaufe wirklich hecheln kann, dann kann er damit auch beißen. Mit einem vernünftig sitzenden Maulkorb kann ein Hund völlig problemlos hecheln und trinken, aber eben nicht beißen. Es geht darum, eure Umwelt effektiv vor eurem Hund zu schützen, ohne dass eure Hund darunter leiden muss - da sollte euch die Optik herzlich egal sein.

    Da meine Frau nicht die Zeit hat sich seiner anzunehmen, werde wir ihn wohl schweren Herzens wieder abgeben. Ich kmöchte jedenfalls nicht dass der Hund mich noch zusätzlich von meiner Umgebung isoliert.

    Wie schade, dass ihr euch noch nichtmal annähernd die Mühe macht, mit eurem Hund zu arbeiten. Mit einem fachkundigen Trainer ist so ein Verhalten i.d.R. sehr gut in den Griff zu bekommen. Bitte seid wenigstens so fair und lasst euch von Profis bei der Vermittlung unterstützen, damit der Hund nicht zum Wanderpokal wird. Ich hoffe, wenigstens das ist er euch wert.

    Hat der Hund evtl. Probleme beim Aussteigen (d.h. Probleme mit dem Bewegungsapparat, Schmerzen), die er beim Aussteigen woanders nicht zeigt, weil da einfach die Aufregung überwiegt?

    Ansonsten ist es ja schön, dass er gerne im Auto ist, aber ich würde das meinem Hund trotzdem nicht durchgehen lassen - wenn ich sage, dass wir jetzt aussteigen, dann steigen wir aus. Grundsätzlich spricht für mich zwar nichts dagegen, dass ein Hund mal eine Runde im Auto schläft (meine ist auch total gerne im Auto), aber er sollte halt schon aussteigen, wenn ich das möchte ;)

    Bleib doch einfach beim Terrier!

    Puuuuh... :lol: Ich hab ja, ehrlich gesagt, schon eine Schwäche für so kleine Charakterköpfe, finde meinen eigenen Hund aber auch wirklich grenzwertig anstrengend und möchte das eigentlich in dem Ausmaß nicht mehr. Nun hat sie allerdings auch ihre ersten fünf Lebensjahre in Außenhaltung und Tierheimen verbracht, das kann man sicherlich auch nicht mit einem vernünftig gezogenen Terrier vergleichen.

    Ich habe vor einer Weile mal mit einer Labrador-Hündin aus Arbeitslinie geliebäugelt, allerdings sind die retrieverartigen, die man so landläufig trifft (Showlinie) überhaupt nicht meins und ich hätte Bedenken, dass ich mit diesem Hundetyp nicht glücklich werde. Kann mir da vielleicht jemand was zu sagen? Ich kenne leider überhaupt keine AL-Retriever persönlich. (Dass ein Labi deutlich größer und schwerer ist als ich im Eingangspost schrieb, ist mir schon klar, aber so gaaaanz festgelegt bin ich da nicht - zierliche AL-Hündin wäre schon OK ;-))

    Der Islandhund hat mir zu viel Fell, so ganz plüschig mag ich überhaupt nicht. Den Deutschen Pinscher finde ich klasse und der ist tatsächlich auch in der engeren Auswahl. Lagotto hatte ich auch schon auf dem Schirm, aber dann würde es vermutlich eher ein Pudel :smile:

    Was mich sonst noch so angesprochen hat, waren Kromfohrländer und Kooikerhondje...

    Ich sehe schon, ich gehe wahrscheinlich irgendwann wieder ins Tierheim und habe plötzlich irgendeinen Hund, der nicht ein einziges meiner genannten Kriterien erfüllt :lol:

    Danke euch für die Ideen!

    Ich fürchte, mit dem KHC kann ich mich optisch nicht anfreunden; und die Collies, die ich kenne, sind mir auch zu sensibel. Weiß nicht, ob es da Unterschiede zwischen Kurz- und Langhaar gibt, mit Collies kenne ich mich gar nicht aus...

    Pudel sind optisch auch nicht meins, aber die wenigen, die ich kenne, finde ich charakterlich so mega cool, dass ich mir das durchaus vorstellen kann :smile:

    Ich möchte gerne einmal mit euch gemeinsam brainstormen! Vorab: meine Hündin ist erst 9 und es ist zur Zeit kein weiterer Hund geplant, aber ich möchte mich gerne schon mal ein bisschen vorab informieren.

    Da ich meine jetzige Hündin 5jährig aus dem Tierschutz übernommen habe, soll es beim nächsten Mal wahrscheinlich ein Welpe werden. Aufgewachsen bin ich mein ganzes Leben lang mit Hovawarten (meine Eltern haben auch gezüchtet) und mein jetziger Hund ist vermutlich ein Terrier-Bracken-irgendwas-Mix.

    Was ich mir wünsche:

    • sportlich/"leichtfüßig" gebaut, gerne ca. kniehoch, bis maximal ca. 20kg (aber mind. ca. 8-10kg, kein "Mini")
    • gerne Kurzhaar, aber kein Muss
    • etwas weniger "Widerworte" und regelmäßiges Hinterfragen als beim Terrier wäre schön :lol: Meine Hündin ist zwar sehr gut erzogen, braucht aber immer und überall 120% meiner Aufmerksamkeit - jede kleinste Schwäche von mir wird sofort ausgenutzt und gegen mich verwendet. Auch wenn ich charakterstarke Hunde mag, möchte ich das in dem Ausmaß nicht mehr unbedingt haben.
    • wenig bis gemäßigter/händelbarer Jagdtrieb. Meine Hündin kann trotz intensiven Trainings nur eingeschränkt frei laufen (bekanntes Gebiet, niedriges Erregungslevel usw.), weil ich mich bei Wildsichtung einfach nicht 100% auf sie verlassen kann. Ich bin mit allen möglichen Methoden des AJT bestens vertraut und natürlich auch bereit zu trainieren, wünsche mir aber einen Hund, der - bei entsprechender Ausbildung - eben gerne und freudig mit mir kooperiert. Ersatzbeschäftigung in Form von Dummytraining oder Mantrailing o.ä. biete ich gerne.
    • Sozialverhalten: Ich brauche keinen hundewiesentauglichen Hund, möchte aber auch keinen, dem die Abneigung gegenüber Artgenossen schon mehr oder weniger im Blut liegt. Meine Hündin ist Artgenossen gegenüber völlig ignorant (habe ich ihr allerdings so anerzogen), geht aber im Zweifelsfall sehr schnell und übertrieben heftig nach vorne (Terrier halt) - auch das wünsche ich mir etwas gemäßigter.
    • Schutz- und Wachtrieb muss nicht sein
    • generell wünsche ich mir einen weniger reaktiven Hund, der vielleicht doch mal 1-2 Sekunden nachdenkt, bevor er agiert und insgesamt eher souverän und gelassen ist. Trotzdem habe ich große Freude an Hunden, die ein bisschen "auf Zack" sind, wenn ihr versteht, was ich meine...
    • Freude am Lernen und an der Zusammenarbeit mit Menschen, ich wünsche mir einen Hund, der wirklich gerne von sich aus mitarbeitet und den ich nicht zu allem erstmal überreden muss

    Was ich einem Hund gerne biete:

    • Wandern: Ich mache regelmäßig Tagestouren (ca. 15-25 km, auch in anspruchsvollem Gelände), gerne auch in kleineren Gruppen, und möchte gerne in Zukunft auch mal längere Mehrtagestouren laufen (mit meiner jetzigen Hündin leider nicht möglich wegen mentaler Reizüberflutung)
    • Hundesport: Ich gehe regelmäßig in die Hundeschule und bin im Hundesportverein und mache das auch gerne weiterhin. Was mir Spaß macht: Mantrailing, (Rally) Obedience, Dummytraining, Longieren, Agility (ich würde natürlich max. 1-2 davon aussuchen (eher nur 1) je nach Vorlieben des Hundes). Andere Sportarten sind nicht so meins.

    Ich sage jetzt mal ganz bewusst nicht, welche Rassen ich mag oder auch gar nicht mag. Ich würde mich freuen, wenn ihr vielleicht ein paar Ideen einwerft, die euch spontan kommen!:D

    Ich hätte jetzt auch mal den Corgi eingeworfen wegen der Größe und Körperform...

    Aber wenn du nicht weißt, was drin steckt, weil der Hund eben aus einer zweifelhaften Vermehreraufzucht kommt, dann wirst du es wohl auch nicht rausfinden können. Ich wüsste aber auch nicht, warum das wichtig wäre - ich kann zum Beispiel auch nur mutmaßen, was in meiner Tierschutzhündin für Rassen stecken und ich habe sie trotzdem erfolgreich erzogen :ka:

    Warum möchtest du denn überhaupt einen Hund erziehen, der dir gar nicht gehört?

    Die erste Stufe wäre ja, mit den Disks einfach zu klimpern. Der Ton ist ja hauptsächlich das, was der Hund negativ verknüpft.

    Nein, eine Trainingsdisk wird nicht über Eskalationsstufen aufgebaut, sondern sofort geworfen, und zwar so lange, bis der Hund das Geräusch generalisiert hat und dann am Ende nur auf das leise Klimpern reagiert. Also praktisch andersrum als du es im Kopf hast.

    Allerdings ist das wirklich ein völlig übertriebenes Mittel für so eine Lappalie, die man auch ganz anders hinbekommt, nämlich über konsequentes Training mit schrittweiser Steigerung des Reizes. Nur muss das Training dann auch kontrolliert aufgebaut werden und darf nicht ständig so schief gehen wie es bei euch gerade läuft.

    Wenn es dir eh schon etwas an Gespür für das richtige Training mangelt, hast du mit solchen aversiven Methoden je nach Charakter entweder bald einen völlig verstörten Hund oder du findest dich in einer Abwärtsspirale an "lauter, schneller, heftiger" wieder, weil sich der Hund einfach an die Reize gewöhnt. Mein Terrier zum Beispiel lacht sich tot über Trainingsdisks, deswegen fange ich sowas gar nicht erst an.

    Das tut mir sehr leid für dich, dass du dir diese Gedanken machen musst - ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schrecklich das ist, aber ich finde es gut und richtig, dass du dir genau diese Gedanken machst.

    Was du sicher selbst weiß: Der Hund muss ab sofort zuverlässig gesichert werden. Maulkorb drauf, (Schlepp-)Leine dran, und neben dem notwendigen Gehorsam auch am gemeinsamen Spaß und Vertrauen arbeiten.

    Zu deiner Gewissensfrage kann ich dir nur aus meiner Erfahrung berichten: Ich habe selbst eine sehr reaktive Hündin, die ich zu Anfang nicht immer richtig eingeschätzt habe und mit der mir trotz allem "eigentlich hört sie doch" richtig blöde Situationen passiert sind. Sie hat zwar nie jemanden beschädigt, aber sehr vehement gestellt und entsprechend erschreckt. Ich habe so einige Rückschläge erlebt, bei denen ich mich immer wieder gefragt habe, ob sie nicht in kompetenteren, souveräneren Händen einfach besser aufgehoben wäre und ein besseres Leben hätte. Dann ging es mir tagelang beschissen. Und dann ging das Leben weiter, und wir haben uns immer wieder angenähert. Haben uns wieder vertraut. Haben gelernt, uns immer und immer wieder aufeinander einzulassen und Rückschläge auch einfach mal abzuhaken. Was nicht heißt, dass man daraus nicht lernen soll und vor allem seiner Verantwortung nachkommt, den Hund verantwortungsvoll und vorausschauend zu führen - aber dass man dabei trotzdem (oder gerade deshalb) ein gutes Team sein kann. Sehr geholfen hat mir dabei übrigens eine wirklich gute Hundeschule.

    Vielleicht schaffst du es mit dem passenden Trainer, dass ihr euren gemeinsamen Weg wieder findet - wenn du das möchtest. Und wenn du das nicht schaffst und für deinen Hund ein wirklich passendes, verantwortungsvolles Zuhause findest, ist auch das nichts Verwerfliches. Schlussendlich kannst du das nur selbst entscheiden, und ich wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung für euch triffst. Schau nur, dass du jetzt trotz aller Ernsthaftigkeit der Lage keine vorschnellen Entscheidungen triffst.