Meine Hund waren und sind für mich keinesfalls "nur" Hunde, aber eben Hunde, so wie manch andere das hier schon beschrieben haben. Daraus entsteht für mich persönlich eine Verpflichtung, ihnen und ihrer jeweiligen Art auch gerecht zu werden.
Sie sind mir sehr wichtig und ich liebe sie sehr. Ich liebe auch meine Familie sehr. Und wenn es den unwahrscheinlichen Konfliktfall geben würde, dann würde ich auch meinem Kind den Vorzug geben, was, denke ich, ganz normal ist.
Irgendjemand hat weiter oben geschrieben, dass es die Tendenz gäbe, Hunde zu "Superwesen" zu machen und ihnen unglaubliche Fähigkeiten anzudichten. Die Tendenz mag es geben.
Aber: ich verfolge seit Jahren mit großem Interesse die Veröffentlichungen der Abteilung für Verhaltensforschung der ungarischen Eötvös-Universität. Da wird einem schon deutlich, dass Hunde sich dem Menschen auf eine Art angepasst haben, die einzigartig in der Tierwelt ist. Dass sie verstehen wollen und auch können, was man von ihnen will, was man zu ihnen sagt. Dass sie lernen und kooperieren wollen, nicht allein, um einen Vorteil zu genießen, sondern aus einer Art partnerschaftlichen Antriebs heraus. Dass sie in der Tat eher als "kindliches" Familienmitglied gesehen werden sollten, will man ihnen gerecht werden, und nicht als "Tier" im Gegensatz zum Menschen (wobei das ja sowieso eigentlich komisch ist. Weil Menschen letzten Endes auch Säugetiere sind).
Ich kann z.B. überhaupt nicht zustimmen, auch nicht aus meinen eigenen Erfahrungen heraus, wenn von Hundehaltern, auch solchen, die ich selbst als sehr gute Hundehalter einschätzen würde, gesagt wird, Hunde seien reine Opportunisten, die einfach immer alles tun, was ihnen nützt, ohne "Gefühl" für den menschlichen Partner an der Seite.