Beiträge von Bubelino

    Das nimmt hier ja echt kuriose Formen an.
    Letztlich ist ein Mensch ein Mensch und ein Tier ein Tier. Ein Mensch kann nicht wie ein Tier leben und ein Tier kann nicht wie ein Mensch leben.
    Menschen sind in ihrer Meinung, ihren Empfindungen und ihrem Tun abhängig von erlernter Moral und Ethik. Tieren ist beides ziemlich egal. Denen geht es primär um Überleben und Fortpflanzen.
    Und wenn ein Tier im Vergleich mit dem Mensch letztlich dann „nur“ ein Tier ist, was ist daran verwerflich? Eine Ab-/Bewertung findet doch nur durch individuell moralisch geprägte, rein menschliche Argumentation statt.
    Insofern sind wir doch alle auch „nur“ Menschen und benehmen uns menschlich.
    Das macht diese Forendiskussion doch wunderbar deutlich.

    Begrifflich ist das aber schon eher schwierig. Denn letztlich ist der Mensch ein Tier. So herum wird ein Schuh daraus.
    Man kann korrekt höchtens sagen: letztlich ist der Mensch ein Mensch und die Kuh eine Kuh (als Beispiel).
    Nur sagt das dann gar nichts mehr aus bis auf die Tatsache, dass "der Mensch" sich meistens höher wertet als die Kuh.

    Rotzig? Eher sarkastisch.
    Und nein, mich regt das Thema nicht mehr auf. Ich habe ungefähr 1 Jahr damit verbracht, mich mit dem Thema zu beschäftigen - und auch mit Menschen, die meinten, diesem Weltbild entsprechen zu müssen.
    Was dabei immer wieder zu Tage kam, war eine menschenverachtende Einstellung. Und zwar in Summe, so dass sich mir echt (und das meine ich jetzt ganz persönlich) der Gedanke aufzwängte, dass der Grund einer solchen Lebenseinstellung eine bestimmte Persönlichkeitsstörung ist.
    Von daher: nein, das Thema interessiert mich nicht (mehr). Es ist ein völlig abstruses theoretisches Konstrukt mit dessem Realisierung keine einzige Spezies dieser Welt überhaupt hätte entstehen können.

    Und hier noch was zum lesen...
    »Da steht ein Pferd auf‘m Flur…« – warum Antispeziesismus kein harmloser Schlager ist « Gibraltar

    Nun ja, vielleicht reicht eben ein Jahr der Beschäftigung auch nicht aus, um ein umfassendes Bild zu bekommen? Ich kenne viele Menschen, die sich zum Antispeziesismus bekennen. Die meisten sind für mich sehr gute Menschen, die jedem Lebewesen gegenüber große Empathie aufbringen.
    Vielleicht hattes Du mit Deinen Begegnungen einfach Pech, das ist traurig. Aber möglicherweise kein Grund für ein solches Pauschalurteil.
    Im verlinkten Artikel ekelt mich z.B. die Verharmlosung des reinen Utilitarismus, den P.Singer vornimmt - meines Erachtens. Hat auch nicht mehr viel mit Menschenwürde und - rechten zu tun. Nur. Singer ist nicht unbedingt DER Name für Antispeziesismus-Anhänger im Allgemeinen.
    Und jetzt, ohje, sind wir echt gaaaaaanz weit OT... Mea Culpa.

    Hallo, ja ich kenne Hundehalter mit konkreten Erwartungen an Ihre Hunde, die ich nachvollziehen kann.
    Top 1 - Herdenschutzhunde, die haben eine konkrete Aufgabe und müssen auch funktionieren, um die Herde zu beschützten und zusammenzutreiben

    Ja, das sind sehr konkret zu benennende Erwartungen. Ich würde aber meinen (und rufe @Chris2406 ), dass auch hier Erwartungen allein nichts viel bringen. Empathie und Kooperation sind da gefrgat, also partnerschaftlich geprägtes Verhalten. Von beiden Seiten.

    Ich für meinen Teil denke, Kategorisierung ist nicht anerzogen, sondern unausweichlich, will irgendein Lebewesen existieren. Das erschint oft grausam, und das ist es vielleicht auch, sofern Natur eben grausam sein kann.
    Allerdings meine ich auch, dass es Abstufungen gibt. Und da geht es gar nicht um Vegatarismus oder Veagnismus oder sonstwas. es reicht doch, sich über die Herkunft der konsumierten Güter Gedanken zu machen und bestimmte Dinge, je nachdem, für sich persönlich auszuschließen.
    Würden das nur 50 % der Weltbevölkerung tun, wäre unglaublich viel gewonnen, in jedem Bereich.

    Ok, bleiben wir vor Ort.Ändert aber nix an der Tatsache, dass das Nachdenken und die Selbstreflexion durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann - auch wiederum der eigenen Erfahrung, den eigenen Lebensumständen geschuldet.
    Wenn ich über meinen Hund sage: "Mein Hund darf "nur" ein Hund sein" - dann beinhaltet das ja nicht, das ich meinen Hund als "minderwertiges Lebewesen" sehe. Ganz im Gegenteil.

    Das hat wohl auch keiner behauptet. Zumindest sehe ich das nirgends.

    Ja, das kann ja auch jeder für sich machen - und danach leben, wenn er denn gerne möchte.
    Nur: ein Großteil der Menschheit kann sich diesen "Luxus" schlicht nicht leisten.

    Und hier bewegen wir uns jetzt auch noch geographisch sehr weit weg vom Threadthema. Das Nachdenken über das eigene Handeln, vor allem, wenns um eigene Tiere geht, ist hierzulande kein Luxus mehr.

    Benedetto hat sich dazu klar geäussert: Tiere haben in der katholischen Kirche keinen Platz.Und auch nicht im Himmel.

    Ich bin nicht katholisch, das vorweg. Aber was soll das jetzt heißen? Benedikt VI ist nicht mehr im Amt, insofern; wat solls? Päpste sterben, treten - wenn auch äußerst selten - zurück, die Zeit läuft weiter.
    Kirche sollte nicht an dem gemessen werden, was man im Netz findet. Sondern an dem, was möglicherweise vor der Hautür passiert.

    Zum Speziesismus: stimmt alles, ist richtig und logisch. Nur: Menschen haben nach heutigem Forschungsstand die großartige Fähigkeit zur Selbstreflexion. Man könnte also manches anders machen, sehen, tun.

    @Bubelino: Ich könnte da jetzt einen Exkurs zur Verfassung unserer Demokratie, zu den Menschenrechten machen - was hier nicht hingehört. Aber da du mich gefragt hast: mein Menschenbild bzw. jene Aussage über Wert und Würde jedes Menschen resultiert aus dem christlichen Glauben, der die Grundlage meines Lebens ist und mein Denken und Handeln (hoffentlich stets) bestimmt.

    Da ich selbst Theologin bin, kann ich das sehr gut verstehen. Allerdings auch das Gegenteil davon, denn gerade in den zurückliegenden Jahren wurde auf diesem Gebiet viel geforscht, erneuert, formuliert.
    Auch wenns OT ist: haben Gottes Geschöpfe denn nicht alle dieselbe Würde, nämlich die, von Gott gewollt zu sein?
    Abstufungen innerhalb einer Spezies sind normal, das machen auch Tiere. Mich wundert es aber manchmal, dass der Mensch, der sich - religiös - als Krone der Schöpfung missversteht, über alles drüberstellt.
    Der Exkurs zu Verfassung und Menschenrechten gehört wirklich nicht hierher, da hast Du Recht. Dennoch auch hierzu: merkwürdig, dass vor allem die christlichen Parteien Widerstand dagegen leisten, dass Tierschutz Verfassungszwang haben sollte/könnte.
    Menschenrechte sind etwas sehr Wunderbares und Wertvolles. Aber warum werden sie so oft in Abgrenzung zu den Rechten von nicht-menschlichem Leben verstanden? Ich meine das nicht persönlich kritisch. Nur als einen gewissen Spiegel, der vielleicht zeigen soll oder kann, wie anthropozentrisch diese Sicht doch eigentlich ist. Und: wohin hat sie uns gebracht?

    Aber warum muss man denn Situationen analysieren in denen man noch nie war? Ich habe keine Ahnung wie ich reagieren würde wenn es zu einer brenzligen Situation kommt, weil ich noch nie in einer gesteckt habe.
    Im Ernst: Wie viele von uns mussten die Entscheidung zwischen Menschenleben und Tierleben denn schon treffen?

    Kaum jemand. Und ja, das sind so merkwürdige "was wäre wenn"-Fragen, die den Gefragten in die Bredouille bringen sollen. Blöd.