Beiträge von Bubelino

    Die Frage, warum man ein Wildtier, auch wenn es gefangen in einem Gehege lebt, mit einem Haushund kreuzt, wurde immer noch nicht beantwortet. Warum tut man das? Was ist am Ergebnis wünschenswert? Hat der Mensch nicht genügend Hunderassen hervorgebracht, die je nach Art ganz unterschiedliche Eigenschaften und auch Optiken mitbringt?
    In D haben wir gerade die Problematik der "wild" entsandenen Wolfshybriden. Man wird sich nicht einig, wie man mit ihnen verfahren soll. Abschießen? Wegsperren? Einfach mal abwarten?
    In anderen Zusammenhängen werden gerade solche Mischlinge gezielt produziert. Verstehe einer die Welt...

    Uuuuund ein Großpudel in Schur als Beispiel für Qualzucht mit dem Verweis auf die Kniescheiben. :ka:

    Joa, kann ich nichts zu sagen. Der Hauptinhalt des kurzen Videos, auch die Aussagen des TA beziehen sich ganz klar auf brachycephale Rassen.
    Im Video ist auch ein Nackthund (oder sogar zwei) zu sehen. Sollen die Besitzer solcher Rassen jetzt auch meckern?

    Das Letzte würde ich auch so unterschreiben. Es gibt Hunde aller Rassen, die extrem unter Verlustängsten leiden. Ich habe einen Winzling (im Verglich zu Wolfhunden) hier sitzen, der es trotz Hundegesellschaft ebenfalls nicht schafft, länger als 15 Minuten alleine zu bleiben. Liegt auch an seiner Vorgeschichte, aber trotzdem. Sowas kann mit jedem Hund passieren und ist nicht nur eine Frage der Erziehung.
    Für mich wurde einfach bisher die Frage, WARUM man denn einen Hund mit einem Wolf kruzen will bzw einen Hund mit Wolfsanteil, haben will. Was spricht dafür, die Jahrtausende von Anpassung zu vernachlässigen? Hat man kein schlechtes Gewissen dabei, die Zucht solcher Hunde zu unterstützen, die ja auch ohne Zweifel auch bedauernswerte Exemplare hervorbringt, die weder wild noch domestiziert einigermaßen frei leben können?
    edit: ging an @Junie und den letzten Post

    Hier in meiner Gegend kenne ich keinen einzigen Wolfhund, habe früher aber den ein oder Anderen mal kennengelernt. Optisch finde ich sei wunderschön (auch Hiro ist für mich persönlich einfach eine Augenweide), ansonsten wirkten sie auf mich reserviert, an anderen Hunden nicht sonderlich interessiert, meistens schnell in ihren Reaktionen.

    Vor fast 25 Jahren habe ich, als Studentin, eine Hündin gekannt (vom Welpenalter an), deren Mutter ein DSH war, der Vater ein 50:50 Mix aus Wolf und DSH. Diese "Zucht" war natürlich illegal, damals habe ich mich nicht getraut, etwas dagegen zu unternehmen, heute würde ich Anzeige erstatten, denn die Besitzerin der Tiere hielt u.a. auch den Wolf im Hinterhofgehege. Ein Freund von mir hat die kleine Wolfsmixhündin gegen meine inständige Bitte, es zu unterlassen, gekauft, weil er sie so schön fand und auch fasziniert war von der Mischung.

    Diesen Hund ein paar Jahre mitzuerleben, hat mir vor Augen geführt, warum ich das niemals befürworten kann, dass man ein Wildtier mit einem Haustier kreuzt, um daraus ein besonderes Haustier zu machen. Sie war trotz liebevoller und konsequenter Erziehung durch meinen Freund zeitlebens sehr scheu und unsicher bei allem Fremden. Sie mag sauber kommuniziert haben, leider hat das praktisch kaum ein Hund verstanden, sodass es immer wieder geknallt hat in den ersten Jahren (irgendwann wurden Fremdhundbegegnungen dann eben vermieden). Die Hündin hat die ältere DSH, die auch in der Familie lebte, mehrfach attackiert, meine eigene damalige Hündin, eine HSH, hat sie bei einer Beißerei in meiner Wohnung verletzt, als meine Hündin sie nicht an ihren Futternapf lassen wollte. Menschen hat sie nie etwas getan, da blieb sie immer beim Ausweichen.

    Das sind subjektive Erlebnisse mit nur einem einzigen Tier, mir haben sie aber gereicht. Die Hündin hat mir einfach nur Leid getan, weil sie überhaupt kein normales, entspanntes Hundeleben führen konnte, weil sie eine Belastung für meinen Freund und seine Familie wurde und das sicher auch gespürt hat. Für mich war sie ein Fall, der - was die "Produktion dieser Tiere angeht - ganz klar tierschutzrelevant war.

    Weiter oben hat jemand geschrieben, eine große Besonderheit an diesen Hunden sei die enge Bindung, die man als Halter mit ihnen eingeht. Das ist ein Argument, das ich so nicht stehen lassen kann. Viele Hundehaltzer empfinden die Bindung an ihr Tier als sehr eng, egal, welcher Rasse es angehört. Möglicherweise ist das starke "Aufeinandergeworfen-Sein", also ein enges Zusammenleben, weil es anders nicht geht, das man mit einem Wolfhund zumindest einkalkulieren muss, ein Auslöser für ein Gefühl von engerer Bindung als sie mit einem "nornmalen" Hund möglich wäre (wobei z.B. die Hundehalter mit "normalem" Hund, die 24 Stunden mit ihm zusammen sind, das wohl ganz ähnlich erleben). Da Bindung aber auch Aspekte von Freiheit beinhaltet, halte ich dieses Gefühl für einen Trugschluss.

    Das wäre schön - ist aber nicht so.Du darfst da nicht von Dir auf andere schliessen. Du hast mit Sicherheit einen wesentlich umfassenderen Wissensstand als der durchschnittliche Verbraucher.

    Da ich kein religiöser Mensch bin, hab ich auch nix mit Festtagsbraten am Hut.
    Aber ich wüsste die Vorteile für die landwirtschaftlichen Nutztiere zu schätzen, wenn es im Fleischverbrauch wieder zum "Sonn- und Festtagsbraten" käme und Fleisch somit als etwas Besonderes konsumiet würde und nicht als Alltags-Essen.

    LG, Chris

    Dem letzten Absatz würde ich voll zustimmen wollen.

    Die Sache mit den Oster-"Lämmern" mal von obiger Schäferin erklärt:Osterlamm – Die Schäferin vom WeidenHof

    LG, Chris

    Ich weiß ja, dass ich so langsam hier der grobe Klotz bin, der auf den Keil haut, aber ich finde die Ausführungen der Schäferin doof. Vielleicht auch deshalb, weil es für mich jetzt nichts Neues bringt, aber egal.
    Ich würde mal sagen, nahezu jeder weiß, dass Lammfleisch nicht von neugeborenen oder wenigen Wochen alten Lämmern stammt. Alles Andere dient der Propaganda der Tierschutzorganisationen, genau wie das Foto des Lammes auf der besagten Seite es bezüglich der Propaganda der Schäferin es tut.
    Ich darf das alles vielleicht sagen, denn ich konsumiere weder Lamm-noch Schaffleisch, weder vom heimischen Schäfer noch aus Übersee.
    Ich finde, es hat nichts mit Romantisierung zu tun, wenn Menschen sich Gedanken darüber machen, was das eigentlich heißt, wenn man den Frühling und die Neugeburt des Lebens, meinetwegen auch Ostern feiern will und dafür zwingend einen bestimmten Braten haben muss. Genauso wie man sich diese Frage im November zu St. Martin, einem Fest der Nächstenliebe oder zu Weihnachten, wenn Christen an die Geburt des Erlösers glauben, stellen kann und, wie ich finde, auch sollte.