Zitat
Aber so wie es hier klingt, ist es anscheinend auch nur erwünscht, wenn man wirklich und ausschließlich für seinen Verein lebt.
Und da wundert man sich noch, warum so viele Hunde nicht ausgelastet werden oder zu teilweisen schlechten Hundeschulen gehen?
Ganz einfach: Weil ich und noch viele andere HH erstens nicht die Zeit und zweitens auch nicht die Lust haben, neben 3mal die Woche trainieren auch noch den kompletten Abend, das komplette Wochenende und eigtl. immer, wenn der Verein es grade braucht, da zu sein.
Nein, das kann und will ich nicht leisten.
Ich würde gerne dennoch meinen Hund artgerecht auslasten, dazu gehört für mich aber nicht, stundenlang in nem Verein rumzuhängen...
Das kann man als Rentner oder absolut passionierter Hundenarr vielleicht so handhaben, aber den Otto-Normal-Hundemenschen, wird so jede Möglichkeit genommen, den Hund auszulasten.
Wenns nur ums Prüfung laufen geht, okay würde ich ja auch dann machen, aber dieses ganze Drumherum, das kann und will ich schlichtweg nicht und das ist auch bei keiner menschlichen Sportart so. Man geht zum Training, man geht zu Turnieren, man hilft vllt einmal im Jahr bei nem Tag der offenen Tür mit und backt Kuchen, alles kein Thema.
Und zum Fehlerhaftes Verhalten: Der eine Hundeführer auf dem Platz hat nen Mali, der springt ins Fuß. Sieht endgeil aus, kostet ihn aber bestimmt genügend Punkte in der Prüfung. Er machts trotzdem.
Alles anzeigen
Doch, dass ist bei jeder menschlichen Sportart so, die ich im Team betreiben will. Nur mal als Beispiel SEgelfliegen.. Anwesenheit am WOchenende von Samstag 8.00Uhr bis Sonntag abend 20.00Uhr durchgehend erwünscht, unter der WOche mind. 2 Tage in der WErkstatt. Wer nicht soundso viele Stunden Arbeit ableistet zahlt 350 Euro pro Saison.
Der eigene Hund, den man sich mal eben angeschafft hat soll "ausgelastet" werden, dafür hätte man dann gerne den absolut aktuell forgebildeten Übungswart und bitte auch den absolut einfühlsamen Helfer, der sich auf den eigenen Hund einstellt. Dazu bitte noch den Fährtenleger, der schon morgens um 6 auf dem Feld steht, damit man um 8 dann frisch und entspannt bis zur Abgangstafel fahren kann und den Hund nur noch raus lassen braucht.
Sorry, aber was habe ich als Helfer, Ausbildungswart und Fährtenleger bitte davon wenn der andere Hund "ausgelastet" wird? Japp, ich (und auch genügend andere Leute in meinem Umfeld) beschweren sich über nicht ausgelastete Hunde, aber warum sollen wir uns den Ar*** aufreissen für Leute, die sich ihren Hund kaufen ohne nachzudenken, aber im Nachhinein nicht mal bereit sind länger als ihre 10 Min UO zu bleiben, sodass man als AW dann die Gruppe mit Stöckchen in der Erde trainiert?
Wenn ich mir einen Hund dieser Gruppe zulege, dann muss ich mir klar sein, dass ich mir entweder genügend Wissen aneigne, den Hund alleine zu regeln (sofern dies denn überhaupt möglich ist) oder das ich mich irgendwo einbringen muss.
Natürlich ist VPG zeitaufwändig, aber ganz ehrlich, dass geht, wenn man nur will. Japp, man muss viel danach ausrichten, aber wenn ich das nicht wollen würde hätte ich Zwergpudel und würde Funagility machen.
Dem Verein quasi in die Schuhe zu schieben, dass man den eigenen Hund nicht richtig arbeitet, ja, dass ist schon eher dreist... 
Leider gibt es viel zu viele Menschen, die nicht bereit sind etwas für andere zu tun. Sport funktioniert nunmal nicht allein, mindestens 4 Leute für die Gruppe, einen Fährtenleger und einen SD Helfer braucht man nunmal. Solange das alles ein geben und Nehmen ist ist alles gut, blöd wird es nur, wenn einige meinen, sie könnten nur nehmen, aber bräuchten nicht geben.
Bei uns ist es z.B. so, dass sich der Verein größtenteils über Einnahmen aus der Küche finanziert. Ergo ist es so, dass jeder (so alle 2 Monate) mal dran ist irgendetwas (nichts großes oder tolles) zu kochen und danach die Küche eben wieder aufzuräumen. Nun ist es so, dass wir da zwei Spezialistinnen hatten - eine mit ausgemustertem Diensthund, eine mit grauem Schäfer-Aussie Mix. Beide nicht schlecht veranlagt.
Diese beiden Damen erschienen also Nachmittags stehts pünktlich um 15.30, standen dann mit ihren Hunden schon mal direkt an der Eingangstür zum Platz, sodass man sie nicht übersehen konnte, liesen sich vom AW durch die Unterordnung lotsen und verabschiedeten sich dann pünktlich umd 15.50 wieder.
Irgendwann kamen sie mal auf die Idee, man könne die Hunde doch auch mal anhetzen lassen. Gesagt getan, dass sie bis 18 Uhr warten mussten stank ihnen schonmal. Dann, Hunde ins Läppchen beissen lassen, um 18.10 wieder abgezogen. Beim nächsten Mal große Entrüstung, sie mussten bis zum Schluss warten, so wie es bei Anfängern nunmal ist. Nö, also dass will man nicht, dass artet ja in Arbeit aus.
Also kam man wieder um 15.30, bis der AW sich mal erdreistete anzumerken, dass es hier allgemein üblich ist auch mal zu kochen... seitdem waren sie nicht mehr gesehen und kommen jetzt zum THS, weil da muss man ja nicht kochen. Tja, wenn das alles ist..
Die Kocherei ist bei z.B. Kartoffelsuppe eine Sache von 30 Minuten - viel zu viel verlangt, den Aw und Helfer mit der erlauchten Anwesenheit zu beehren sollte doch genug sein..