Beiträge von bordy

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    Wisst ihr was mich in dieser Diskussion etwas stört: irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass vom Hundehalter großes Wissen und schon fast Perfrktionismus verlangt wird.

    Was ist aber mit uns, die den aller ersten hund selber ausbilden? Die weder das Wissen, noch die Erfahrung mitbringen?
    Hab manchmall das Gefühl, dass man etwas belächelt wird wenn der Hund mit 3 Jahren immer noch nicht steady ist am Wild.

    Der Hund muss mit 2 fertig sein, alles wichtige muss passen. Blöd nur wenn man Fehler macht/gemacht hat und noch sehr viel lernen muss.

    Jeder fängt mal mit dem 1. Hund an, nobody is perfect...


    Tja also Grundsätzlich erwarte ich von einem Hundehalter schon ein gewisses Wissen. Aber ich erwarte von einem Anfänger sicher nicht, dass er seinen Hund von Anfang an perfekt ausbildet.

    Was ich aber erwarte, ist das man sich dann evtl als Ersthundehalter vor dem Kauf etwas informiert, ob es z.B. wahrscheinlich ist das mich eine bestimmte Rasse als Anfänger vor eine "unlösbare Aufgabe" stellt oder nicht.
    Das Dinge dann eben etwas länger dauern als bei jemanden der nicht seinen ersten Hund hat (mein Retriever war übrigens auch mein erster und ich habe die Erziehung erst übernommen, als sie schon regelmäßig Enten und Kaninchen jagen ging) und schon fast intuitiv weiss, worauf es ankommt, ist für mich auch vollkommen ok. Das man seinen Weg erst finden muss auch.

    Aber bitte, dann muss man das für sich auch so sehn und nicht jegliche Einsprüche von anderen damit abtun, dass sie ja quasi sowieso noch nie einen derartigen Hund gefuehrt haben (und nein, ich sage nun nicht das du dies so geäussert hast, bevor das wieder falsch aufgefasst wird).


    Das ganze erinnert mich übrigens an diverse Diskussionen die ich schon unter den "Gebrauchshundlern" führen durfte, z.B. zu den Themen "muss es sein das die Hunde im Auto ne halbe Stunde Terror machen wenn in 50m Entfernung ein Hund auftaucht" oder "Ist ein Hund eine Lusche der aufs erste Kommando sofort und ohne Diskussion die Beute fallen lässt".
    Genau die gleichen Argumente darf man sich dann da anhören - erst das geht garnicht, dann das geht nur bei einem schlecht veranlagten Hund, dann das geht schon, aber nicht bei XYZ und dann das geht schon, aber nicht bei nem richig echten etc. Und irgendwann, da geht es dann auf einmal schon.

    Mal wieder zieht sich jeder den Schuh an der ihm passt :roll:


    Erfahrungsgemaess ist es doch einfach mal so, dass wenn man gute Grundlagen gelegt hat, dann wird man evtl mit erwachen von Jagdtrieb und sonstigem trieblichen Verhalten irgendwann Probleme kommen, zurueckgeworfen werden - aber ein gutes Fundament bricht nicht einfach komplett ein.

    Ich kann uebrigens durchaus verstehen, dass man von einem Junghund noch nicht erwartet, dass er perfekt am Bein bleibt bei Wildsichtung etc. Ich wuerde das auch noch garnicht verlangen, denn ich bin der Meinung das dieser Gehorsam einen jungen Hund ueberfordert und alle Beteiligten nur frustriert.
    Trotzdem sollte man seine Ziele im Hinterkopf behalten und nicht einfach irgendwann sagen "jaaa das muss so sein".


    Etwas strange finde ich es allerdings auch, wenn man mit einem 2 oder mehrjaehrigen Hund, der durchaus auf Zusammenarbeit mit dem Menschen selektiert ist , immernoch imense Probleme in der Kontrollierbarkeit am Wild hat. Ganz ehrlich, ein 6 Monate alter Hund ist ein Junghund, auch ein jaehriger Hund ist noch nicht wirklich reif. Aber mit 2-3 Jahren kann man gewisse Dinge schon erwarten, wenn man nicht gepennt hat (ich gehe jetzt mal davon aus man hat den Hund von klein auf). Hier wurde das Beispiel mit den Jagdpruefungen gebracht.. sicher werden die nicht mit einem Jahr abgelegt (Anlagenpruefungen mal ausgenommen), aber auch nicht erst mit 8 Jahren wenn bei vielen Hunden dann im Endeffekt der Jagdtrieb schonwieder nachlaesst.
    Von mir aus kann ja jeder trainieren wie er mag, aber so manche Sprueche ueber das Arbeiten anderer und ueber das was sie geschafft haben, finde ich schon sehr ueberheblich, wenn man andererseits dann liest, dass der eigene Hund alles andere als "fertig" zu sein scheint.

    Hui, ihr verwahrt eure Hunde also alle in 3 fach gesicherten Boxen mit Gittergrößen unter 5mm? Bzw haltet alles nur Hunde nicht über 5kg?

    Und sowieso steht ihr immer direkt neben euren Hunden?

    Was hier wieder aufgebauscht wird ist schon nett... der einzige Mögliche Grund zur Hundehaltung : hätscheln auf dem Sofa, wie der Hund soll aufpassen, das arme Tier.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein eventuell vorhandener großer Hund schon die Kasper die irgendwie rein wollen in ihrer Zahl gegen Null gehen lässt. Ein großer Hund ist Abschreckung und ich denke das soll er hier auch sein.


    Als Hofhund würde ich mir tendentiell vor allen Dingen einen eher Hoftreuen Hund aussuchen, mit Wetterfestem Fell. Rottweiler, Ridgeback etc würden hier für mich rausfallen. Hovawart kann ok sein, die Angst vieler hier vor den "Krachern" kann ich allerdings nicht verstehen - ich kenne KEINEN Hovawart, bei dem ich nicht ohne zu zögern übern Zaun steigen würde. Die haben evtl ne große Klappe, aber mit mir bekannten Hunden, die es wirklich ERNST meinen , sind sie definitiv nicht zu vergleichen.
    Ansonsten würde ich mir evtl noch Spitze oder Kuvazs ansehen.


    Hast du dir schonmal darüber Gedanken gemacht, dass es evtl daran liegt, dass sich einfach die Art der Viehhaltung geändert hat ?
    So viel Respektlosigkeit vor Arbeitshunden die ihren Job seit Jahrhunderten wohl zur Zufriedenheit der Halter tun, sucht schon ihres Gleichen.


    Im übrigen habe ich dieses sich Gegenseitige runterputzen noch bei keinen der hier Vieh haltenden Menschen erlebt. Weder bei dem mit 500 Schafen ziehenden Schäfer (mit AH) noch bei einem Bekannten von mir mit 50Schafen und BCs konnte ich dieses 'ich habe aber den tollsten' entdecken, sondern beide (und andere) waren der Meinung, dass es sich eben um Arbeitshunde für vollkommen verschiedene Arten der Haltung handelt und beide sahen wenig Sinn darin sich den jeweils anderen zu kaufen als das was sie brauchten.
    Warum z.B. solle er sich einen BC kaufen, ihm mühsam lernen Furchen zu laufen wenn sein AH das mitbringt? Und warum solle der jeweils andere sich einen AH kaufen und ihm mühsam beibringen seine wenigen Schafe zu sortieren, wenn sein BC das fast von alleine tut?


    Wer DSH im Speziellen beim Hüten sehen möchte, kann sich auf der SEite des SVs durch die unterschiedlichen Landesgruppen clicken und wird dort auf die Untergruppen und die entsprechenden Leistungshüteveranstaltungen treffen. In fast jeder LG gibt es ein mindestens jährliches Leistungshüten und am Ende ein Bundesleistungshüten. Es sollte daher jedem Möglich sein eine entsprechend nahe Veranstaltung zu finden, wenn es einen denn interessiert.

    Wie stellst du dir denn das Training vor?


    Alles nur positiv?


    An deiner Stelle würde ich lieber das Geld in eine längerfristige Betreuung investieren, wo du dann 2 mal die Woche oder so STunden hast. Wenn ich mit anderen Leuten trainiere, egal ob Sport oder aussen kann ich dir nur ANleitungen geben - es liegt dann vor allen Dingen daran, ob man das umsetzt.

    Ich kenne diese "Trainingswochen" aus anderen Bereichen und kurzfristig hilft das dann schon, aber langfristig kann man dieses Trainingsumfeld nunmal nicht aufrecht erhalten, sodass man das Geld und die Zeit lieber anders angelegt hätte.