Beiträge von bordy

    Tja, wie meist ist es eben eine Frage des "Wie".

    Laufe ich heute auf der Wiese zum Wald entlang, auf der anderen Seite steht jemand mit Junghund, selbiger buext aus und kommt zu mir, ich blocke ab und der Halter versucht ohne Umstaende seinen Hund wieder einzusammeln und entschuldigt sich, bin ich die letzte die sich noch aufregt.


    Lasse ich aber innerhalb einer Runde meinen Rottweilermischling zwei mal jemanden ins Fahrrad springen, sodass dieser sich fast verletzt und habe dann noch die unglaubliche Dreistigkeit mich hinzustellen und demjenigen zur erzaehlen, er waere ja quasi selber Schuld, denn wenn er sich nicht so anstellen wuerde, wuerd sein Hund ja nur spielen wollen...

    Ja, da werde ich hoechst unleidlich.

    Oder wenn ich mit meiner alten Huendin die letzte Abendrunde gehe, wir auf einmal von irgend einem spanischen Tierschutzhund, der weil er so arm ist ja keine Leine braucht, ueberrannt werden und ich nach der 2. Bitte den Hund doch jetzt endlich einzusammeln als Antwort bekomme "stellen sie sich halt nicht so an"..


    tja... Generalverurteilungen mag ich nicht, aber mich wuerde es nicht wundern wenn derlei Verhalten wirklich mal Konsequenzen haette - leider fuer uns alle.


    Das markierte waere fuer mich eine absolute medizinische Indikation die Huendin kastrieren zu lassen und nicht den Rueden!

    So,

    und warum erlaube ich einem Rueden denn erstmal "Blut zu lecken"?


    Warum stehen so viele Ruedenhalter bloede daneben, waerend ihr Ruede Huendinnenpipi aufschleckt? Warum schauen sie zu wenn er einer Huendin 10 Minuten am Hintern haengt? Warum steht man nur da und schimpft ueber die boesen laeufigen Weiber, wenn der Ruede den ganzen Tag keine andere Beschaeftigung bekommt, als durch die Terassentuer die Huendin von Gegenueber zu begaffen?

    Kann man noch beliebig weiter fuehren!


    DAS zu verhindern ist natuerlich Arbeit, aber ich nehme mir mal raus, dass ich bisher nicht nur einen Rueden gearbeitet habe und komischerweise war es bei ALLEN abhaengig davon, wie ich mich als Hundefuehrer verhalten habe!

    Als ich meinen aelteren Uebernommen habe, war er bereits 5jaehrig. Ein Freund von mir, der ihn ausgebildet hat, neigte dazu, wann immer er mit der Nase auf dem Boden hing, dies zuzulassen und nur lautstarke Reden ueber die ganzen "laeufigen Weiber" zu schwingen. Und oh Wunder, welch selbsterfuellende Prophezeiiung, er pushte sich dadurch so hoch, dass er wirklich nicht mehr Ansprechbar war und wirklich auf jede noch so weit von der Laeufigkeit entfernte Huendin reagierte.
    So, ich als Huendinnnenhalter dann gnadenlos... Ich habe ihn sich erst garnicht am Boden festsaugen lassen. Das war einige Wochen Kampf und Arbeit - aber auf einmal ging das, egal welche noch so heisse Huendin da vorher unterwegs war. Zu hause, mit der eigenen Huendin, wurde bei regelmaessiger Arbeit auf einmal nur noch die Stehzeit interessant. In den 3 Tagen wurde halt strickt getrennt und gut war.
    Stand die Huendin sicher nicht mehr, wurde er dazu gelassen, sie hat ihm eine gelangt und dann wars wieder vorbei.

    Und das koennte ich auf viele andere ausdehnen! Bei Huendinnen genau das gleiche Spiel.... stelle ich mich mit der Stehheissen Huendin auf die Hundewiese und lasse 5 Rueden um sie rumspringen ist es klar das sie leidet!

    Probleme haben idR vor allen Dingen die, die sich auf dem Hormonstatus ihres Rueden ausruhen. Hypersexuelle Rueden gibt es, aber sie sind deutlich seltener als die ganzen "ich kastrier meine Rueden halt" Hunde exisieren.

    Zitat

    aber frag mich nicht ich hab keine ahnung :hust:


    Das wird mit jedem Post deutlicher... :mute:


    Wenn du soein ganz klein wenig Plan davon haettest, was wir hier eigentlich meinen, dann wuesstest du, das entsprechendes Management, Arbeit und Erziehung bewirkt, dass ein Hund erst garkeinen Stress hat.

    10-15 intensive Arbeit mit dem Hund ist das Maximum - wer dir vormacht, man wuerde da bei laengerem Arbeiten bessere Erfolge erzielen, der ist schlicht inkompetent.


    Man sollte aufhoeren wenn der Hund gerade richtig arbeiten will! nicht erst wenn er platt ist.


    Kommen denn wirklich Tips zu dem was du trainieren sollst? Oder denkt du nur die Tips helfen dir nicht?


    Eine gute fundierte Ausbildung braucht ihre Zeit, aber bis Herbst ist eine BH drei mal zu schaffen.

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    Geht es um die artgerechte Haltung eines Nichtkastraten, muß man ihm auch die Popperei gestatten, erst DAS wäre ja der Art gerecht. Sex ist bei allen Lebewesen nun mal ein Grundbedürfnis.

    .die durchaus auch die Kastra beim Menschen befürworten würde


    Hui, habe ich da was verpasst?


    Wie machen das Wildhunde und andere Caniden? Poppen da saemtliche Jungrueden wild durch die Gegend?


    Oder koennen auch diese sich, ganz unartgerecht im Zaum halten?

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    Und? Ich hab meine Hündin wieder hinbekommen... Wohl besser als so mancher es mit unbeschriebenen Blättern geschafft hat
    Muss ich mir das jetzt zum Vorwurf machen lassen? Nur weil ich nicht die Mistgabel greife und sage der Hund gehört für immer weggesperrt?


    Du solltest dich was schaemen das du nicht an lapidaren Ausbildungsgeschichten scheiterst |)


    Immer diese Ferndiagnosen... ich kanns nicht mehr hoeren. Auf der einen Seite das gejaule, "jeder macht Fehler" etc, aber ich moechte bitte mal sehen wie es hier abgehen wuerde, wenn das hier irgendwem passiert waere.
    Bei einigen scheint ein Hund, der evtl groessere Probleme hat als das er an der Leine andere Hunde anmotzt, generell das Recht auf Leben verspielt zu haben.

    Ich erinnere mich irgendwie noch gut an Threads zu irgendwelchen Sokas und dem einen Husky, in denen wirklich Leute zu schaden kamen (da waren die Hunde garnicht gesichert, also kein Maulkorb) und da hat man sich reingesteigert und riesen Aktionen gestartet, damit selbige Hunde eben nicht ihr restliches Leben im Zwinger verbringen müssen und war extrem erpicht darauf zu sagen, dass man das mit anderer Führung hätte machen können.

    Jetzt ist auf einmal alles anders bei einigen... :roll:


    Buddy-Joy


    :gut: :gut:

    Zitat

    Nur erinnert der Treadverlauf n bisschen an nen Hühnerstall vor dem der Fuchs schleicht
    Sonst wird jeder Beissvorfall auseinanderklamüsert wieso warum weshalb, nu is einer betroffen den man "kennt" und das Forum wetzt die Mistgabeln ... Find ich einfach absolut nicht ok

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    Seid mir jetzt bitte nicht böse, dass ich mich noch nicht durch alle Seiten gelesen hab, aber eine Frage hab ich immer noch: Warum lässt man eigentlich die Eierstöcke beim Hund nicht einfach drin so wie man es beim Menschen macht?

    Ich denke das würde die Diskussion um die Ausmaße des Eingriffs wirklich einschränken, insbesonder im Bezug auf die Hormone etc.

    Und Blasenschwäche und Co: da bekommt Mensch eine Art "Hängematte" für die Blase um ner Blasensenkung vorzubeugen. Ist sowas beim Hund wirklich gar nicht machbar?

    OK, meine ist kastriert - aber ich fände die Entscheidung viel leichter, wenn nur die Gebärmutter entfernt würde und der Rest bliebe....

    ist das wirklich unmöglich oder superaufwändig?


    Das ist natürlich möglich und wird auch gemacht. Der Punkt ist nur, die Hündin wird dann in gewisser Form weiterhin genauso läufig. Also, kann zwar nicht mehr tragend werden, aber riecht für andere Rüden eben trotzdem gut.


    Das möchte man natürlich vermeiden, denn dann ist der primäre Nutzen der Kastration, dass man nicht zwei mal im Jahr ein paar Tage auf die Hundewiese verzichten muss, weil die meisten Rüdenbesitzer ihre Hunde dann noch viel weniger auf die Reihe bekommen als sonst, nicht mehr gegeben.
    Es wird also eher selten gemacht, obwohl es absolut möglich wäre.


    Die Vergleiche Hengst Rüde finde ich im übrigen zum schießen...

    Hunde leben mit uns in einer Gemeinschaft und es ist absolut problemlos möglich sie artgerecht und voll intakt zu halten. Generell ist ein intakter Rüde kein Thema - wenn man denn wie gesagt mal den Hintern hoch krigt.

    Einen Hengst hingegen kann ich nunmal nicht dauernd beaufsichtigen, er lebt nicht mit mir. Davon ab hat er ganzjährig ein deutlich höheres Agressionspotential gegenüber Artgenossen und kann daher in den seltensten Fällen anders als in Einzelhaltung gehalten werden.

    DAS ist nunmal ein ganz deutlicher Unterschied zur Hundehaltung. Wobei, mal davon ab ich auch in der Pferdehaltung (obwohl ich schon seit X nicht mehr reite..) kein Befürworter davon bin alles schon mit einem Jahr kastrieren zu lassen, was nicht schnell genug abhaut. Aber hier hat es noch mehr Sinn als reines " ich hab aber keine Lust meinen Rüden zu erziehen".