Also ich erklär jetzt einfach mal ganz grundsätzlich, so ist das ja eh alles nur ins blaue hinein.
Grundsätzlich sind feste Griffe oder eben nicht, durchaus genetisch angelegt,man kann sie aber bis zu einem gewissen Grad beeinflussen - positiv wie negativ.
Es gibt Hunde die neigen dazu, schnell mal unruhig zu werden, auch wenn der Griff ansich fest wäre.. dann gibt es auch welche, die halten zwar, aber es ist in sich unruhig (Schnauzer neigen da z.B. dazu).
Die Gründe können unterschiedlich sein. Es kann einfach eine Eigenart sein, es kann ein Konflikt sein, es kann Unsicherheit sein, Übersprungsverhalten, es kann aber auch einfach ein erlerntes erfolgbringendes Verhalten sein. (und diverse Mischungen aus allem)
Ist es angeboren, da wird man nicht sooo viel machen können.. ausser z.B. Pfahlarbeit, Hund konsequent aussteigen lassen wenn er nicht festhält, permanent mit Geschirr blocken.
Konflikt/Unsicherheit, könnte dadurch entstehen das er evtl nicht sicher ist was genau richtig ist und auch durch deine körperliche Nähe nicht vollkommen "frei" ist. Ein Ansatz könnte hier sein, z.B. die Beisswurst an eine ca 2m lange Leine zu hängen und so dann mal mit ihm zu spielen. Dabei würde ich mich dann auch seitlich drehen, somit möglichst wenig Druck machen und dann beim kontern aber auch langsam immer mehr fordern. Also es gibt nicht immer für jeden Zug etwas.
Parallel dazu, wie bei einer Übersprungshandlung, was generelles:
Viele machen den Fehler und pushen den Hund nach dem Anbiss noch weiter. Also ja, kontern, zergerln, aber nicht unbedingt noch anfeuern etc. Der Hund sollte Ruhe im Anbiss finden - Gas gibts davor, aber im Anbiss dann Ruhe und Erfolg durch klare Arbeit.
Es gibt auch Hunde die einfach ein bisschen zum "flattern" neigen, bei denen sieht man das dann deutlicher und sofort. Wobei mich auch interessieren würde, was macht er wenn er loslässt? Geht er weg oder versucht ers nochmal oder was tut er?!
Generell finde ich beim Aufbau des Zerrspieles übrigens eine Beisswurst die man an zwei Schlaufen hält deutlich praktischer.. denn dann wandert der Hund auch nicht nach oben und hat dich an den Fingern - wie beim Beisskissen eben. Ermöglicht deutlich kontrollierteres Spiel.
Womit man dann beim Thema erlerntes Verhalten wäre.. es kann auch sein, dass er mittlerweile einfach verknüpft hat, wenn ich nach oben wander und der in die Finger pack, dann quietscht die so nett und dann is meins
Könnte man wie gesagt mit ner Beisswurst mit zwei Schlaufen angehen.
Was man macht, hängt wie gesagt davon ab wie sich das genau äussert - wo Pfahlarbeit und blocken funktioniert, kann bei einem Hund der das aus Übersprungshandlung tut, genau das Gegenteil bewirken und alles noch schlimmer machen. Helfertreiben finde ich aber generell keine schlechte Idee, bringt meistens mehr Klarheit in die ganze Arbeit.