Beiträge von bordy

    Nur mal so,... in der Linkliste die hier im Forum kursiert steht auch ein FUtter, dass kostet 150Euro der 15kg Sack |)


    Preislich hört es bei mir übrigens für Fertigfutter bei dem auf, was ich zahlen würde wenn ich mir hier Frischfleisch an die Haustiere liefern lassen würde und nen eigenen Gefrierschrank für die Viecher hätte... mehr seh ich nicht ein ;)

    Nachdem ich ehrlich gesagt keine große Lust auf weitere Pauschalurteile im Stil von "Pflegefall Schäferhund" habe und es ungenügend recherchierten Journalismus schon zur genüge gibt, werde ich mir diese Reportage sicher nicht anschauen... da hab ich besseres zu tun. :smile:


    Denn sein wir mal ehrlich - wer ernsthaft an diese Vorurteile glaubt, der wird sich davon nicht abbringen lassen. Die meisten Menschen lernen doch leider wirklich erst wenn sie selbst Schaden davon tragen, davor ist billig gut und Züchter sind sowieso nur Geldschneider.

    Mal zu dem Waldkindergarten....


    Die haben hier ein eigenes eingezäuntes Gebiet, müssen aber um dorthin zu kommen über Waldwege - also öffentliches Gelände. Die Wege die sie dorthin nutzen, sind breit und gut einsehbar - es kommt also siher nicht vor, dass die Gruppe "plötzlich" vor einem steht.
    Wer da noch sagt "passiert halt mal", wenn ein Hund dort hin rast und nichts besseres zu tun hat als nen 5jährigen Zwerg mit Vollgas anzuspringen und so umzuwerfen, dass er mit Gehirnerschütterung erstmal zur Kontrolle ins KH muss, der hat für mich den Schuss nicht gehört. Sorry. Sowas passiert nicht, wenn der eigene Hund halbwegs abrufbar ist und ich auch auf ihn achte, nicht nur auf den neuesten Tratsch meines Gesprächspartners.
    Im übrigen, in besagtem Fall haben sich wohl alle "verantwortungsvollen Hundehalter" schnellstens vom Acker gemacht - ohne eine Entschuldigung, ohne Angabe der Versicherung. Hundchen hatte also seinen Spaß und die Betreuerinnen blieben mit verletzten Kindern zurück. Bei der nächsten Gelegenheit kann man sich dann aber immer gerne beschweren, dass alles immer Hundefeindlicher wird und man immer mehr eingeschränkt wird.


    Und mal ehrlich, dass ist hier keine Seltenheit.
    Würde ich in einer Welt wohnen, so wie sie scheinbar im Dogforum ist, wo alle ihre Hunde so im Griff haben, dass sie auch abgeleint und nicht Fuß-gehend niemanden belästigen, in der man Rücksicht nimmt darauf wenn niemand Kontakt wünscht und sich entschuldigt wenn man einen Fehler macht, dann wäre ich bei dem Thema auch nicht so pingelig.

    Nur leider sieht die Realität so aus, dass man hier oftmals froh sein kann wenn man den zum Hund gehörigen Halter überhaupt ordnen kann. Man kann noch erfreuter sein, wenn derjenige dann auf die Idee kommt seinen Hund mit 20 Kommandos zu sich zu lotzen und irgendwie festzuhalten. Das ist aber schon ein höchst positiver Fall. Meistens versucht man nichtmal seinen Hund zu rufen, hört ja eh nicht und man hat dann das vergnügen, von seinem Seniorhund, der einfach seine Ruhe haben will, einen "nur spielen" wollenden Hund zu pflücken, der gerade auf dessen Rücken Trampolin springt.
    Die Realität beinhaltet leider auch Erlebnisse, wie das man morgens um 7 beim Fahrrad fahren 2 mal auf dem selben Spaziergang (!!) von einem 50kg Rottimix fletschend und knurrend vom Fahrrad geholt wird und dann, weil man sich zur Wehr setzt quer über die Wiese angebrüllt wird was einem einfällt den Hund anzufassen und wenn man sich nicht so anstellen würde, wäre das alles kein THema, denn die wollen nur spielen.
    Entgehen kann man dem ganzen nur, wenn man wirklich zu eher unchristlichen Zeiten auf Schleichwegen durch den Wald tappt - was übrigens der Weg ist, den ich meistens wähle.

    Richtig, wenn man in soeinem Gebiet wohnt ist man irgendwann genervt, allein schon weil ich es nicht einsehe für jeden Spaziergang erstmal 20km raus zu fahren.

    Wirklich positiv in Erinnerung geblieben ist mir ein ca 10jähriges Mädel, morgens um sieben am Waldrand mit ihrem kleinen braunen Pudel. Das Mädel entdeckte mich und versuchte ihren Hund zu sich zu bekommen. Er hörte allerdings kein Stück, sodass sie ihn dann letztendlich einfing, am Halsband festhielt und sich an die Seite stellte.
    So, ganz ehrlich, mir ist es vollkommen wurscht ob andere Hunde hören, solange die Hundehalter irgendwie mitdenken. Ich bin mit meinen Hunden an dem Mädchen vorbei, habe miich bei ihr bedankt und habe ihr Leckerchen ANgeboten, damit sie weiter mit ihrem Hund üben kann.
    So viel zum Kinder Thema, denn eigentlich ist es schon traurig das ein 10jähriges Kind rücksichtsvoller ist als 98% aller Hundehalter hier.


    Mein Freund wohnt übrigens 300km weiter, in einem kleinen Kaff, mit viel Platz aussen rum. Wenn ich dort mit den Hunden rausgehe, begegnet mir kaum jemand und wenn, dann hören die zwar selten toll, aber man bemüht sich wenigstens seinen Hund bei sich zu behalten und ist nicht der Meinung "der darf das, der muss sich austoben".
    Wenn ich dort dauerhaft wohnen würde, dann würde ich wohl auch denken "wie doof sind die denn, was regen die sich so auf? ist doch garnicht so schlimm". Stimmt, ist es dort auch nicht!
    Mein Freund dachte als ich ihm das so erzählte zuerst auch, ich übertreibe und mache mir da zu viel Stress. Bis ich ihn dann Abends zur letzten Runde mit meiner läufigen Hündin rausgeschickt habe - seitdem zweifelt er keine mehr meiner Geschichten an.

    Zitat

    Das kann ich mir definitiv nicht vorstellen das es zu einer amtlichen Aufforderung zum Wesenstest kaeme wenn deine Hunde brummeln, knurren oder verbellen....


    Das kommt darauf an, wie derjenige das formuliert und wie derjenige Amtsvet das sieht.
    Eine ehemalige Vereinskollegin durfte antreten, weil ein anderer Hund ihren angeleinten Hund ein Stück Ohr abgebissen hat. Netterweise hat die andere Partei die ganze Geschichte so formuliert (den Anwalt formulieren lassen), dass von ihrem Hund (Beauceron) wohl unweigerlich Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen würde, weswegen der hier zuständige das ganze dann angeordnet hat.

    Zitat

    Im Leben nicht....ich war mit den Hunden in meinen 3 Jahren Bayern lediglich in der Pampa unseres eingezaeunten Stuetzpunktes unterwegs um leinenlos zu toben und zu rennen. Gegenden wo deutsche HH's sich tummelten habe ich gemieden wie die Pest.

    Eben weil der typische Deutsche mir da ein klein wenig zu hysterisch, kontrollwuetig und mediengeblendet ist


    So... du hast diesen Luxus nun.

    Was mach ich nun aber mit meinen Schäferhunden, über die auch Haufenweise Vorurteile existieren?

    Ich habe nicht 10.000m² Grund wo ich sie laufen lassen kann. Ich meide Gebiete in denen ich weiß, dass Haufenweise rücksichtslose Hundehalter umhertappen, die noch dazu ihre Hunde nicht im Griff haben. Ganz einfach schon weil ich nicht so viel Freizeit habe, dass ich erpicht drauf wäre mich aufzuregen.
    Aber ich muss irgendwann raus und wenn, dann ist das eben im angrenzenden Wald.

    Und ja, weil ich keine Lust auf den Stress habe, wenn meine Hunde dann nach der 5. Begegnung auf einem Spaziergang irgendwann genervt sind und das auch deutlich machen, werde ich sehr deutlich, wenn mal wieder irgendein Der-tut-nix auf mich zuprescht..
    Wenn meine dann nämlich nur halb so unhöflich sind und mal kurz brummen, kann ich dummerweise damit rechnen, dass ich demnächst zum Wesenstest antreten muss.

    Man findet das "Gehabe" so lange affig und übertrieben, bis man selbst Schaden davon trägt .. ;)


    Nur mal so Tanja, Beispiel aus Deutschen Verhältnissen, dass dir hier in Bayern gern mal passieren kann:


    Du, mit deinen hier Listenhunden stehst auf einer Wiese, bist total entspannt - da prescht aus 100m Entfernung ein Hund auf deine zu, Rüpelt sie an. Deine Hunde ticken nicht aus, aber sagen dem Hund deutlich, dass das Mist war.
    10 Minuten später steht die Polizei vor dir, weil der andere Hundehalter der Meinung war, dass deine bösen Kampfhunde gemeingefährlich wären?

    Wie entspannt wärst du da noch? Und wie erfreut wärst du über den nächsten Kontakt dieser Art?


    Oder, anderes Beispiel:

    Dein Kind würde einen hier ansässigen Waldkindergarten besuchen. Dein Kind also in der Gruppe, auf dem Weg zum Waldspielplatz, auf einmal schießt ein Hund an. Der Hund springt dein Kind an, es knallt mit dem Kopf auf den Boden und trägt eine schwere Gehirnerschütterung davon.
    Kann mal passieren?


    Wie gesagt... scheinbar fällt es vielen schwer sich in manches rein zu versetzen, so lange bis sie selbst ein Problem haben.

    Bisher hat bis auf meine Retrieverhündin hier fast jeder Hund sehr gerne Dinge hinterfragt, wollte bis heute immer ganz gerne Chef sein und wir können wenige Dinge schleifen lassen, sonst gibt es Chaos.. das rechne ich wirklich unter je nach Hund einfach normales Verhalten ;)


    Worum es mir eher geht und was mir extrem sauer aufstößt, sind wirklich diese Ausreden die irgendwie gerade schwer in Mode zu sein scheinen.
    Da wird der Hund stets zu anderen rennen gelassen, weil Welpe muss ja spielen und auf einmal kommt das böse erwachen und Hund haut dann eben mit 10-11 Monaten mal selber ab, bzw macht Terz an der Leine. Pubertät? nein, logische Folge aus dem eigenen Verhalten.
    Da wird das Ablegen halbherzig geübt, mit 3 mal bitten und wenn er dann nach 5 Minuten wieder aufsteht, was solls, ist ja erstmal liegen geblieben. Irgendwann steht Hundchen dann eben nicht mehr erst nach 5 Minuten auf,sondern direkt nach 10 Sekunden. Selbige Begründung wie oben.
    Alternativ dazu gibt es dann noch die Möglichkeit, einfach total übertriebenes von einem Junghund zu fordern (der 10 Monate alte Hund soll dann eine Stunde in der Fußgängerzone FUß gehen und ständig konzentriert sein z.B.) und dann irgendwann einen einfach total überforderten Jüngling zu haben.

    Nebenher dauert die angebliche Pubertät dann flexibel bis zum 3. Lebensjahr an, um dann in diverse andere Phasen (deren Name mir gerade entfallen ist, aber fällt mir schon wieder ein) überzugehen und letztendlich im Altersstarrsinn zu enden.


    Übrigens: auch wenn mir das gerade wieder so auszulegen versucht wird - lest doch einfach nochmal nach, ich habe nirgends behauptet, dass ein Hund von klein Auf perfekt abrufbar sein muss und generell keine Fehler passieren. Was mir nur wirklich gegen den Strich geht, sind irgendwelche Phasen als Ausreden für lapidare Trainingsfehler.

    Zitat


    Aus nem Beagle wird kein Schäferhund, egal wie konsequent man ist. Was genau ist ein unnormaler Hausgenosse?


    Was haben denn rassespezifische Unterschiede mit irgendwelchen Phasen zu tun?


    Sicher legt ein Hund ab einem gewissen Alter sehr Welpenhaftes Verhalten ab und wird erwachsen - das hat aber nichts mit den hier immer gern für alles herangezogenen Phasen wie "Welpenwahnsinn" "Pubertät" "Junghundewahnsinn", "2. Pubertät" und was es alles für nette Scherze gibt, um einfache erzieherische Mängel zu umschreiben, zu tun.

    Die häufigste Erklärung für das, was hier immer gern als Pubertät bezeichnet wird ist übrigens folgende: Am Anfang tappt der kleine Welpe einem eh brav hinterher, man kümmert sich also entweder garnicht um einen Abruf oder ist ganz übermotiviert, was man alles trainieren und können muss. Das klappt dann alles auch ganz gut, nur dummerweise bleibt man dann nicht dran oder überfordert den jungen Hund und zack, erntet man dann "plötzlich" eben die Früchte mit 10-11 Monaten.

    So ganz böse und aus persönlichen, sowie im Umfeld miterlebten Erfahrungen......


    Wenn ich konsequent mit meinem Hund arbeite und mich nicht auf Ausreden ausruhe, haben die allermeisten nur eine einzige Phase im Leben:


    Phase Normaler Hausgenosse.