Beiträge von bordy

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    darum schrieb ich ja, dass es enorm wichtig ist, was genau man da verpaart. Dass man eben halt nicht einfach "irgend einen Showhund" mit "irgend einem Arbeitshund" paaren kann. Aber dafür muss man sehr genau Bescheid wissen über die in Frage kommenden Tiere, wie sie arbeiten, Wesen, Veranlagungen etc. etc. Ich könnte mir vorstellen, das ist noch viel schwieriger, als "Linienrein" zu züchten.

    Das Problem bei der ganzen Geschichte ist, dass in den meisten Showlinien Arbeitseigenschaften genetisch garnicht mehr wirklich gefestigt sind - selbst wenn man dann einen "guten" Showvertreter wählt, muss der selbiges noch lange nicht vererben.

    Beim DSH gibt es auch manche, die HZ und LZ mischen und so den "perfekten" Hund kreieren wollen - die Ergebnisse sind vor allen Dingen nach der F1 Generation zumeist nicht so dolle.


    Mir fallen übrigens auch wenige Rassen ein, bei dem die Leistungslinien nicht dem Standard entsprechen... meistens sind die Showhunde eher übertypisiert.
    Meine Hündin entspricht z.B. weit mehr dem Standard des DSH, wenn man ihn mal wertfrei aufmalt, als die Hunde die derzeit auf Schauen vorne laufen - gilt aber als hässlich.

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    Es waren Arth und Oeser (glaube ich mich zu erinnern), aber ich weiß leider echt nicht mehr, wer welches Geschlecht gerichtet hat... Wenn ich dran denke, dann schau ich heut abend mal in der Bewertungskarte nach...

    Ja, DEN hatten wir auch - nette Kommentare wie "sowas wollen wir nicht mehr sehen" :muede: :mute:

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    bordy: Klar darf "man" das erfahren... ;) Ich habe ihn damals in der OG Heroldsberg ausgestellt. Den Namen des Zuchtrichters habe ich allerdings gerade nicht parat, da müsste ich mal in seiner Bewertungskarte nachsehen. Es war auf jedenfall keiner aus unserer Landesgruppe...
    Wieso fragst du?


    Weil das "ausreichend" mir ja nicht wirklich weiter hilft, ein G müsste schon her.

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    Natuerlich haetten sie das gehabt......ich hab' mich damit nicht wirklich beschaeftigt (hatte und habe ja auch nie vor zu zuechten)...aber Emma's Zuechter kennt Emma's Vorfahren der letzten 20-30 Jahre. Und decken lassen haette ich sie ja nicht von Nachbar's Lumpi sondern von einem Presa den ich mir von ihrem Zuechter haette stellen lassen.
    Das einzige was diese Welpen nicht gehabt haetten waeren FCI Papiere...die ich aber haette beantragen koennen.


    Bei vielen Rassen ist es mitterweile so, dass die Welpen DNA geprüft werden, von einem unabhängigen Gutachter. Es ist also garantiert, dass die Welpen von den entsprechenden Elterntieren abstammen - woher sollte ich das bei dir wissen, ausser das ich dir eben vertrauen muss?

    Das kann ich als Einzelperson kaum leisten und ich will ehrlich garnicht wissen wie vielen Welpen, die so verkauft werden "von Privat" doch ganz andere Abstammung haben, als angegeben wird. Das Risiko wäre mir zu hoch, wenn ich schon das Geld für einen Welpen ausgebe.

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    Ich bin zwar kein Zuechter...aber haette ich mit meiner Emma gezuechtet haette ich all dies vorzuweisen, auch ohne mich einem Verein anzuschliessen.

    Und ja...mit dem passenden Rueden (warscheinlich von Emma's Zuechter) waeren das sehr solide Welpen gewesen ;)

    Die Welpen die rausgekommen wären, hätten aber vor allen Dingen den Nachweis der Herkunft und Eigenschaften der Vorfahren nicht mehr gehabt.


    der für mich markanteste Unterschied zwischen "Zucht" und Vermehrerei ist für mich, dass man auch mal weiter denkt als bis zu dem einen Wurf und mich wundert, dass das so ausser acht gelassen wird.

    Ordentliche Aufzucht, Elterntiere untersuchen lassen, dass kann man noch locker ohne Verband leisten. Wie man wirklich kontrollierte Datenbanken (auch vertikale Untersuchung der Verwandtschaft) und verlässliche, von Aussenstehenden geprüfte Informationen bekommen möchte, wenn man einzeln "kämpft" und sich nicht mit anderen zusammen tut, ist dann schon eher eine größere Frage. Wirklich bemühen tun sich da auch wenn dann nur sehr wenige Züchter die idR Arbeitshunde züchten - für die allermeisten "Privatzüchter" hörts doch beim einzelnen Welpen auf. Da wird (erstmal ganz wertfrei) schlicht und einfach das Endprodukt vermehrt - im Unterschied zur Zucht. Beides gibt es im VDH, ausserhalb ist letzteres aber eher selten.

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    Auf krummen Beinen und mit kranken Gelenken lässt sich wohl kaum Höchstleistung zeigen. Gerade Leistungszuchten achten sehr auf Gesundheit.


    richtig...


    Leistungsfähigkeit bedeutet ja nunmal auch körperliche Gesundheit, welche man nicht erreicht, wenn schwere anatomische Fehler da sind.


    Ich kenne ehrlich gesagt aus dem Stehgreif keine Rasse bei der eine solche AUfteilung besteht, bei der im wirklichen Leistungsbereich Hunde rumlaufen wuerden, die gesundheitlich eingeschränkt sind - sonst könnten sie auch keine Höchstleistung erbringen.

    Dafür massenhaft Rassen, bei denen die Showlinien massiv eingeschränkt sind, dass aber den ambitionierten Halter nicht auffällt.

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    Da kann ich dir nur zum Teil zustimmen. Es kommt da wohl auf die Rasse an und welche Aufgabe der Hund bei der Jagd erfüllen soll.

    Kenne genug Bracken und Schweißhunde, die nur positiv geführt werden, und die suchen alle super und erfüllen ihre Aufgabe bei der Jagd gut! (Die meisten auf der Nachsuche.) Bei vielen dieser Hunde würde man die Suchleistung eher negativ beeinflussen mit Druck und Gewalt....

    Vorsteher usw. sind da wieder eine andere Welt....


    Du sagst es da ja schon eigentlich selber..

    Schweisshunde etc. erledigen ja eigentlich ihre "natuerliche" Aufgabe und verfolgen Spuren - ich finde, dass ist weitaus natuerlicher, als etwas das z.B. ueberhaupt nicht im Beutespektrum vorkommt aufzunehmen und zurueckzubringen.
    Wenn ich mich mal dran erinnere, welch super Geruch ein Fuchs hat... mich wunderts da nicht, dass die meisten Hunde das nicht unbedingt aus tiefster Freude in den Fang nehmen. Zumal andere Beutegreifer idR auch nicht gejagt und verzehrt werden, im Gegensatz zu anderem Wild.


    Uebrigens, wenn hier immer so auf den Briten rumgeritten wird.. Wenn ich mich an die letzte Schottlandreise erinnere, erinnere ich mich auch an eine Uebernachtung in einem Youthhostel in einem Landhaus. Die Frau des Betreibers hatte(zuechtete?) Labradore und arbeitete wohl mit ihnen.
    Abends konnte man netterweise das Training mit ihrem Youngster beobachten - sicher, klassischer Zwangsapport war das absolut keiner und der Hund war absolut mit Freude dabei. Als er seine 5 Minuten bekam und den Dummy rumwarf und hoppste, gabs trotzdem einen sehr deutlichen Kommentar.
    Auch das ist Druck.

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    ich glaube nicht, das es irgendwen gibt, der das nur positiv aufgebaut schafft.....


    Sundri


    Da bist du nicht die einzige und es wäre mir sehr neu dass es irgendwer macht - ich kenne zwar durchaus AUsbilder die weitgehend positiv aufbauen, aber keinen einzigen der auch erfolgreich nicht nur Prüfungen besteht sondern den Hund auch regelmäßig im Einsatz hat, der nicht sagt, irgendwann kommt der Punkt an dem man gewisse Dinge einfach klarstellen muss.


    Druck heißt ja nun nicht immer nur, dem Hund fürs Down eins mit der Gerte überzuziehen und das "Aufbau" zu nennen. Druck kann, wie beschrieben, auch einfach mal ein verbaler Zusammenschiss sein, wenn der Hund an einem Tag mal der Meinung ist, er hat keine Lust.

    Das man darauf komplett verzichten könnte, habe ich noch von keinem gehört - ausser von denen, die in ihrem Leben noch keinen brauchbaren Jagdhund geführt haben..

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    wenn dein Vater jagdlich ausbildet, wieso weiß er nicht, wie man einen sauberen Apport beibringt?


    Vielleicht, weil es überall unterschiedliche Wege gibt und auch jeder Jäger mal seinen ersten Jagdhund hatte?


    Im übrigen bietet es sich für sauberen Apport an, dem Hund erstmal das Halten und Vorsitzen beizubringen, bevor man irgendetwas wirft. Das ist im Endeffekt der "schwierigste" Schritt, allerdings sitzt der Apport dann idR auch sicher.