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Ganz einfach: ruhig hinlaufen, anschnuppern und seiner Wege gehen ist normal, sozialkompetent und gesellschaftsfähig. Direkt draufhauen weil ein anderer Hund einem zu nahe kommt ist es nicht. Drum ist man als Halter unverträglicher/distanzierter Hunde in der Pflicht zu warnen.
Unsere Doggenhündin war mit anderen Hündinnen unverträglich. Hörte aber gut. Trotzdem hab ich sie IMMER angeleint wenn ein fremder Hund kam und erstmal abgeklärt welches Geschlecht uns gegenüber steht um notfalls vorzuwarnen. Und jetzt mit Ewok lein auch ich erstmal an solang er sich unhöflich benimmt.
Warum sollten sich Halter völlig unproblematischer Hunde (heranstürmende Tutnixe sind nicht unproblematisch ;-) ) so nen Stress machen? Ich habe unproblematische Hunde noch nie angeleint und werde es auch nicht tun. Wer sich anderen Hunden ruhig und höflich nähern kann und sich zurückziehen kann wenn der andere einen nicht mag hat diese Freiheit verdient.
Wir sind keine Eremiten die allein mit Hund durch die Welt stapfen und ein Recht auf Einsamkeit haben. Menschenbegegnungen gehören dazu. Genauso wie Hundebegegnungen, Wildbegegnungen etc. Muss man halt können. Wers nicht kann muss gesichert werden.
Na wie ich das liebe, wenn direkt derartige Scherzchen unterstellt werden.
Wer redet hier davon, dass es in Ordnung wer jeden dahergelaufenen erstmal zu verdreschen?
Das verstehe ich nicht unter distanziert und ich glaube auch niemand anders.
und wer sagt eigentlich, dass es vollkommen normal ist, jeden dahergelaufenen Hund erstmal zu belästigen?
Von einem wirklich achso sozial kompetenten Hund erwarte ich, dass er nicht nur seine Nase in den Hintern eines xbeliebigen andern schieben kann, ich erwarte auch, dass er entsprechend Abstand hält, wenn sein Gegenüber schlichtweg kein Interesse hat.
Ich erwarte durchaus auch, dass er das merkt, ohne das der Gegenüber direkt drohen muss.
Wenn mein Hund das nicht kann, ja, dann erwarte ich, dass der Halter des achso unproblematischen Hundes, "sich diesen Stress macht" - sonst mache ich seinem Hund selbigen.
Meine ältere Hündin wird jetzt 11 und hat den ganzen "Sozialiserungszirkus" mitgemacht. Hundewiese, Spaziergänge im Ballungsgebiet, andauernde leinenlose Begegnungen.
Endergebnis? Ein Hund der schlichtweg keine Lust mehr auf andere hat. Wehren tut sie sich trotzdem nicht. Sie steht da und signalisiert ganz einfach, dass sie null Interesse verspürt.
Ein Hund, der das ignoriert und ihr trotzdem die Nase in den Allerwertesten schiebt, der ist nicht sozialkompetent, sorry, und das wird er auch nicht wenn man sich das noch so sehr schön redet.
Ich habe jahrelang den Fehler gemacht und habe sie in diesen Situationen nicht gestärkt - und jetzt ist für mich der Punkt erreicht, da möchte ich meinem Hund schlichtweg einen schönen Lebensabend ermöglichen und sehe garnicht ein, dass sie sich permanent mit irgendwelchen pseudosozialkompetenten Kaspern auseinandersetzen muss.
Unsere andern verstehen übrigens durchaus das sie keine Lust auf andere hat ohne jemals eine gefangen zu haben, komisch, oder? 
Für einen erwachsenen Hund ist es schlichtweg nicht natürlich sich permanent mit irgendwelchen Fremdhunden auseinandersetzen zu müssen. Es gibt dann aber eben Hunde, die kommen mit dieser sich in den meisten Gegenden bietenden Situation besser klar und andere schlechter.
Solange meine Hunde klar komunzieren, dass sie ihr Gegenüber nicht interessiert, sehe ich auch nicht wirklich ein warum ich auf den nächsten Baum hüpfen sollte, nur damit sich mein Gegenüber nicht die Mühe machen muss, seinem Hund respektvolles Verhalten beizubringen. Würde er das nämlich können, wäre es kein Problem sein einfach ohne Kontakt seiner Wege zu gehen.
Das alte Schaf reagiert auf derartige Bedrängnis eben mit erstarren und leidvollem erdulden - die youngster wären eben relativ schnell an dem Punkt, deutlicher zu werden. Trotzdem, sinds keine "Arschlochhunde", und auch nicht sozial inkompetent. Die verstehen nämlich idR, wenn das Gegenüber einfach kein Interesse hat...