Ich denke nicht mal, dass das "Problem" für die "Guten" Fotografen ist, das es Leute ohne Ausbildung gibt, die für Bilder Geld verlangen.
Deren Problem im allgemeinen ist die digitale Fotografie und das DSLR einfach erschwinglich geworden sind und jeder eine hat... und auch jeder denkt, er wäre der Held.
"warum Geld für ordentliche Hochzeitsfotos ausgeben, wenn Onkel Hubert doch auch eine Kamera hat..?"
und sich professionell fotografieren zu lassen, ist aus oben genannten Gründen auch nicht mehr modern.
Allerdings... wenn ich mir so Bilder von gelernten Fotografen hier aus der Umgebung anschaue, dann würde ich, wenn ich Bilder bräuchte mich auch lieber von einem talentierten ohne Ausbildung fotografieren lassen. Die können Passbilder, evtl noch drapierte Bilder vor blödem Hintergrund und damit hat sich die Geschichte dann auch. Von künstlerischem Anspruch mal ganz abgesehen.
Ich denke es ist wie in anderen Bereichen auch. Wer gut ist (unabhängig davon, ob ausgebildeter Fotograf oder nicht), der braucht auch vor solchen Kaspern keine Angst zu haben, denn die Leute die das wollen, die gehen zu denen eh nicht. Egal wie billig sie sind.
Nur dann muss ich mich eben von denen auch abheben. Ich finde das immer komisch, wenn "Professionelle" (egal welcher Bereich) rumjammern, dass ihnen ja die Aufträge ausgehen, weil es andere billiger genauso gut machen - dann muss ich eben Dinge bieten, die der andere nicht kann oder mir darüber Gedanken machen, ob meine Leistung wirklich das Geld wert ist, dass ich dafür verlange.
Ich kenne das zum Beispiel auch von der Nachhilfe - da jammern die, die davon leben wollen, dass die ganzen Schüler die Preise kaputt machen. Mein Kommentar dazu ist nur immer, dass wenn man Arbeit abliefert, die zum Preis passt, man auch weniger Probleme hat. Sieht man natürlich "das man davon leben muss" als Grund genug an, mehr Geld zu verlangen, sieht man natürlich alt aus.