Beiträge von bordy

    Ist ja nett das man jetzt wieder zurückrudert und ich gerade wenig Lust habe Seitenweise Zitate hier rein zu kopieren, wo mehrfach behauptet wird das "der" DSH nicht mehr Leistungsfähig ist und Leute die sagen das es nicht "die Rasse" gibt bei der ein Großteil der Hunde Probleme hat sich selbst in die Tasche lügen. :pfeif:


    Im Gegensatz zu anderen Rassen sind zu starke Wickelungen und lockere Bänder nichts, was einen DSH ausmacht und wir haben auch das Glück, dass eine große Bandbreite an Hunden und damit auch die benötigte Genetik vorhanden ist(wobei, da ist die Colliezüchterin ja auch anderer Meinung..), um einen Hund ohne Probleme aufgrund optischer Merkmale zu erhalten. Das ist bei andern Rassen um die es hier ging nunmal nicht unbedingt so.

    Da der Termin eben näher rückt, mach ich mir mehr Gedanken darum..
    Und halt das Gerede das man so mitbekommt..
    Ich werde oft angesprochen wegen ihrem Rücken, das verunsichert mich noch etwas mehr.

    Ein Hund der gut angelegte Gelenke hat wird von einigermaßen normaler Belastung (solang es z.B. keine andauernde einseitige Überbelastung im Wachstum ist, was dann wirklich problematisch ist oder Wachstumsstörungen die unter anderem aus falscher Fütterung resultieren können) keine großartigen Defekte entwickeln.

    "Interessant" wird es nur, wenn der Hund an sich schon ein leichtes Problem hat und dann auch noch nicht angepasst belastet wird.

    An deiner Stelle würde ich den Rücken gleich noch mitröntgen lassen (wobei das gerade in jungem Alter auch noch nichts sicher aussagt) und evtl auch mal eine gute Physio drüber schauen lassen, wenn du dir nicht sicher bist.

    Eine Übertypisierung kann aber eben auch zu einem Qualzuchtmerkmal werden.Das ist genau der selbe Kram wie der stark verkürzte Fang bei einigen Hunderassen und den damit verbundenen gesundheitlichen Problemen. Und beim deutschen Schäferhund gibt es eben nicht wenig Exemplare wo der Standart extrem ausgelegt wurde, was nicht grade zu einer besseren Leistungsfähigkeit geführt hat.
    Es wird ja wohl noch erlaubt sein Dinge kritisch zu hinterfragen, sonst kann man sich die ganze Diskussion über Qualzuchten sparen.

    Lustig übrigens Boxerschäferhund, dass du dir bei einem Vertipper schadenfroh ins Fäustchen lachst, selber aber Sätze bringst bei denen ich teilweise erstmal den Google Translator brauche, um auch annähernd zu verstehen, was genau du mitteilen möchtest.


    Whatever, nevermind...ich bin raus aus der Schäferhund-Debatte.

    Offenbar ist dir und einigen andern der Unterschied zwischen "kritisch hinterfragen" und einfach mal irgendwelche Parolen in den Raum zu stellen, die eine ganze Rasse betreffen sollen (die in sich so unterschiedlich ist wie es mehr kaum sein könnte) und dabei gleich mal Leute die das Thema etwas differenzierter betrachten denunzieren nicht ganz klar.

    Ich persönlich wollte früher nie einen deutschen Schäferhund, dass es die andern gab war mir so nicht klar. Optisch ansprechend fand ich aber immer die sehr kurzhaarigen Hunde mit Stehohren.. (vollkupierte) Dobermänner, Pharaohounds etc fand ich immer optisch recht ansprechend.

    Dann habe ich angefangen Hundesport zu machen und mehr Kontakt mit Gebrauchshunden gehabt, bzw für andere welche ausgebildet und seitdem bin ich eben da gelandet. Ich mag alle Eigenschaften die ein guter Arbeitshund in dem Bereich eben braucht und bin da auch nicht nur auf eine Rasse eingeschossen... die Eigenschaften des Hundes müssen passen. Das es jetzt eben gerade die DSH sind ist eher Zufall.
    Würde ich irgendwann in Zukunft irgendwo in der Innenstadt leben und mit den Hunden in irgendwelchen Parks gehen müssen, würde ich mir das mit den Rassen aber nochmal überlegen, bzw die Hundehaltung überhaupt. Mal davon ab, dass ich so generell nicht wohnen wollen würde. Ich sehe das schon so, dass gewisse Eigenschaften nicht unproblematisch sind, auch wenn sie mich so nicht stören oder ich sie sogar mag.


    Generell bin ich nicht der Meinung, dass jeder passionierter Hundesportler / Viehhalter / Jäger sein muss, nur um einen Hund halten zu "dürfen". Ein Hund der ausgedehnte Spaziergänge macht, in der Familie mit seinen Leuten spielt, etc ist für mich jetzt auch nicht zwingend unglücklich.
    Man sollte sich dann nur einfach den Hund holen, der dazu passt und das sind einfach selten die, die heute modern sind.
    Ich denke das Hauptproblem bei vielen Rassen ist auch nicht, dass man bestimmte Rasseeigenschaften nicht mehr in der Form will (obwohl man durch Leistungsselektion idR auch gut Übertypisierungen und gesundheitliche Probleme schon im Keim ersticken kann) , sondern dass man die Selektion falsch angeht. Wenn ich z.B. keinen Hund mehr möchte der ausgeprägtes Jagd/Hüteverhalten und damit unter Umständen auch zu Zwangshandlungen neigt, dann halte ich es für deutlich Zielführender darauf zu selektieren das ein Hund dies eben nicht mehr zeigt und trotzdem ansonsten einigermaßen Wesensstark und belastbar ist (Wobei gewisse Dinge natürlich auch einfach gekoppelt sind...), anstatt es einfach nicht mehr zu beachten und russisch Roulette zu spielen, solang er hübsch ist.
    Die Krux an der Sache ist ja, dass gerade viele Showzuchten heutzutage schon durch mangelhafte Selektion auf Wesenseigenschaften nicht nur nicht mehr für ihren Ursprünglichen Zweck geeignet sind, sondern auch durchaus problematisch als "nur Familienhund" sind.
    Wenn ich mir ansehe das z.B. der weiße Schäferhund einer Bekannten auch einfach mal inkontinent wurde, wenn sich wegen Urlaub ihr Tagesablauf leicht veränderte , frage ich mich schon ob sowas wirklich erstrebenswert für eine Familie ist.

    Wie auch immer, für mich gehört der DSH als "Gesamtrasse" nicht in den Qualzuchtbereich, aber ich find diesen Typ mit der Hyänenhüfte (der auch ohne Training und ohne Stellen so dastehen) und dem wobbeligen Gangbild schon ziemlich strange und frag mich, was das soll.

    Das "wobbelige" hat an sich gar keinen Sinn, sondern ist schlicht und ergreifend eine Begleiterscheinung, eben eine Übertypisierung.

    Der grundsätzliche Gedankengang ist wohl, dass der DSH ein "Traber" sein soll. So wird er ja auch im Ring vorgestellt.. und was passiert wenn man vorne über die Leine Bremst und von hinten viel Schub kommt ist, wie beim Motorrad, Auto, Trabrennpferd auch, dass es vorne hoch geht und hinten leicht runter.


    Die Hunde können normal auch sehr "schön" raumgreifend traben und das auch ausdauernd.. mit der lockeren Hinterhand ist halt nur dann nicht mehr viel anderes möglich.

    @tigerlara

    was hat er denn und wie alt ist er mittlerweile?


    @MaxyKing

    Das Gewicht kann generell schwanken, allerdings würde ich wirklich darauf achten das er möglichst schlank ist im Wachstum und nicht zu hochwertig gefüttert wird. Viele Junge Hunde entwickeln sonst Wachstumsstörungen, wenns "zu schnell " geht.

    Hauptröntgen ist normalerweise ab 12 Monaten dran und sollte dann auch vom Gutachter ausgewertet werden.
    Manche röntgen auch mit ca 6 Monaten vor. Für nicht Züchter/Sportler halte ich das aber für uninteressant, wenn der Hund nicht gerade lahm geht.

    Kranke Individuen gibt es in jeder Hunderasse, sogar in jeder Tierart - was soll uns das jetzt sagen?


    Wundert mich ja irgendwie, dass wenn der DSH ja grundsätzlich nicht zu den robusten Rassen gehört, man sich einen Hund kauft, der aus dem selben Genpool stammt...? Oder ist das an die Fellfarbe gekoppelt? :ugly:


    Vielleicht sollte man sich nicht so aus dem Fenster lehnen, am Ende fällt man noch raus.

    bordy: Ich kann ja durchaus sehen, dass es auch andere Schäferhunde gibt, im Gegensatz zu zum Beispiel Möpsen, wo ich wirklich noch keinen gesehen hab, der der aktuellen Standardauslegung soweit entspricht, das man sich auf ner Zuchtschau sehen lassen könnte und der trotzdem ne gesunde Anatomie hat (weil's sich einfach wiederspricht).

    Aber hast du als Schäferhundmensch solche Hunde wie ich sie beschrieben hab wirklich noch nicht gesehen oder nur in verchwindend geringer Zahl? Dieses weiche, instabile, "schleichende" Gangwerk und im freien Stand hinten "zusammensackend"?


    Ich habe nirgends behauptet, dass es keine übertypisierten Schäferhunde gibt. Es gibt sogar relativ viele.
    Mit "schiefem Rücken" hat das aber weniger zu tun, eher einer zu starken Wickelung in der Hinterhand und größtenteils lockeren Bändern. Solche Hunde können im übrigen trotzdem laufen (gerade darauf wird extrem viel Wert gelegt... sie müssen in der GHKL relativ lang "traben" können), allerdings ist es für einen Gebrauchshund in dieser starken Ausprägung einfach kontraproduktiv. Selbst wenn so ein Hund dann die triebliche Veranlagung mitbringt um tauglich zu sein, bleiben Einschränkungen in der Wendigkeit und meist auch erhöhtes Verletzungspotential. Kann ich so aus Erfahrung sagen, ich habe Jahrelang Hochzucht Hunde geführt.

    Fakt ist aber auch (obwohl die ganzen "Fachleute" hier das sicher verneinen, weil ich bin ja böser Schutzhundesportler, total geil drauf einem Hund möglichst weh zu tun und überhaupt ist es ja total okay hier Dinge vom Stapel zu lassen, für die andere gemeldet werden würden.. aber ich schweife ab - und das ist übrigens der Grund warum ich ansich gar keinen Bock hab zu dem Thema noch groß etwas zu sagen) , dass es innerhalb der Rasse Deutscher Schäferhund mehr Unterschiede gibt, als es bei manchen andern komplett getrennten Rassen untereinander. In den letzten Jahren gab es grob gerundet 12.000 DSH Welpen jährlich und man geht von ungefähr einem Drittel Leistungspopulation aus. Also mindestens 4000 Welpen die schonmal grundsätzlich dem Bild, was als "Der" DSH gehandelt wird nicht entsprechen. Das ist mehr, als andere beliebte Rassen in 2 Jahren alleine ohne irgendeine Unterteilung haben. Wenn mir dann jemand erzählt, es gäbe ja grundsätzlich nur "die andern", dann stellt er sich beim Suchen entweder absichtlich blöd an oder ist es einfach.


    Dafür sollte man natürlich auch wissen, dass ein Standbild nicht unbedingt sagt, wie ein Hund von sich aus aussieht. Wenn man nur nach einem Standbild geht, wird's natürlich schwierig.. wenn man sich mit dem Thema so eingehend beschäftigt hat, dass man es sich erlauben kann solche Sprüche wie die letzten Seiten zu klopfen, sollte das Wissen hierüber wie gesagt da sein.
    Aber wenn hier dann ein absolut oberflächlich und von Formulierungen die einfach a) falsch sind und b) anzeigen, dass jemand mit der Thematik null zu schaffen hat , strotzenden Artikel einer CollieZüchterin, die beurteilen möchte wie ein Gebrauchshund zu sein hat rangezogen wird, wundert mich relativ wenig.

    Ich erinnere mich dazu nur an eine interessante Begegnung in einem Futterladen hier. Ich hatte meine Hündin mit dabei, wartete an der Theke, bis sich eine Frau hinter mir anstellte. Irgendwann entwickelte sich dann folgende Konversation..
    "Oh der ist ja schön gerade "
    "Danke."
    "Diese Ostlinien sind ja auch viel schöner, die Westhunde sind ja alle krank, da findet man sowas nicht"
    "Meine Hündin ist zwar in Thüringen geboren, hat aber kein Ostblut, sondern rein West... allerdings Leistungszucht". (ich war mal in Plauderlaune, mir war langweilig) "ja aber.. die sind dann aber ganz selten !"
    "eigentlich nicht, man geht von einem Drittel Leistungspopulation aus, was ungefähr 4000 Welpen jährlich sind."
    :ugly:

    Meine Hündin ist im übrigen die, die immer als eher "naja immerhin ist sie gut" bezeichnet wird - schön fanden die Leute immer z.B. den Ausbildungsrüden, der andauernd Probleme mit den Bändern und 68cm Schulterhöhe hatte, was das ganze nicht besser gemacht hat. Das waren dann die selben Leute die einem 5 Minuten vorher nen Vortrag darüber gehalten haben, wie krank das doch ist das man "solche" Hunde züchten kann. Da weiss man dann auch wie es mit dem Fachwissen steht...


    Zu den Preisen.... ein gesunder, Zuchtfähiger , gut veranlagter Malinois Rüde mit Papieren hat genauso seinen Preis und wird eher ungern in den Dienst verkauft, selbst wenn die die Preise zahlen könnten. Es ist nur schlichtweg so, dass es beim Malinois einen relativ großen Markt mit papierlosen Hunden die z.B. bei Händlern aufwachsen gibt. Ansonsten sind es häufig Hunde die irgendwelche Leute als netter Familienhund wollten und die dann weg müssen, aber aus diversen Gründen für Sport und Zucht (siehe Papiere) uninteressant sind.


    Hier in der Kreisgruppe sind die meisten übrigens wieder vom Malinois weg, aus diversen Gründen. Modebewegungen gibt es auch im Gebrauchshundebereich..