Anscheinend ist der Karren nicht so tief im Dreck - auch wenn uns "Kritiker" das gerne glauben machen wollen - dass man das erforschen würde.
Es gibt bereits bei diversen Rassen ähnliche Erhebungen siehe zB die aktuelle Entwicklung beim Dobermann, ich glaube auch beim Bernersennenhund gibt es solche Studien.
Natürlich kann man sich jetzt hinstellen und an die Verschwörungstheorie glauben, dass der SV so etwas unterdrückt. Aber sieht man sich Ergebnisse rund um den Erdball an (zB die OFA Statistik) sieht es einfach danach aus, dass eine solche Studie schlicht nicht nötig ist.
Ehrlich gesagt empfinde ich das nun auch als eine seltsame Argumentation, vor allen Dingen wenn man z.B. die OFA Statistiken kennt.
von der OFA gibt es betreffend des Bewegungsapparates nur Studien zu ED und HD. In diesen liegt der DSH auch nicht schlechter als andere Rassen vergleichbarer Größe, das ist richtig. (wie die Auswertung zusammen hängt wurde z.B. auch auf der diesjährigen Ausbildungs und Zuchtwartetagung der LG Bayern Nord von einer Tierärztin der GRSK erläutert)
Zu Erkrankungen der Wirbelsäule gibt es keine Statistiken, genauso wenig wie zu Problemen aufgrund von Überwinkelung und lockeren Bändern (was schon daran liegt, dass man sowas nunmal sehr schwer messen kann).
Dahingegen gibt es genügend Aussagen von langjährigen spezialisierten Tierärzten , Physiotherapeuten und nicht zuletzt praktische Erfahrungen, die zeigen, dass eine Konstitution wie sie im Bereich der Hochzucht idealisiert wird langfristig Probleme in der Belastbarkeit, Wendigkeit nach sich zieht und nicht zuletzt einfach, dass so ein Hund wohl eher nicht mit einem gesunden Bewegungsapparat alt wird.
"Verschwörungstheorien" hin und her und man sollte sicher vieles hinterfragen, was "Kritiker" so von sich geben, aber es ist schon auch irgendwie naiv zu glauben das der SV sich da wirklich "bemüht" wenn man ihn nicht zwingt. Ich hatte genug mit den Leuten die da in der Spitze mitspielen zu tun, die Summen und die Lobby um die es da geht ist mit dem Kleinkram beim Dobermann nicht zu vergleichen. Nicht zuletzt wurde es auch dieses Jahr wieder auf oben erwähnter Tagung sehr deutlich, als unser aktueller Bundeszuchtwart sich zum Thema DM äusserte.
Sinngemäß war seine Aussage, dass es im Ausland zwar Studien gibt die teilweise 50-70% betroffene (Träger oder reinerbig DM/DM) Hunde in der Population vermuten, er das aber nicht so sieht, dass alles für Panikmache hält um die man sich nicht weiter kümmern muss und weil er persönlich keinen kranken Hund kennt von maximal 1% betroffenen Hunden ausgeht. Damit war das Thema für ihn dann auch durch.
Dieser Defekt ist in sehr vielen Rassen vorhanden und seit dem Gentest wäre es ein absolut leichtes mit absolut geringem Kostenaufwand sich erstmal ein Bild darüber zu verschaffen, in wie weit es wirklich ein Problem ist. Sollte sich rausstellen, dass das wirklich nur Panikmache ist könnte man das Thema in 2-3 Jahren abhaken und gut... Aktuell weiss man eben im Endeffekt nichts. Nachdem DM aber erst zum Tragen kommt, wenn die Hunde für die meisten Sportler und Züchter in einem Alter sind, in dem sie eh nicht mehr "interessant" und die Symptome nicht eindeutig sind, kann man das natürlich nett totschweigen. Verschwörungstheorie? Nunja, ich war dabei als diese Äusserungen kamen..