Wie stellt ihr euch denn das "ungeschliffene" (Ergo, noch nicht durch Erziehung gelenkte) Verhalten eines Welpen vor, der später mal an seine Grenzen (oder darüber hinaus) für sein Triebziel gehen, etwas verteidigen was man ihm wegnimmt, auf Provokation nicht mit Rückzug sondern offensiv reagieren soll ?
Beiträge von bordy
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Man sollte vielleicht auch noch etwas unterscheiden zwischen Welpen, die sich eben gegenseitig nicht unbedingt etwas geben und solchen, bei denen zu Verkaufszwecken bestimmtes Verhalten besonders gefördert wird. Häufig sind letztere dann noch nicht mal genetisch die stärksten und nicht selten dann mit nem Jahr durch.
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Aber ist es nicht so, dass Welpen nicht umsonst bis mind. zur 8. Woche bei der Mutter (und den Geschwistern) bleiben sollen? Manche sagen ja auch, 10 Wochen oder gar 12 wären ideal. Brauchen die Rassen, die mit 6 Wochen teilweise schon aufeinander losgehen, das nicht? Sind die in dem Punkt "reifer"? Oder wie ist das?Da stellt sich mir halt schon die Frage, ob das ok ist, den Familienverband so früh aufzulösen/zu trennen/zu managen?
Und das meinte ich auch im ersten Post mit "schief laufen" - eigentlich ist jede Woche, die ein Welpe bei Mama (also auch bei den Geschwistern bleiben darf) wertvoll. Sieht das in solchen Fällen anders aus?
Kann auch sein, dass ich mit dem Gedankengang komplett falsch liege, freue mich über Aufklärung.
generell gibt es zu der Frage, wie lange Welpen im Wurf verbleiben sollten ja auch bei andern Rassen unterschiedliche Auffassungen.
Der Sinn dahinter Welpen länger im Wurf zu belassen soll ja sein, dass ein vielleicht noch nicht ganz so sicherer Welpe länger den Familienverband zur Orientierung hat.
Ich sehe das "möglichst lange in der Gruppe belassen" aber auch generell eher kritisch. Habe ich z.B. einen eher schüchternen Welpen, dann wird mit zunehmendem Alter die Gefahr immer größer, dass er untergebuttert wird. Da hat so ein Welpe mehr von, wenn er in seine Familie kommt und sein Selbstvertrauen dort zu stärken.
Wenn ein Welpe aber in diesem Alter schon sehr selbstsicher ist und weiss was er will, fällt der Aspekt Sicherheit durch die Gruppe auch einfach weg.Ab einem gewissen Alter werden sie dann einfach mobil, sind sicher genug um sich für die Welt zu interessieren und ja, wenn dann beide das Gleiche wollen werden sie eben auch fuchtig.
In andern Ländern, z.B. den Niederlanden, ist es Standard Welpen mit 7 Wochen abzugeben. Nachteile haben die daraus auch keine...
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Wer behauptet denn, dass alle diese Hunde in Tötungsabsicht auf andere losgehen?
Das ist so ein bisserl die Panikmache, die man immer um kleine Giftzwerge aufbaut.Wieso es da in der Welpenkiste ab einem gewissen Punkt so ab geht? Weil die Hunde keine Ausweichmöglichkeit haben. Konflikte stauen sich über Tage und Wochen und die Hunde müssen trotzdem 24 Stunden zusammen sein und können nicht genügend Abstand waren. Der Unterlegene kann sich nicht weit genug zurückziehen und deshalb gibt es ab und an schlimmere Verletzungen.
Bei erwachsenen Hunden würde doch nie jemand - mehr Verstand als ein Stück Feldweg vorausgesetzt - zwei solche Hunde ständig zusammensperren und zusehen, wie sie sich zerfleddern.
Da wird beim Zusammentreffen mal kurz geklärt, dass man sich gegenseitig scheiße findet und dann geht jeder seiner Wege und wenn das andere Ende der Leine nicht komplett Pudding im Hirn ist, wird man dafür sorge tragen, dass man die Hunde nicht mehr in den Konflikt bringt.So schaut es doch aus... ein weiterer Punkt, weswegen es für bestimmte Rassen z.B. nicht ideal ist, möglichst lang beim Züchter zu bleiben.
Das sich zwei Individuen in so einem beschränkten Raum, Ressourcen die sie sich teilen müssen bekriegen heißt ja nun nicht, dass sie hinterher allem lebendigen auflauern und nur darauf warten, es umzubringen.
BTW, dass Argument, dass es ja ganz furchtbar wird wenn jemand das nicht handeln kann ist meines Erachtens nach ein schlechtes. Man wird für jeden Hund, und sei er noch so nett, jemanden finden, der es schafft, damit überfordert zu sein. Wenn ich mich danach orientiere, dann schaffe ich Hundehaltung am besten ganz ab. (dafür gibts ja auch genug Stimmen - aber irgendwie merken das die wenigsten, dass sie solchen Leuten genau in die Hände spielen... )
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Viele Welpen von eher ernsthaften Rassen entwickeln relativ früh schon eine gewisse Individualdistanz und nehmen unangemessenes Verhalten von andern durchaus krumm. Als "aggressiver Welpe " würde ich das nun nicht bezeichnen..
Die Problematik ist eher, dass "keine schlechten Erfahrungen" schon ein sehr dehnbarer Begriff ist, da muss ich @flying-paws recht geben.
Lass den Welpen vielleicht generell vom Typ her nicht sehr in sich ruhend sein, lass ihn gerade eine blöde/misstrauische/unsichere Phase haben ( und ja... die haben die meisten Welpen, andere mehr, andere weniger...) und dann kommen noch ein paar dumme Begegnungen bei denen er von andern Hunden bedrängt wird dazu und schon dränge ich den Welpen in eine Situation, in der er sich irgendwie wehren "Muss".Aus diesem Grund sollten für mich die Kontakte eines Welpen sehr kontrolliert, mit Hunden die ihn auch da schon nicht bedrängen stattfinden.
Jagd"spiele", die wohl eher Stressabbau sein werden, würde ich komplett unterbinden, bzw das der Hund überhaupt von andern bedrängt wird. Mit diesem Stressfaktor wird das Problem unter Garantie immer schlimmer werden. -
Sich in einem Forum darüber aufzuregen , wie doof der andere doch ist (weil es *muss* natürlich falsch sein was der macht ) ist also seine "Meinung und Gefühle kundtun " ? Für mich ist das fishing for Kompliments und dann mosern wenn nicht alle Antworten so sind , wie man sich das denkt .
Btw hat niemand davon gesprochen , nicht anzusprechen was man anders machen würde . Es geht um das danach . Und da kann man jetzt noch mosern wie man will , akzeptieren oder unterbinden ist die einzige Möglichkeit .Wenn mein Partner mich im übrigen wegen so banaler Dinge , über die man halt unterschiedlicher Auffassung sein kann , in einem Forum als den letzten idioten darstellen würde , wär daheim ganz schön was los .
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Bla blubb schlimme Vergangenheit hin oder her - wenn du wirklich der Meinung bist das der Hund da nicht differenzieren kann , dann unterbinde es . Dann halt mit der Konsequenz das der Hund auch mal alleine bleiben muss .
Ansonsten wird es sich bei den Beteiligten um erwachsene Menschen handeln und wenn den Cuts nicht stören , stören sie ihn nicht . Ende .
Vielleicht mal von dem "nur mein Umgang ist richtig " runter kommen ..?
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Ich weiß persönlich nicht, wo immer die die Auffassung her kommt das nur man selbst es richtig macht und alle andern um einen rum blöd sind... so blöd kann derjenige doch nicht sein, sonst wäre man nicht zusammen, oder?
Vollkommen unabhängig davon, ob der Hund nun von Welpe auf da ist oder nicht, handelt es sich ja in der Regel um einen erwachsenen Menschen. Passt mir das nicht, was der andere da macht wenn er den Hund hat, dann spreche ich das mal in einer ruhigen Minute an und wenn das nicht angenommen wird, dann gibts zwei Möglichkeiten. Entweder ich unterbinde das, in dem es eben zu keinem Kontakt mehr kommt oder ich halte mich da raus. Schlussendlich muss derjenige dann ja mit den Folgen leben. (jetzt mal davon ausgehend, wir reden nicht davon den Hund spontan an der Hauptstraße abzuleinen)
Solches von der Seite reingeblöke bei einem erwachsenen Menschen gehört zu den Dingen, die mich schon immer beim Zuschauen aufregen...
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Naja, Umfallen höchstens wegen Hitzschlag Dank Schau-Kondition.
Was willst du denn jetzt von mir? Lesen scheint schwer zu sein.
