Beiträge von bordy

    "gut" würde ich das nun nicht unbedingt nennen .. Ich empfinde es nicht unbedingt als "gut" alles was lukrativ und medizinisch möglich ist aus dem Hut zu zaubern. Das ist vielleicht gut für die Kasse, gut für den Besitzer der sich nicht trennen will , schlecht für sein Konto , aber gut für das Tier wohl nicht .


    lebewesen werden alt , in menschlicher Obhut sowieso meist viel älter als ursprünglich angedacht Und irgendwann gibt der Körper nach und nach auf . Im Gegensatz zum Menschen muss ein Hund aber nicht mit Krankheiten die er ohne menschliches zu tun garnicht erlebt hätte dahin siechen .


    Du triffst auch so eine Entscheidung. Auch die Entscheidung einem 13 Jahre alten, großen Hund jetzt noch einen Diagnose Marathon mit dem
    Ergebnis das er alt ist und dann vielleicht noch eine belastende OP, von der er sich unter Umständen sowieso nicht mehr erholt, zuzumuten ist eine. Ob es eine ist , die eben dem Lebewesen das so lange an der eigenen Seite war gegenüber fair ist ist die andere .


    Die meisten Schäferhunde sind recht zäh. Wenn da mal wirklich Einschränkungen gezeigt werden, ist es in der Regel schon 5 nach 12.

    Sorry, aber gerade in den meisten Kliniken ist es heutzutage definitiv nicht so, dass "vorzeitig" zur Einschläferung geraten wird.
    Wenn mir eine Tierklinik schon anrät, dem Hund eine Behandlung nicht mehr anzutun, dann ist das in der Regel auch dem Hund gegenüber nicht mehr fair. Auch wenn einem das nicht gefällt.
    Gerade nach 13 Jahren ist man es seinem Hund irgendwo schuldig, dass ihm nichts mehr unnötiges zugemutet wird, nur weil ich die Entscheidung vor mir her schiebe.


    Will ich nicht irgendwann vor der Entscheidung stehen , einen Hund zu erlösen oder ihn aus egoistischen Gründen weiter am Leben zu erhalten, sollte ich mir keinen anschaffen.

    Mit dem Kauf habe ich Verantwortung übernommen. Ende.

    Bei einem 13 Jahre alten, großen Schäferhund empfinde ich es doch als reichlich seltsam direkt mal zu sagen das "Einschläfern nicht in Frage kommt". Bei einem großen Hund ist 13 Jahre ein gutes Alter und das der Bewegungsapparat da irgendwann nachgibt ist erstmal total normal.
    Das ein Hund keine aktiven Schmerzregungen zeigt ist erstmal auch absolut normal... das heisst aber noch lange nicht, dass er keine hat.

    Operation (wenn es denn etwas operables ist... was bei den meisten degenerativen Erkrankungen die spontan in Frage kommen eher nicht angezeigt ist) in dem Alter steht für mich vom eventuellen Nutzen in keinem Verhältnis zur Belastung des Hundes. Von daher erschließt sich mir auch der Sinn eines MRTs nicht. Das ganze dauert recht lang, benötigt also auch eine lange (risikoreiche) Narkose, um am Ende dann halt noch zu wissen was jetzt genau die Alterserscheinung ist, so der Hund denn nochmal aufwacht. was soll dabei denn raus kommen?


    Wenn ich heute einen Hund anschaffe, dann übernehme ich Verantwortung. Diese schließt ein, dass ich bei einem Hund (zum Glück) irgendwann die Möglichkeit habe, Leid zu beenden.
    Ein Hund in dem Alter würde von mir eine entsprechende Medikation bekommen, damit er schmerzfrei ist und wenn das nicht mehr reicht darf er gehen. Definitiv nicht würde ich ihn durch einen Diagnose und Behandlungsmarathon schleifen, nur weil ich nicht los lassen kann.

    Heute ist viel medizinisch möglich. Nur ist nicht alles sinnvoll.

    Gerade nach der Kastration verändert sich die Figur häufig. Das eine Taille erkennbar ist, sagt noch gar nichts aus.


    Nachdem das allerdings nicht dein Hund ist @Millemaus, wird dir das nicht viel bringen. Es gibt immer jemanden, der meint das wäre nicht so schlimm und wenn der Besitzer selbst der Meinung ist das das so schon passt, dann wird der Hund so bleiben.

    Im Endeffekt kann dir bei einem erwachsenen, schon geformten Hund doch eh niemand sagen, wie der wird. Selbst wenn die Ausgangsrassen bekannt sind, weisst du weder ob die Eltern wirklich "typisch" (wenn man das bei der großen Bandbreite in vielen Rassen überhaupt sagen kann) sind, noch ob sich die Eigenschaften bei dem einzelnen Hund wirklich durchsetzen.

    Gerade wenn der Hund schon älter ist, hat man doch recht gute Möglichkeiten Dinge abzutesten die einem wichtig sind. Vorausgesetzt, man weiss schon was man will...

    Wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will, kann man vor dem Kauf ja auch entsprechende Rassenspezifische Krankheiten untersuchen lassen. Allerdings werden da die meisten Organisationen und Privatverkäufer im Familienhundebereich nicht unbedingt mitspielen.


    Ich habe schon Mixe aus Ausgangsrassen bei denen man eigentlich kein großes Problem vermutet gesehen, die bei Leuten gelandet sind die da nicht blauäugig rangegangen sind und die trotzdem mehr oder minder problematisch waren und auch solche, bei denen man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde bei Leuten die sich 0 Gedanken machen und trotzdem laufen sie mehr oder minder unproblematisch mit..


    Das Programm klingt für mich im übrigen nach "Mittelmaß". Das sollte für mich (auch mit der Anpassung später...) eigentlich ein gesunder, junger Hund mitmachen. Vorausgesetzt man nimmt nicht gerade einen unverbesserlichen Jäger - da wird's gerade am Pferd wohl schwer.

    Also auf meiner letzten SV Veranstaltung wurde zwar alles mögliche und auch unmögliche :ugly: abgezogen, aber das jetzt nicht.


    Kann mir aber jetzt auch nicht vorstellen, wie eine ruhige und direkte Aufnahme, die man nicht kritisieren kann so möglich sein soll.