Ja, ich verbitte mir Kritik einer einzelnen Person, die mich und meinen Lebensstil gar nicht kennt, an meinem Konsum.
Ich lasse mich auch nicht gerne von Menschen, die eine andere Lebensphilosophie haben, in eine Ecke stellen oder bevormunden. Ich lasse mich auch nicht missionieren. Solch ein Vorgehen steht keinem zu.
Und was gibt dir nochmal das Recht, jetzt zu kritisieren das jemand, der sich selbst eben so Vegan wie möglich ernähren/leben möchte, vor sich selbst aus Grund XY rechtfertigen Kann Hund aus Quelle XYZ zu halten ?
Wenn man so darauf bedacht ist, auch ja nicht kritisiert zu werden (egal wie klar widerlegbar die Gründe für das eigene Handeln auch sein mögen...), dann sollte man das andern genauso zugestehen.
Wenn ich mir selbst aus welchen Gründen auch immer verbitte, in eine Schublade mit Leuten gesteckt zu werden, denen die Folgen ihres Konsums für Mensch oder für Tier vollkommen egal sind, dann kann doch "tja aber da war ein mal eine, die hat als Vegetarier nen blöden Spruch gebracht!" keine Rechtfertigung dafür sein mit anderen das Selbe zu machen was man für sich auch nicht will.
Mir ist real ehrlich gesagt noch gar niemand begegnet, der mir gegenüber einen ernsthaft blöden Spruch wegen des Konsums tierischer Produkte gebracht hat (was nicht heißt, dass es das nicht gibt - da muss man nur mal auf ein paar Blogs lesen, dann findet man schon durchaus Leute deren Einstellung zum Leben und anderen menschen durchaus, nennen wir es mal "diskutabel" aus meiner Sicht wäre). Dafür scheint es wirklich für sehr viele Leute total normal zu sein, einem ungefragt irgendwelche blöden Sprüche oder Diskussionen im Stil von "Ha! Wusst ichs doch! Du bist ja gar nicht so Veggie!" rauf zu hängen. Ich finde da den verlinkten Cartoon wirklich sehr treffend. Begründung natürlich, weil man bestimmt schonmal jemanden getroffen hat, der sich mal auch nur ansatzweise nicht so nett geäussert hat... da kann der Rest jetzt schonmal drunter leiden, ist ja logisch. Sippenhaft ist ja auch echt cool.
Das geht so weit, dass ich z.B. in bestimmten Gesellschaften je nach Stimmungslage fast geneigt bin auch Gerichte mit Fleisch aus Herkunft, die ich eigentlich nicht unterstützen möchte dann halt um des lieben Friedens willen doch zu essen, weil ich mich darauf verlassen kann das die schlichte Ansage "sorry, ich möchte das nicht essen" schon wieder dazu führt das sich viele im Recht sehen sich absolute Unverschämtheiten rauszunehmen. Sagt man hingegen man will keinen Beilagensalat, ist das total okay... das Grünzeug schmeckt ja eh nicht.
Nein, ich kann auch nicht ganz nachvollziehen warum man sich einen Caniden und nicht irgendwas was nicht auf tierische Nahrungsquellen angewiesen ist hält, wenn man grundsätzlich ein ethisches Problem mit der Haltung von Tieren als Nutztiere hat. Umgekehrt können ganz viele aber wahrscheinlich auch nicht nachvollziehen, warum ich Schlachtung grundsätzlich okay finde, wenn die Tiere vorher ein einigermaßen artgerechtes Leben hatten. Muss aber auch keiner, ist ja mein Leben.