Beiträge von bordy

    Ich gehöre ja nun nicht zu denjenigen, die der Meinung sind, man muss alles machen und man muss alles bis ins kleinste Detail ausdiagnostizieren.. aber mal ehrlich - du wünscht dir eine Diagnose und dem Hund geht es offensichtlich schlecht.


    Das Blutbild und das Anpassen der SD Substitution ist sicher nicht verkehrt, aber es ersetzt bei scheinbar recht eindeutigen Schmerzreaktionen halt nunmal nicht Röntgen und Ultraschall. Von einem kompetenten Tierarzt erwarte ich da übrigens auch, dass er mich weiter schickt wenn er die Diagnosemittel nicht hat und das nicht mit "braucht man nicht abwiegelt".

    Hast du schonmal selber Rückenschmerzen gehabt? ja, da hilft langfristig das Aufbauen entsprechender Muskulatur, aber du wirst festgestellt haben das du ohne akute Schmerzmedikation da sicher nichts aufbaust. Anders schaut das bei deinem Hund auch nicht aus.

    Schmerzen können ein Lebewesen stark beeinflussen, mir ist wirklich nicht ganz klar, wie man einerseits so "unglücklich " mit der Situation sein kann und andererseits Behandlung mit "da muss ich ihr ja noch eine Tablette geben" ablehnen kann.


    Für mich gibts bei einem Hund der so offensichtlich zu leiden scheint nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich pack den Hund und lass ihn wirklich auf den Kopf stellen (wäre für mich auf jeden Fall einmal durchröntgen und Ultraschall) um dann weiter zu entscheiden oder ich erspare dem Hund weiteres Leid und lass ihn einschläfern, wenn ich aus irgendwelchen Gründen keine Linderung erreichen kann oder will.

    Den Hund so in der Luft hängen zu lassen geht für mich gar nicht.

    Im übrigen ist mir gerade mal eine Situation eingefallen, wo ein Hund von mir mal so etwas wie den Ansatz zum Mäkeln gezeigt hat.

    Die Eltern meines Damaligen Freundes hatten auch eine Schäferhündin. Aus Erzählungen hiess es immer der Hund wär so dünn und würde nichts fressen.
    Tatsache war, dass der Hund locker 5 kg zu viel drauf hatte.

    Da gab es dann so Storys, wie das ich 5kg Haferflocken geschenkt bekommen habe, weil der Hund nur die feinen und nicht die groben fressen wollte und wenn was vom Schweinebraten übrig war, dann wurde das klein geschnitten inklusive Klößen (sonst war da eh keine Chance). An guten Tagen hat der Hund dann davon was genommen, an "schlechten" halt nur die Soße runter geschleckt :ugly:

    Wies halt so war, wenn wir dort waren ist halt auch alle Nase lang was in meine Hündin gewandert und die hat sich gefreut die verschmähten Sachen aufzusammeln. Nach ein paar Wochen wars dann mal so, dass sie ihr Futter bekommen hat und das Fleisch oben runter gefressen und Kartoffel und Haferflocken weitestgehend unten drin lagen. :pfeif:

    Joa, kurzer Prozess. Schwiegermutter hat erstmal Fütterungsverbot bekommen, für den Rest des Tages war fasten angesagt und am nächsten Morgen stand die Schüssel wieder genau so dort.


    Thema erledigt, bis zum heutigen Tag.

    Nö ich habe nur geschrieben, dass es klappen könnte. Und ich kenne auch viele Hunde, bei denen das funktioniert hat. Ich möchte nur deutlich machen, dass dein Weg auch nicht unfehlbar ist.

    Nimms mir nicht übel, aber ich habe wirklich noch nie (!) erlebt, dass man sich mit Mäkelei abfinden muss, bzw das es überhaupt dazu kommt, wenn man dem Hund einfach eine klare Linie vorgibt und das dann auch durchzieht.
    Das was du dir da ausdenkst, ist einfach nicht realistisch. Hunde sind Opportunisten und da hungert keiner auf die Dauer absichtlich, wenn er einfach weiss das es keine Option ist und es nichts anderes gibt.


    Jeder wie er mag. Ich belohne Hunde gerne mit Dingen, die sie mögen. Der Hund der TE würde das TF momentan nur aus Hunger fressen...

    Was glaubst du denn aus welchem Grund Hunde sonst so fressen? Genuss an der kulinarischen Erfahrung?

    Natürlich wird das gefressen, weil Fressen nunmal elementar fürs Überleben ist. Allerdings haben Hunde bei mir auch nicht permanent ein Überangebot an allem.

    Du gehst dabei aber davon aus, dass der Hund nach drei Tagen vernünftig das frisst, was er vorgesetzt bekommt. Und das kann nun mal auch schief gehen. Welpe hat zwei Tage gefastet und frisst dann endlich aus Hunger. Die nächste Mahlzeit wird dann direkt gefressen, weil Hund ja jetzt weiß, dass er sonst hungert, ja? Ja vielleicht. Vielleicht findet Welpi das Futter noch immer blöd und streikt wieder. Aber wir wollen ja positiv denken: Welpi frisst also auch brav die nächste Portion. Dann wird Rückruf geübt - mit Käse, weil positive Verstärkung über Spiel noch nicht klappt (jaja ich weiß, dass du das kannst). Spätestens jetzt grübelt Welpi bei der nächsten Mahlzeit.Verhungern wird der Welpe nicht. Aber er könnte durchaus über einen längeren Zeitraum nur die Hälfte seines Bedarfs fressen - und das ist in dem Alter einfach nicht gesund.

    Und jetzt nehmen wir mal an, dass das realistisch ist, was du dir da zusammenspinnst - der Welpe frisst aktuell nicht mal Hüttenkäse und sonstige Leckereien, die man versucht ihm zuzustecken.

    Bist du echt der Meinung, wenn man da jetzt nur was anderes füttert, dann frisst der das dauerhaft?

    BTW, nehme ich beim Welpen keine "besonderen" Leckereien fürs Training sondern das Futter , was er eh bekommt. Welpen verdienen sich bei mir einen guten Teil des Futters.

    Ganz einfach. Weil je länger ich solche Spielchen mitspiele, desto mehr wird sich das festsetzen und desto mehr Probleme habe ich langfristig.


    Kleines 1&1 des Lernverhaltens.


    Wenn etwas nicht geht, dann arbeite ich jetzt daran und nicht erst irgendwann später, wenn der ganze Spaß sich schon gefestigt hat. Wenn ich einen Welpen mal 2-3 Tage nicht mit Futter belohnen kann (und ich bin mir absolut sicher, länger wird dqw nicht dauern) bricht dem auch noch keiner ab.

    leider nicht, wenn man's bei Aldi & Co. kauft! Das ist ja das schlimme :(

    "teuer" auch in Anführungszeichen. Aber selbst wenn ich die Fleischpreise im Discounter nehme, dann bin ich mit einem einfachen vegetarischen Gericht immer noch günstiger dabei, als wenn ich mir einbilde da müssen jetzt noch Hackbällchen oder dergleichen rein.

    In unserer Mensa gibt es eigentlich schon immer mindestens 1 Gericht vegetarisch, gezielt Vegan jetzt nicht.
    Allerdings muss ich schon sagen, dass für mich schon die meisten Fleisch Gerichte eigentlich "gar nicht " gehen dort.. die Veggie Sachen sind noch schlimmer. Deswegen vermeide ich es eigentlich generell da Geld auszugeben.
    Bei Currywurst mit Pommes (die in der kleinen Mensa täglich angeboten wird) kann man halt irgendwie nicht viel falsch machen.


    Allerdings muss ich auch sagen, dass gerade im Vergleich zu den Sprüchen, die immer kommen wenn es grob um Fleischkonsum geht ("Also ich ess nur sehr wenig Fleisch") hier die allermeisten sich kaum Mahlzeiten ohne Fleisch vorstellen können. Verwundert mich z.B. auch in dem Thread über günstige Gerichte.. also wenn ich sparen muss, dann sind das eigentlich niemals Gerichte mit Fleisch. Ist ja nunmal auch vergleichsweise "teuer".

    Ich esse deutlich weniger Fleisch als die meisten Leute die ich kenne und ich würde trotzdem sagen, ich esse eigentlich nicht "wenig" (also definitiv öfter als 1 mal die Woche, wenn man wirklich alles mit einbezieht und nicht nur Steaks rechnet) .

    Dann versteh ich deinen Rat an die TE einfach nicht :ka:

    Du gehst davon aus, dass der Hund ohne Probleme frisst, wenn man das mal eine Woche aussitzt, oder?Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei allen Hunden funktioniert.

    Ich gehe nicht davon aus, sondern ich weiß das ein gesunder Hund nicht vor dem Napf verhungert.
    Im übrigen bezweifle ich ganz stark, dass die allermeisten Hunde das eine Woche durchziehen, wenn man es richtig angeht (ergo, keine Möglichkeit sich zwischendrin immer wieder irgendwo was abzuholen).

    Ich hatte auch schon mit Hunden zu tun, für die Futter nicht so wichtig war (obwohl keinerlei gesundheitliches Problem bestand). Trotzdem hat da keiner mehr als alle paar Wochen eine Mahlzeit ausgelassen.