Gerade recht agile Hunde überspielen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sehr lange. Wenn der Hund wirklich Sprünge meidet, dann hat er wahrscheinlich schon ein massives Problem.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die wegen jedem sch... beim Tierarzt stehen und ich bin auch nicht der Meinung, dass man immer den vollen Diagnosemarathon fahren muss. Aber wenn mein Hund plötzlich eine derartige Verhaltensänderung zeigt, dann lasse ich das schon abklären. Das kostet nicht die Welt und wenn es blöd läuft und man nichts tut, wird im blödesten fall das ganze verschleppt und man hat erst ein richtiges Problem.
Bei der Heilung können Schmerzmittel im übrigen sehr wohl helfen. Es sind idR nicht "nur" Schmerzmittel (obwohl das Nehmen von Schmerzen ja nun auch schon ein großer Vorteil ist, sollte man meinen...), sondern viele Präparate wirken gleichzeitig z.B. auch als Entzündungshemmer. Gerade bei Arthrotischen Veränderungen oder Verletzungen im Rücken ist die Hemmung der Entzündung sehr wichtig, gerade auch um weitere Schäden vorzubeugen.
Darüber hinaus gibt es Untersuchungen, die ergeben haben, dass Heilung unter Einsatz von Schmerzmitteln deutlich schneller von statten geht.
"keine Schmerzmittel, dann schont er sich eher" ist einfach eine Milchmädchenrechnung. Auch wenn das viele alteingesessene Tierärzte noch so verbreiten.
Eine einfache Untersuchung und ggf. Schmerzmittel/Entzündungshemmer kosten nicht die Welt. Dieses Geld sollte man ausgeben. Vor allen Dingen weil sich mir der "Vorteil" davon, einen Hund unbehandelt zu lassen einfach nicht erschließt...