Das muss man eigentlich nicht fragen , da steht sogar eine Grad Zahl dabei . Ansonsten vielleicht nochmal die Lage der Kruppe nachschlagen .
Zum Rest sage ich wohl besser nichts .. Die seltenen DSH in den neuen Bundesländern ![]()
Das muss man eigentlich nicht fragen , da steht sogar eine Grad Zahl dabei . Ansonsten vielleicht nochmal die Lage der Kruppe nachschlagen .
Zum Rest sage ich wohl besser nichts .. Die seltenen DSH in den neuen Bundesländern ![]()
Die Kruppe scheint beim ganzen DSH Thema irgendwie eines der missverstandensten Körperteile zu sein. Praktischer Weise enthält der FCI-Rassestandard am Ende auch ein beschriftetes Bild:
Sehr viele Hunderassen haben (sollen eine haben) abfallende Kruppe. Auch Wölfe haben sie, genauso wie diverse andere Säugetierarten wie z.B. Pferde. Sinn und Zweck der ganzen Sache ist, dass man mit einer abfallenden Kruppe gut untertreten, sich also energiesparend fortbewegen kann.
Leider ist das nicht nur bei "Nicht-Züchtern" nicht so bekannt, sondern teilweise sogar bei Zuchtrichtern.. kopple ich Selektion nach Optik dann noch vom Gebrauch ab, passiert eben genau das Gleiche wie bei andern Rassen auch. Es geschieht unter Umständen eine Übertypisierung, die nicht mal dem eigentlichen Standard entsprechen muss.
Ich habe zu diesem Thema auch schon teils mit langjährigen Züchtern sowie Richtern diskutiert und man hat teilweise sogar an diesem Punkt versucht mir zu erzählen, im Standard stände etwas von leicht abfallender Rückenlinie. In Zeiten von Smartphones habe ich mich dann aber auch an Fortbildung versucht
und konnte die entsprechenden Stellen im Standard schön zitieren.
ZitatDie Oberlinie verläuft vom Halsansatz an über den hohen langenWiderrist und über den geraden Rücken bis zur leicht abfallendenKruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist mäßig lang,fest, kräftig und gut bemuskelt. Die Lende ist breit, kurz, kräftigausgebildet und gut bemuskelt. Die Kruppe soll lang und leichtabfallend (ca. 23° zur Horizontalen) sein und ohne Unterbrechungder Oberlinie in den Rutenansatz übergehen.
Und wo wir schon dabei sind:
ZitatHinterhand
Die Stellung der Hinterläufe ist leicht rückständig, wobei dieHintergliedmaßen von hinten gesehen parallel zueinander stehen.Oberschenkel und Unterschenkel sind von annähernd gleicher Längeund bilden einen Winkel von ca. 120°, die Keulen sind kräftig undgut bemuskelt.
ZitatDie Sprunggelenke sind kräftig ausgebildet und fest, derHintermittelfuß steht senkrecht unter dem Sprunggelenk.
Und besonders schön:
ZitatDer Deutsche Schäferhund ist ein Traber. Die Gliedmaßen müssen inLänge und Winkelungen so aufeinander abgestimmt sein, dass erohne wesentliche Veränderung der Rückenlinie die Hinterhand biszum Rumpf hin verschieben und mit der Vorhand genausoweitausgreifen kann. Jede Neigung zur Überwinkelung der Hinterhandmindert die Festigkeit und die Ausdauer und damit dieGebrauchstüchtigkeit.
... und ein Fehler, der die Gebrauchstüchtigkeit mindert, ist nach dem entsprechenden Absatz ein schwerer Fehler und sollte damit eigentlich zum Ausschluss führen. Oder halt zum BOB . ![]()
Womit wir beim Endergebnis wären: ein DSH sollte am Ende vom Grundsatz her genauso laufen wie jeder andere Hund mit abfallender Kruppe auch.. Finde es aber immer besonders schön, wenn die Wurzel allen Übels immer in der abfallenden Kruppe gesucht wird. ![]()
Ein Hund mit gewölbter Rückenlinie nimmt eigentlich schon eine Schonhaltung ein.
Ob wie ein Hund als Welpe läuft nun wirklich ein Maßstab für die Funktionalität ist, wage ich auch zu bezweifeln. Allein schon weil "normal" da sehr schwierig ist. Das ist für mich stark rasseabhängig und wenn ich z.B. sehr frühreife Vertreter als Maßstab ran ziehe, schauts für viele (gerade große) Rassen echt ziemlich schnell echt düster aus im Vergleich.
Welcher Anteil an Schäferhunden wirklich ein krankhaft unfunktionales Gebäude hat, lasse ich mal dahin gestellt. Nur so viel: Wenn man mal von ca. einem drittel Leistungspopulation (wobei mir da auch nicht alles gefällt und ich manches auch nicht für gut heisse, auch wenn es vielleicht keine übertriebenen Winkelungen sind) ausgeht plus einem guten Anteil moderate HZ Hunde, die ich zwar nicht ideal finde, die aber auch keine großartigen Probleme haben dürften , dann bin ich immer noch bei mehr Welpen als jährlich im VDH Labradore oder Golden Retriever geboren werden.
Ich bin mir schon bewusst, dass spätestens seit einigen TV Beiträgen jeder bescheid weiss das man mit DSH ganz dolle viel Geld verdient. Aber sorry, in der Realität sind das Ausnahmen für die wirklich größere Summen gezahlt werden und bis man so einen Hund mal hat, hat man idR sehr viele Jahre Arbeit, sehr viele andere Hunde und ziemlich viel Geld "verbraucht". Das sich jemand wirklich mit Hunden sanieren konnte habe ich auch hier noch nicht wirklich erlebt. Die, die da Geld haben hatten es alle schon vorher.
Mal ganz davon abgesehen, dass der Markt für Schäferhunde generell immer kleiner wird und man für einen normalen Welpen teilweise nicht mal die Hälfte von dem bekommt, was man für andere Rassen zahlt.
Seit 2002 haben sich die Welpenzahlen von über 20.000 auf gut 10.000 halbiert und selbst für die verbliebenen Welpen ist es teilweise extrem schwer Käufer zu finden. Arbeitet man mit dem Ausland Zusammen gehts noch etwas besser, aber auch das ist nicht mehr so gefragt. Gleichzeitig haben sich auch die Mitgliederzahlen des SV halbiert und auch die SV Veranstaltungen werden immer schlechter besucht.
Das hat sicher verschiedene Gründe, aber ehrlich gesagt empfinde ich diese Reduktion in Teilen als nicht mal schlecht. Ich denke das "Problem" mit den Idealen die auch der SV vertritt (obwohl ich die Crufts zum Glück in dem Fall auch nicht ganz als repräsentativ empfinde) ist dabei sich über kurz oder lang von selbst zu erledigen.
Wo man noch wirklich Geld für Schäferhunden verdienen kann (ohne vorher genauso viel rein zu stecken..) kann mir das gerne verraten. Ich denke im Grunde hat Übertypisierung einfach die gleichen Gründe wie bei Mops, Dackel, Dogge und Co.
Gerade als Pferdehalter sollte einem doch bewusst sein, dass Pferdehaltung sich nunmal grundlegend von Hundehaltung unterscheidet. Ein Hund lebt mit mir in einem engen Sozialverband (ob man das nun Rudel oder sonstwie nennen mag...) und in einem solchen ist es auch vollkommen normal, dass sich eben nicht jeder fortpflanzt.
Ein Pferd lebt hingegen (artgerecht) im Herdenverband und es ist schlicht und ergreifend vielerorts kaum möglich einen Hengst artgerecht zu halten, weil das die Haltung nicht her gibt. Das kann man nun gut finden oder nicht, aber es ist halt so.. wobei ich persönlich auch meine, dass je nach "Szene" es ja schon irgendwie zu gehen scheint. Gerade im WEsternbereich etc. sind Hengste ja irgendwie nicht ganz so selten.
Im Endeffekt wurden mehrere Möglichkeiten genannt. Gerade im Alltag würde ich schlicht und ergreifend nicht groß erwähnen das der Hund nicht kastriert ist. Das man wirklich keinerlei Vereine findet, in denen man mit einem unkastrierten Hund trainieren darf, kann ich mir in einem so hundezuchtaffinen Land wie Großbritannien kaum vorstellen. Im reinen Hundeschulbereich vielleicht schon eher.
Ja, Kastration bringt einen Hund in der Regel nicht um, Ferkeln wird ohne Betäubung immer noch der Schwanz gekappt (und kastriert) und in der 3. Welt sterben Kinder. Mit der Argumentation kann man sich aber auch 98% aller Threads hier sparen.
Naja, Im Prinzip ähnliches "Programm" wie bei jedem anderen großen Hund auch. Eher energiearmes Futter füttern, nicht zig Sachen nebenher (Grünlippmuschel und Gelatine ist okay, aber ich würde von diversen anderen Nahrungsergänzungen Abstand nehmen) , sehr sehr schlank halten, evtl koordinationsübungen (wenn man sich da nicht sicher ist vielleicht mal einen Physiotherapeuten drüber schauen lassen) und nicht überlasten. Speziell bei einem Hund aus der Herkunft evtl Tierarzt speziell auf Mängel ansprechen (können z.B. auch zu schlechter Bänderqualität führen).
Spielen würde ich mit jedem Hund in dem Alter zwar machen, aber nicht zig mal werfen, hoch ziehen etc.
Irgendwie scheine ich echt in anderen Gegenden unterwegs zu sein. Von allen DSH die ich auf all den Plätzen und im Alltag bisher gesehen habe, waren vielleicht 5 wirklich so schräg gebaut, dass mir leid getan haben.
Alle anderen (auch HZ-Hunde) waren relativ gerade. Nicht so gerade wie z.B. die Malis, aber echt nur etwas schräger.
....es ist ja im Prinzip auch schon mal jeder von einem Schäferhund gebissen worden oder kennt jemanden, der jemanden kennt...
Ich denke niemand der sich einigermaßen auskennt hat behauptet, dass es keine unfunktionale Anatomie beim Schäferhund gibt oder das diese immer nur am Stellen liegt.
Was nur schlicht und ergreifend nicht stimmt ist die Verallgemeinerung. Es gibt eben auch genug Hunde, die ein funktionales Gebäude haben und auf den ersten Blick "Schräg" gestellt werden, aber halt auch Hunde die eh schon eine schlechte Haltung haben, die durch die Körstellung noch extra betont wird. Das kann man idR mit etwas geübtem Blick auch schon auf dem Bild unterscheiden.
Die prämierte Hündin gehört leider zu letzterer Gruppe. Generell scheinen die Briten hier aber irgendwie auch noch eins drauf setzen zu wollen.. auch der SV prämiert Hunde, die in einigen Punkten sehr sehr deutlich vom Rassestandard abweichen, aber gerade das starke durchtreten in der Hinterhand (auf dem selben Blog sind Bilder von einem vorigen Gewinner - nochmal schlimmer) habe ich so noch auf keiner SV "Spitzenveranstaltung " gesehen.
Realistisch betrachtet hat der Rüde zwar auch kein wirkliches "Gebrauchsgebäude"... aber er ist in dem Punkt auch deutlich weniger "schlimm" als die Hündin. Schade, dass man diese dann vor ihn gestellt hat.
Einfach mal Spaßes Halber der Rassestandard angehängt. Kann man einfach mal abhaken was alles als schwerer Fehler bezeichnet wird.
BTW Thema "wie kann man das seinem Hund nur antun" - ich denke das ist vorwiegend Gewöhnung. Die Köpfe und Gesichter vieler HZ DSH finden die meisten noch schön und dann "gewöhnt" man sich halt dran. Ansonsten entwickelt sich Übertypisierung halt so, wie überall anders auch. Auch hier im Forum wurde im Aussteller Thread schon empfohlen dem Hund doch die Hinterhand stärker rauszuziehen um die Winkelung zu betonen... jetzt spinnt man das mal ein paar Jahrzehnte weiter und Voila.
Dafür sorgen das sie nicht mehr aufsteht ?
Sinn der Übung ist ja nicht , dass du Bewegung hast und der Hund sich durch eure Auseinandersetzung reinsteigert .
Ich würde sie auf ihren Platz bringen , ihr mitteilen das Aufstehen jetzt mal aus ist und ihr ganz vielleicht etwas zum kauen (stressabbau) geben .
Ist halt am Ende wirklich die Frage, was dich genau stört
Oder meinst du Kontrastarmut im Bild, fehlende Schärfe?
35er dürfte das ganze dann halt wieder etwas "plastischer" machen und je nachdem welches 35er sind die Bilder auch recht Kontrastreich.
Hast du evtl mal Beispiele was du meinst? auf Flickr gibts ja zu so gut wie jedem Objektiv einen Bilderpool.
Naja, das man mit einem Tele etwas "schmaler" wirkt, bzw das ganze etwas flacher ist halt einfach so. 50 sind da eher im "normal"-Bereich, auch wenn es am Crop schon ein leichtes Tele ist. ein 17-50er wird jetzt kein optimales Objektiv für die Portraitfotografie sein, wenns über "Menschen sind halt mit drauf" hinaus geht... schätze ich jetzt mal.