Beiträge von bordy

    Was heißt überhaupt "individuelle Betreuung" ganz konkret? Ein paar Beispiele wären ganz cool. Darunter versteht doch sicher jeder was anderes.

    Lustig finde ich auch, wie unterschiedlich die Beschäftigungs/Bespaßungsanforderung ist, je nachdem, in welchem Thread geschrieben wird.
    Da sind einmal die Hunde, die nen volleren Stundenplan haben, als meine älteste Tochter in der Oberststufe aufm Gymnasium, was ich nun auch nicht soooo erstrebenswert in der Hundehaltung finde.
    Und dann gibts die, dich sich "übertreffen" wollen mit der großtmöglichen "Nixtuerei", ohne dass Hundilein durchdreht.
    ...auch wenn ich es evtl. ein bissel überspitzt darstelle. ...ich denke, ihr wisst schon, was ich meine.
    Ein gesunder Mittelweg ist irgendwie out, habe ich manchmal das Gefühl.
    Jeden Tag volle Power und volle Aufmerksamkeit halte ich für Hunde nicht sonderlich gesund.

    Individuelle Betreuung heisst für mich zum Beispiel ganz konkret, dass ich in der Lage sein sollte Probleme entsprechend anzugehen und das nicht auf die Lange Bank schieben zu müssen, weil neben dem ganzen Haufen anderer Tiere gar nichts "schief" gehen darf..
    Wenn ich z.B. nicht mit einem Hund mal längerfristig öfter einzeln gehen kann, weil er vielleicht als Junghund noch nicht einfach so mitläuft, weil er gesundheitlich angeschlagen ist, etc. dann würde ich mal schwer überdenken ob das wirklich noch eine Bereicherung für alle Beteiligten ist. Habe ich mehrere Hunde einer Altersklasse gleichzeitig, also auch mehrere junge Hunde, wird die Wahrscheinlichkeit das ich das muss natürlich ungleich größer.


    Ich denke übrigens nicht, dass man einen Hund Non Stop bespaßen muss. Das kann und will ich auch bei 2 oder 3 Hunden nicht.. aber es ist halt schon ein Unterschied, ob ich mir die Zeit nehmen kann damit jeder auch mal einen einzelnen Spaziergang bekommt, seine eigenen 15 Minuten Unterordnung, seine eigene Kuscheleinheit abends mit mir auf der Couch oder ob das alles untergeht oder nur sehr selten stattfindet weil die Tiere eigentlich nur noch versorgt werden.

    Ich lese hier auch von manchen immer wieder, wie sich quasi darin überboten wird wie anspruchslos die Hunde sind.. und ich verstehe es nicht wirklich. Nur weil ein Hund nicht die Wände hoch geht, heisst das noch lange nicht das ihm persönliche Ansprache nicht gut täte.
    Und wenn ich schon drauf beharre, dass ich mich gar nicht einzeln mit denen Beschäftige und die das auch gar nicht brauchen, dann verstehe ich erst recht nicht was ich dann eigentlich mit den Tieren will? Deko??

    Meine Mutter hat für das Ziehen eines eitrigen Backenzahns ohne zahnreinigung bei der alten Hündin 400 Euro in der TK gezahlt .

    Ich würde mir halt überlegen , ob mein Vertrauen an diesen Arzt gebunden ist und mir ansonsten eine zweite Meinung einholen .

    Ich habe einen SEHR kostenintensiven alten Hund besessen und während dieser Zeit sowohl zeitlich als auch finanziell viel in meinen Hund investiert.In dieser Zeit gingen eben kaum andere Sachen. Verteilen kann auch verzichten meinen. Da muss jeder selbst wissen wieviel er kann.
    Ich bin auch nicht naiv, wenn kein Geld mehr übrig ist, obwohl man schon nur noch Toast mit Senf ist, ist Ende im Gelände.

    Ich hab nur ein Problem damit (und damit ist eher die Welt dadraußen gemeint als ihr hier), wenn Leute sagen "Das geht doch gar nicht" nur weil sie es sich für sich selbst nicht vorstellen können.. ;)

    Dann müsstest du dir doch eigentlich gut vorstellen können, dass es mit "na dann verteilt man halt um" einfach nicht mehr getan ist, ab einem gewissen Kostenniveau. Einen Hund bringt man meistens irgendwie durch..

    Jetzt stell dir mal vor, zu diesem Hund wäre auch nur ein weiterer gekommen, der einfach ein bisschen Schmerzmedikation im Alter gebraucht hätte.

    Natürlich greift bei mehreren Hunden oft eins in das andere, das macht es doch nicht schlecht?
    Und wieso wird zwangsläufig davon ausgegangen, dass selbst popelige Schmerzmittel nicht bezahlt werden, nur weil man mehr als einen Hund hält?
    Du wirst doch wissen, wie zeitintensiv und teils auch teuer ne anständige Ausbildung vom Hund ist...da wird eher zu oft zum TA gerannt, weil es viel teurer käme mit einem jungen Hund bei null anzufangen...da wären wir wieder bei der Umsicht und nötigen Vorsorge, die zumindest ich für normal halte, andere haben da anscheinend niedrigere Anforderungen.

    Für mich ist es auch nicht "schlecht", wenn ein Hund einen guten Teil seiner Kosten selbst trägt. Es ist nur nicht der Fall, bei jemandem der sich "einfach so" viele Hunde anschafft. Da gibts über den Hund keine Einnahmen, die Versorgung absichern.

    Ich gehe einfach von meinen Erfahrungen aus. Ich habe nicht gesagt, dass den Hunden aktiv Schmerzmittel verweigert werden, weil man sie besonders ärgern will... aber Erfahrungsgemäß ist es einfach so, dass wenn man so viele Hunde hat, man nicht auf jeden intensiv schauen kann. Wenn dann einer nicht gerade stocklahm geht sondern nur etwas langsamer, dann fällt das unter den X anderen einfach nicht so schnell auf.

    Ja, ich weiß wie aufwändig Ausbildung ist. Aber ich weiß auch, wie das dann ist wenn der Hund z.B. ein Alter erreicht hat, in dem er diese Arbeit nicht mehr erfüllt und sich dann (zwangsläufig ) auf den Nachwuchs konzentriert wird. Gerade wenns dann mehrere sind beschäftigt man sich nicht mehr so häufig intensiv alleine mit ihnen, wie mit einem jungen Hund den man gerade ausbildet, es fällt nicht so schnell auf wenn Dinge anders sind, etc.
    (Bei generell nicht arbeitenden Hunden ist das ja allgemein auch so eine Sache, dass man Dinge deutlich später sieht als unter Belastung...)
    Und natürlich hat jeder eine andere Belastbarkeit und es gibt Leute, die bekommen das mit einem schon nicht auf die Kette. Aber auf X Hunde das gleiche intensive Auge zu haben, wie wenn ich halt meinen aktuellen und einen Nachwuchshund und ganz vielleicht für begrenzte Zeit einen Senior habe, das geht einfach nicht.

    Ist mir bis dato auch noch wirklich nie untergekommen. Wenn man nicht allein ist sondern sich die Hunde wieder so auf Leute aufteilen, dass jeder seine 2 Hunde hat, mag das wieder anders sein.


    Vielleicht kenne ich ja die "falschen" richtigen Leute, die Versorgung ist übern Normalstandard, das leisten überwiegend nicht mal Einhundhalter, werden gemäß ihrer Rasse ausgebildet, genutzt und somit beschäftigt.

    die Ausbildung ist natürlich "mehr" als das was Familienhund XY bekommt. Aber das die Leute bei 6-8-10 Hunden wirklich noch auch ausserhalb dessen diese überdurchschnittlich versorgen, habe ich bis dato wirklich noch nicht erlebt. Weder bei Gebrauchshundehaltern/Züchtern, noch im Jagdlichen Bereich oder gar den nur Show Züchtern..

    Ich denke mal, niemand kauft sich acht/neun/zehn Hunde auf einmal.
    Das in solchen Fällen das Alter der Hunde bunt gemischt ist, versteht sich doch von selbst?! ...dachte ich jedenfalls.

    Nunja, die Fragende hat sich jetzt innerhalb relativ kurzer Zeit z.B. 5 Hunde zugelegt und diverses anderes Getier. Da ist nix mit bunt gemischt und wenn die dann alt sind, sinds wahrscheinlich 5 alte Hunde mit ihren Zipperlein.

    @dalai_Lina verteilen Kann man nur , was man auch hat .

    Ich kenne ehrlich gesagt relativ wenig Menschen , die die Zeit für mehrere Hunde haben und dann so locker sagen könnten "ja verteil ich bissl um, dann sind die 300euro im Monat um es den Hunden einfacher zu machen auch da " .

    Mir fällt auch ehrlich auf das Sprüche in die Richtung vorwiegend von Leuten kommen, die selbst noch keinen älteren Hund besessen haben .

    Teilweise ist es fast schon amüsant, ich kenne recht viele mit sieben/acht Hunden, nem Hof und Nutzvieh, allen geht es gut, alle bekommen (die Hunde) ne gute Ausbildung (die meist nicht mal Einzelfamilienhunde bekommen) und bisher ist niemand finanziell am Boden...jeder hat mal TA-Spitzen, klar, aber alle gleichzeitig? Da muss man doch mal aufm Teppich und realistisch bleiben.

    Auf solche Fälle treffen aber einige hier genannte Dinge idR so gar nicht zu.

    Erstmal holt sich jemand, der Hunde für sein Nutzvieh hat keine 8 Hunde auf einmal. Das wäre schon deswegen Blödsinn, weil man dann am Ende ohne Hund da steht, der den Job erledigt. Daher habe ich da auch nicht auf einmal nen Haufen alter Hunde sitzen, die medizinische Behandlung brauchen.

    Dann schaut das ganze da doch so aus, dass die Hunde meistens einen gewissen Teil der Kosten, die sie verursachen auch wieder rein bringen. Sei es, weil sie zum Lebensunterhalt gebraucht werden oder weil sie als Zuchttiere genutzt werden.

    Und zu guter letzt ist es da dann idR doch auch so, dass z.B. die leichten Schmerzmittel um das laufen einfacher zu machen bei einem alten Hund, da eher nicht bezahlt werden. Entweder er läuft halt oder ist halt alt. Ob man das nun gut oder schlecht findet ist wieder ein anderes Thema.


    Im übrigen kenne ich schon ein paar dieser Fälle und kann auch bei denen, die das gut hinbekommen sagen, dass es trotzdem nicht dem entspricht was ich mir unter Hundehaltung und Ausbildung vorstelle. Der einzelne geht da einfach unter.

    Dass die "normalen" Kosten steigen, damit meine ich auch "normale" Tierarztkosten, streitet denke ich keiner ab.
    Ich sehe das Problem auch eher in der Katastrophenangst. Natürlich erhöht sich, rein mathematisch, die Wahrscheinlichkeit mit jedem Hund, dass genau der jetzt einer ist, der unnormal hohe Tierarztkosten verursacht. Aber da bleibe ich bei dem Standpunkt, dass ich nicht mit jeder Eventualität rechnen werde. Wenn dem so wäre, hätte ich gar keinen Hund.
    Das betrifft natürlich nicht die normalen Kosten, die vor allem im Alter steigen können oder dass es natürlich mal zu einer OP kommen kann.

    ich denke zwischen "katastrophenangst" ( wenn ich eine seit Jahren so gut laufende Firma haben würde , würde ich auch nicht in eine 1 Zimmer Wohnung ziehen weil Selbstständigkeit immer Risiko behaftet ist ) und dem einfachen Umstand das alte Hunde heute idR einfach Ihre Zipperlein haben die man nicht unbehandelt lassen kann und das das bei mehreren Hunden gleichzeitig schon echt teuer wird liegt dann noch ein bisschen was .

    Die Haltung von mehreren Nutztieren ist allein schon deswegen nicht mit der Haltung von Hunden vergleichbar, weil sie weitaus autarker Leben als Haustiere. Von der einen zur nächsten Wiese treiben und zwischendurch mal Klauen kontrollieren (mal vereinfacht gesagt) ist einfach etwas anderes, als eine Gruppe Raubtiere, mit denen man sich dann meist auch in der Öffentlichkeit bewegt.

    Mal davon ab, sind auch hier ab einer gewissen Masse mehrere Betreuer vorgeschrieben.. und die Tierarztkosten bringen die Tiere idR wieder rein. Und selbst hier kommt es immer wieder zu Vorfällen, bei denen die Versorgung der Tiere einfach nicht mehr gewährleistet werden kann.


    Hut ab, wenn man sich bei so einer großen Anzahl reiner Hobbytiere auch noch locker größere Tierarztrechnungen leisten kann. Ich kenne persönlich allerdings niemanden, der sich problemlos mehrere Pferde, Haus und Hof, mehrere Hunde etc. Leisten kann und dann auch noch die Zeit dafür hat und nicht mit Minimum 60 Stunden Woche voll eingespannt ist. Ist also wohl eher nicht die Regel.


    Ich halte es auch nicht für sinnvoll, alles immer abzuwiegeln mit "ja aber die andern...". Jemand der nur einen Hund hat und keine Lust hat, kann sich idR aber noch irgendwie drum kümmern. Bei einer großen Anzahl Tiere ist das einfach irgendwann nicht mehr möglich.
    Ja, man kann heutzutage ein Vermögen in die medizinische Versorgung eines Tieres stecken... und nur weil das nicht jeder bei einem einzelnen kann, ists dann auch schon egal und man schafft sich einfach noch mehr an?


    Ich bin nun wirklich nicht der Typ, der jede erdenkliche Behandlung machen lässt und bin da schon eher pragmatisch. Trotzdem kommen auch beim vergleichsweise gesunden, älteren Hund mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach Kosten auf einen zu, die in jungen Jahren nicht da waren.
    Wenn ich mal an meine alte Hündin denke, dann hatte die nicht wirklich was.. nur halt was an der Schilddrüse und die letzten 3 Jahre hat sie vorsorglich ein Depot Schmerzmittel bekommen, für die Gelenke.
    Ich hab es nicht mehr genau im Kopf, aber das dürften mindestens 70 Euro im Monat gewesen sein. Rechnet man das mal 5, ohne weitere Tiere die auch alt werden, dann sind das mal 350 Euro extra im Monat, ohne das einer ernsthafter Krank ist.
    Wenn wir mal ehrlich sind, ist das für die meisten schon ein großer Batzen Geld, den man nicht einfach mal so extra ausgeben kann.

    Dazu kamen dann übrigens noch diverse "Add Ons". Dinge, wegen denen man jetzt keinen Hund einschläfern lässt, die man aber auch nicht unbehandelt lassen kann und die sich auch summieren. Ein eitriger Backenzahn mit Eiterbeule unterm Auge, 2 Tage TK mit Infusionen mit VEstibularsyndrom, eine Not OP für eine Pyometra und vor der Einschläferung auch noch das ein oder andere Röntgenbild , Ultraschall etc.
    Ist jetzt natürlich alles noch nicht auf das Monatliche drauf gerechnet und war so innerhalb von 1,5 Jahren.

    Wie gesagt, alles keine abgedrehten, seltenen Behandlungen.


    Ich denke nicht, dass das viele so richtig Bedenken. Gerade wenn so viele Tiere angeschafft werden, bevor auch nur eines mal wirklich alt geworden ist.

    Wenn man sich viele Fälle so anschaut, dann sind die Beweggründe und Storys dahinter ja ganz unterschiedlich.. und so einfach lässt sich das meiner Meinung nach auch nicht als Zwangsstörung klassifizieren.


    Ja, dass gibt es ähnlich wie bei Messis natürlich auch, aber bei einer ganzen Reihe fängt es auch ganz einfach so an, dass eben ein Tier da ist, noch eins, und noch eins und das anfänglich auch noch läuft, aber irgendwann passiert irgendwas, es wächst einem über den Kopf und dann funktioniert die Versorgung eben nicht mehr.
    Die Übergänge sind da nunmal fließend.


    Ich bin kein Fan davon, Haustiere zu "sammeln" - ich sehe das auch bei vielen "Mehrhundehaltern" schon kritisch. Zum einen weil ich eben bestimmte Ansprüche an die Versorgung eines jeden einzelnen Tieres habe, zum anderen weil ich einfach aus Erfahrung weiß, wie das dann bei den allermeisten Leuten mit so vielen Tieren ausschaut.
    Gerade wenn man auch noch irgendwo das Geld für die Tiere verdienen muss, dann artet das am Ende wirklich nur noch in "Versorgen" aus und gerecht wird man keinem mehr richtig. Zumal das ganze auch irgendwo ein Teufelskreis ist.. arbeitet man so wenig, dass überdurchschnittlich viele Tiere zu versorgen sind, dann hat man idR auch nicht das Geld um wirklich mehr als die Grundversorgung zu gewährleisten. In Berufen, bei denen man das Geld dann hat, hat man dann aber meist Arbeitszeiten, die schon wenige Tiere Problematisch machen.


    Ich habe ehrlich gesagt auch bei vielen den Eindruck, dass nicht wirklich einen Schritt weiter als "alle gesund und Glücklich, Futterkosten und Impfen und gut ist" gedacht wird.
    Gerade wenn man mehrere Hunde in ähnlichem Alter hat, ist die Wahrscheinlichkeit das da mal einiges Zusammenkommt wenn diese Hunde nicht mehr so taufrisch sind doch recht hoch. Und ja, es gibt natürlich auch so Menschen die sich nicht jede medizinische Versorgung leisten können und ich gehöre da auch eher zu den Pragmatikern. Trotzdem finde ich es dann doch am Tierwohl vorbei, wenn man lieber ein Tier nach dem andern sammelt anstatt umfassende Betreuung für eins sicher zu stellen.