Beiträge von bordy

    Wenn das so egal ist, dass man darüber nicht diskutieren muss, erschließt sich mir nicht ganz warum ihr meine Aussage nicht auch einfach stehen gelassen habt - in meiner ersten Aussage hierzu habe ich niemanden angesprochen, sondern schlicht auch meine Sichtweise dargelegt. |) :pfeif:


    So wirkt das nun etwas so wie "ja weil halt.. ".

    Es geht doch auch absolut nicht darum was man erwartet. Von mir erwartet auch niemand das ich extra Fleisch koche, aber ich breche mir auch keinen Zacken aus der Krone wenn ich es für die Person eben doch tue.Das bedeutet ja nicht, das ich was koche was dann nur meinem Gast schmeckt und mir nicht. Ich kann das Fleisch auch einfach bei mir weg lassen oder mir eben was anderes kochen.

    Wenn ich irgendwo hingehe, erwarte ich auch nicht das meine Freunde für mich vegetarisch kochen, ich könnte mir zur Not ja auch was mitbringen. Aber weil wir eben Freunde sind, haben sie auch kein Problem für mich etwas zu kochen wo ich das Fleisch weg lassen kann oder es halt gar kein Fleisch dazu gibt.

    Es ist ganz allein meine Entscheidung, ob ich jemandem Fleisch serviere oder nicht. Das wird nicht von mir erwartet oder verlangt, ich tue es einfach, weil ich weiß das sie sich darüber freuen.

    Sorry, *dir* mag jetzt kein Zacken aus der Krone brechen einem Gast Fleisch zu kochen - aber es gibt genug Vegan/Vegetarisch lebende Menschen (wie du ja jetzt hier auch wieder liest), die einfach ein moralisches Problem damit haben Tiere für den menschlichen Verzehr zu töten.
    Es ist doch da wohl auch ein kleiner Unterschied ob ich etwas weglasse oder so gestalte das ich es weglassen kann oder ob jemand da jetzt etwas gegen seiner Überzeugung tun soll.

    Ich kann dir da gerne auch noch weitere Vergleiche liefern.. wie siehst du das bei Muslimen? Schwein ist am meisten konsumierte Tier in Deutschland - bricht denen dann auch kein Zacken aus der Krone, wenn sie mal welches zubereiten?
    Wir haben mittlerweile in der (angeheirateten) Familie Inder.. für die meisten hinduistischen Religionen ist Rind ein Tabu, viele leben auch schon seit sehr langer Zeit vegan/vegetarisch. Ich käme garnicht auf die Idee, dass ich dort irgendwie Rind zu essen bekäme..?


    Wie schon erwähnt, bin ich weder Veganer noch Vegetarier. Ich esse (eher selten..) aber hin und wieder schon Fleisch. Was ich aber definitiv nicht mehr unterstützen möchte (zumindest zum menschlichen Verzehr), ist billiges Massentierhaltungsfleisch.
    Bei uns im Verein ist es so, dass bei jedem Training jemand anderes kocht. So, jetzt sind die meisten da nicht bereit Geld für gutes Fleisch auszugeben. Darum gibt es halt einfach keins wenn ich dran bin mit kochen. Bis dato hat das auch jedem geschmeckt... von denen abgesehen, die einfach schon an sich so tun, als würde eine einmalig vegetarische Mahlzeit bei ihnen schwere Mängel auslösen.
    Einfach aus Trotz , was es meiner Meinung nach bei den allermeisten ist. So einen Kinderkram unterstütze ich gleich drei mal nicht.


    Ich finde, die ganzen Vergleiche hinken einfach, weil für viele Menschen einfach Fleisch dazu gehört. Ist nicht toll, ist aber so. Für keinen - ich kenne zumindest keinen - gehört bestimmtes Gemüse oder Reis oder Nudeln zum Essen dazu, aber Fleisch eben schon. Das macht da eben erst eine vollwertige Mahlzeit aus, und wäre in etwa, als ob man jegliches Gewürz weglassen würde.

    Kennst du wirklich so viele Menschen, die *keine* Mahlzeit ohne Fleisch zu sich nehmen? Die allermeisten essen doch wirklich auch mal Mahlzeiten die kein Fleisch enthalten oder wo es echt nicht fehlt (mir fällt da ganz klassisch das hier beliebte Champignonrahmgeschnetztelte ein... absolut kein Unterschied geschmacklich ob mit oder ohne).
    Wenn man sich da dann wegen einer Mahlzeit anstellt, dann sage ich als Omnivore ganz klar, ist es bei 99% einfach Trotz.

    Ich bin ja nun kein "echter " Vegetarier/Veganer, aber ich finde die Diskussion um sowas ein Stück weit echt seltsam.

    Ich meine, ich esse gerne Tomaten , eine Freundin von mir packt die überhaupt nicht. Wenn ich bei der bin dann erwarte ich auch kein Tomate - Mozarella. Und das , obwohl die noch nicht mal ein moralisches Problem mit Tomaten hat. Ich würde nie auf die Idee kommen darüber überhaupt zu diskutieren ? Zumal es ja nur eine Mahlzeit oder eben mal ein Tag ist und ich doch davon ausgehe, dass jeder auch mal Gerichte ohne Fleisch zu sich nimmt .

    Es ist ja nicht so, dass es nicht auch "normale" Gerichte ohne Fleisch gäbe.

    Natürlich versuche ich wenn ich Gäste habe eher Dinge zu kochen die denen auch schmecken, aber deswegen koche ich noch lange nichts was mir nicht schmeckt.

    Ich finde es ist schon etwas anderes, ob man einem Hund die grundsätzlichen Übungen ausserhalb des SD aufbaut oder komplett bis zur Prüfungsreife kaum SD hat. Darüber hinaus kommt es auch auf den Hund an, in welchen Bereichen er arbeitet, wie gut ich das als HF im Griff habe, usw.

    Bei meiner Hündin habe ich bis zur 3er aus verschiedenen Gründen eher wenig SD gemacht und ihr so gut wie alle Übungen selbst vermittelt. Das hat so weit gut funktioniert und ich denke für sie war es auch richtig, garnicht so viel "klassischen" SD Aufbau zu haben, sondern dann am Helfer direkt mit viel Gehorsam einzusteigen. Sie hat von sich aus aber auch immer ruhige, volle Griffe , ist aktiv und hat wenig Probleme das Verhalten auf verschiedene Personen zu übertragen (vor allen Dingen wenn sie sie ja im Prinzip schon kennt)... hatte also auch wenig Konflikte mit Helfern. Dadurch war sie bis zur 3 auch wirklich vorwiegend in Beutebereichen unterwegs. Als wir sie dann etwas umgestellt haben um die Gehorsamsteile ruhiger und fokussierter zu bekommen, war das dann anders und in dem Bereich kann ich als HF auch nicht selber oder nur mit wenig versierter Hilfsperson auch nicht arbeiten. Da wars dann wichtig sehr regelmäßig SD zu machen um da auch weiter zu kommen.

    Bei meinem letzten Azubi Rüden war das ganze schon anders. Der war an sich schon in einer komplett anderen Richtung aufgestellt und dadurch tat man sich bei ihm sehr schwer Dinge unabhängig vom Helfer vorzubereiten. Für den hatte SD einfach eine ganz andere Grundeinstellung und seine triebliche Ausstattung war komplett anders. Hätte der nur alle 4 Wochen mal SD gemacht hätte der heute noch keine Prüfung. |)

    Von daher bin ich wirklich froh den Luxus zu haben, dass ich 1-2 Mal die Woche mit mind. einem sehr guten Helfer trainieren kann.. und wenn ich das so lese ist das Genörgel das manche bei uns drauf haben wenn der halt auch mal nicht da ist noch lächerlicher :pfeif:

    Ebenso wie die Züchter von Jagdgebrauchshunden oftmals. Die werden auch teuer untersucht, aufwendig ausgebildet und manchmal geht der Zuchteinsatz bei Hündinnen sogar mit einem zeitweiligen Leistungsausfall zusammen, wenn der Wurf nunmal grade in einen jagdreiche Zeit fällt.

    Trotzdem sind die meistens sehr moderat her vom Preis, also, was ich so weiß gehe die meisten klassischen deutschen Jagdgebrauchshunde vom Jäger für den Jäger für unter 1000 €?

    Meiner persönlichen Erfahrung nach macht man bei den üblichen Preisen bei Gebrauchshunden nur dann "Gewinn", jetzt mal davon ausgehend das man das "ordentlich" macht, wenn man wirklich nur die Aufzucht betrachtet und das meiste andere als "eh da" hinnimmt. Und dann muss auch noch alles funktionieren. Wurf nicht voll, nicht alle mit 8 Wochen verkauft, evtl Komplikationen in Aufzucht und Trächtigkeit und das mit dem Plus ist durch.


    Gibt natürlich auch hier Leute, die trotz geringem Preis wirklich Gewinn machen, weil sie dann eben auf Masse statt auf Klasse gehen. Allerdings muss man hier miteinbeziehen, dass die sich idR erstmal einen Namen machen müssen,bis sie sich das "erlauben" können - wenn ich meine Hündin mit 70-70-80 durch die 1 schiebe, 2 mal im Jahr belegen lasse und die Welpen für 600 Euro anbiete, muss ich die auch erstmal losbekommen.. wenn ich das schaffe, wird's natürlich ein Plus.

    Zum Thema Welpenzahlen beim DSH sollte man im übrigen nicht vergessen, dass das nicht ganz so damit zusammen hängt wie beliebt der in D ist. Gerade im HZ Bereich geht vieles ins Ausland und ich bin mir gerade nicht sicher ob der SV nicht sogar Möglichkeiten hat, auch für im Ausland gezogene Welpen SV Papiere zu bekommen, wenn man denn die Auflagen erfüllt.. bzw wie die WUSV Welpen verrechnet werden.
    Dazu ist der "Schwarzmarkt" für Papierlose DSH vergleichsweise klein. Wenn ich "nur" 2000 Golden Retriever Welpen habe, habe ich dafür noch 10 Mal so viele "aus liebevoller Hobbyzucht". Das ist beim DSH nicht so.

    ABER ich denke was bei Jagdhunden und Gebrauchshunden auch stark mit reinspielt, ebenso wie bei Pferden: Die Ausbildung.
    Das Papier kann noch so toll sein und der Hund noch so gut aussehen, er kann auch als Welpe schon gute Anlagen zeigen - aber ob er dann letztendlich auch wirklich tauglich wird und ob er nur durchschnittlich oder verdammt gut wird und ob er auch körperlich der Sache gewachsen ist und bleibt, na, das zeigt sich erst durch und nach der Ausbildung und nach jahrlanger Belastung.

    Ob ein Hund einigermaßen "schön" wird, kann man recht früh erahnen. Wenn das also mehr oder minder alles ist, was man von einem Hund will, dann kann man tatsächlich bei den Welpen schon recht gut sagen, wer was taugt und wer nicht, dementsprechend kann man dann auch einen tadellosen Welpen zu nem tadellosen Preis verkaufen.

    Bei Arbeitsleistung ist das viel unsicherer, also warum sollte man, wenn es einem wirklich auf einen tauglichen, leistunsgstarken Hund ankommen, ewig viel Geld in einen Welpen investieren, wo noch keiner absehen kann, ob er seine Versprechen auch hält und wo man eh einen Großteil der wertschöpfenden Arbeit (die Ausbildung) selber erbringen muss?

    Dementsprechend sind ausgebildete, taugliche Jagdhunde dann auch auch einiges wert, da muss man dann schon ein paar Scheine hinblättern wenn man so einen kaufen will.

    Ja, das kommt sicher noch dazu. Ein Junghund der dann schon mal geröntgt ist und sich gut zeigt, hat auch ohne Ausbildungskennzeichen schnell ein vielfaches seines Welpenpreises als Wert. Nicht umsonst kaufen Behörden selten gut aufgezogene Hunde mit VDH / FCI Papieren an - die können sie sich einfach kaum leisten.

    Im Bereich KNPV wars (zumindest bis vor ein paar Jahren) noch extremer. Da waren Preise von 200-300 Euro total normal.. wenn die 100% Erfolgsquote, wie von manchen Fans angepriesen, hätten, wären die PH1 Hunde nicht viel teurer. Sind sie aber nicht, da wird ein Hund dann schnell mal viel mehr wert. :pfeif:

    Das ist halt grundsätzlich häufig auch ein anderes Verhältnis zum Hund.

    Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie etwas vom Wohnzimmer überhaupt in den Estrich sickern kann - dazu müsste ja das Wohnzimmer bis obenhin voll sein mit Kot und Pisse, und Welpen und Bewohner wären darin längst ertrunken.
    Keller, Waschküche oder Heizraum würde ich ja noch verstehen, aber wie die Sosse in den Estrich hoch kommt, übersteigt meine Vorstellungskraft.... :flucht:

    Würde mal behaupten, dass das daran liegt das Estrich nur in der Schweiz so eine Sonderbedeutung hat.

    Naja, romantisieren sollte man da schon nichts - wenn man zwei "normale" Hunde hat, die sich ganz gerne mögen, dann ist das Thema spätestens in ein paar Tagen durch. Da machen sich viele schon Illusionen.

    Allerdings gibt es auch durchaus die Situation, dass (gerade wenn es Geschwister sind) Hunde die keinen so engen Bezug zum Menschen haben, sich dann auch schwer tun diesen aufzubauen. Sagen wir mal einer der beiden ist eher der unsichere Typ, der mit Menschen nicht viel anfangen kann , wird vom andern aber mitgezogen, dann kann das wenn man diese trennt schon wirklich problematisch werden.

    Generell ist es einfach schwierig mit zwei sehr aufeinander fixierten Hunden zu trainieren, weil der Mensch einfach nicht der Hauptbezugspunkt ist. Das macht vieles schwieriger, auch weil eine Gruppendynamik entsteht. Darum rät man idR auch von Geschwisterpaaren ab.


    Ist halt die Frage zu was "eure" Hunde zählen.