Beiträge von Quarus

    Die Argumente der Trainerin wären mir vollständig egal.

    Newton ist kein "Nutzhund", dessen Lebenszweck in einer genau definierten Arbeit besteht, für die eine Kastration objektiv unerläßlich ist. Er wird für eine fakultative Tätigkeit ausgebildet auf Grund Deines speziellen Interesses, also eine Art "Hobby". Ob er eine Prüfung besteht oder nicht, ist für seinen Lebensunterhalt und Deinen komplett irrelevant. Es geht weder um seine, noch Deine Existenz. Also gäbe es für mich 0 Anlaß, mir den Kopf zu zerbrechen, ob ich kastrieren lasse, nur damit ich eine Prüfung bestehe, oder wie ich jemanden eventuell "bekehren" kann.

    Wenn Deine Schule zumal auf die Prüfung keinen Wert legt, verstehe ich es ehrlich gesagt noch weniger, wieso Du Dir einen Kopp machst.

    Bestehen die auf Kastration, würde ich auf dem Absatz kehrtmachen und Tschüs.

    Meine Erfahrungen mit Jägern sind auch sehr ambivalent. Ich hatte sehr nette jagende Arbeitskollegen, bei denen ich mir recht sicher bin, daß a) die Umgangsformen stimmten und b) der Zeigefinger gerade blieb, wenn sie auf Hundehalter mit Hund im Revier trafen.

    Ich habe aber auch unmögliche Zeitgenossen kennengelernt, denen das Wissen um die Macht, im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung eine Waffe führen zu dürfen, ganz klar Allmachtsphantasien hervorgerufen hat. Unabhängig davon, ob Hund Auslöser war oder nicht. Meine Mutter z.B. ist mal als Langläuferin übelst angepampt worden, weil die von der Gemeinde präparierte Loipe für den Geschmack des Herrenjägers zu dicht an seiner Kirrung vorbeigeführt hat. Mit den Gemeindeoberen hat sich der Held aber nicht getraut anzulegen, lieber eine 70-Jährige mit Enkelkind beschimpft....

    Ich bin schon kilometerweit mit angeleintem Hund auf Waldwegen mit dem SUV verfolgt worden, hin und her und hinter den Kurven gelauert, um mich beim Freilauf der Hunde zu erwischen. Auf frisch gemähter Futterwiese den Hund an der Fährtenleine gearbeitet, Jäger kommt in halsbrecherischem Tempo quer über die gesamte Fläche gerast um mich zu beschuldigen, meinen Hund Kitze reißen zu lassen. Im September. Und so weiter.....

    Diesen Typen werde ich keinesfalls ihre miesen Methoden nachsehen. Ich kann hier nicht ausweichen, im Mittelgebirge ist nun mal viel Wald und tummeln sich in den Hochwildrevieren viele Jäger. Da müßte ich, überspitzt gesagt, ins winzige Hundeauslaufgebiet der 65 km entfernten nächsten Großstadt fahren, um meinen Hunden nach Geschmack mancher Jäger Freilauf gewähren zu können. Absurd!

    Ich lasse mir also nichts zuschulden kommen und deshalb nichts unterstellen oder mich bedrohen. Von mir gibts Gegenwind, und kein prophylaktisches Verstecken oder Verschwinden.

    Jäger, die auch im Zivilleben Manieren haben, kommen damit prima klar.

    Leider ist die Studie zur Altersentwicklung beim Boxer nicht weitergeführt worden, weil Frau Dr. Eichelberg von der Gesellschaft für kynologische Forschung altershalber Scluß machen mußte.

    Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich aber die Lebenserwartung der untersuchten Population der BK-Hunde um 1,5 Jahre verlängert.

    Der Trend ist also genau gegenteilig zur KC-Studie.

    Ewig schade, daß da nicht weiter ausgewertet wird. Wir machen es im Kleinen noch im Verein, und hatten in den letzten Jahren einen 15., einen 14. und etliche 12. Geburtstage zu feiern. Leider aber auch voriges Jahr unerwartet eine 3-jährige Hündin durch Krankheit verloren, muß ich fairerweise dazu sagen.

    Der Kerle ist 8 Monate alt. Da fehlt die Impulskontrolle, der Gehorsam ist noch nicht gefestigt, kaum Frustrationstoleranz entwickelt.

    Und alle paar Wochen taucht da eine Fremde auf, die er nicht einschätzen kann. Er versteht doch gar nicht, daß Du sporadisch auch "was zu melden" hast.

    Ihr als Familie müßt Euch jetzt entscheiden: sollst Du für den Hund dazugehören und er Dir Respekt und Gehorsam gegenüber lernen, dann mußt Du regelmäßig in kleinen Abständen Zeit investieren, um für ihn zum Alltag zu werden, so wie Deine kleine Schwester. Dann bringt es auch was, wenn Du ihn erziehen willst, denn nur über eine Bindung ist das erfolgversprechend. Dazu gehören auch gemeinsame Unternehmungen, Pflege und Spiel.

    Oder Du kommst weiter in aus hundlicher Sicht großen Abständen ins Haus, dann bleibst Du eine Fremde, bestenfalls Bekannte unter vielen. Und so, wie sich ein normaler Hund von Fremden kaum herumkommandieren läßt, wird er auch Dir keinen Respekt gegenüber entwickeln, der aus einer Bindung heraus entsteht. Dann ist es an Deinen Eltern, den "Besuch" vor dem Hund zu schützen und dem Hund korrektes Benehmen einem "Besuch" gegenüber beizubringen. Aber auch der Besuch, also Du, muß sich über die Fremdheit dem Hund gegenüber im Klaren sein! Willst Du etwas vom Hund, geht das über Deine Eltern!

    Bestimmt wird der Hund irgendwann lernen, mit dieser Situation besser und ruhiger umzugehen. Im Moment ist er aber mit diesem Problem noch überfordert.

    Das ist ein Paradoxon, über das ich auch immer wieder stolpere.

    Die "Hüftverrenkung" als schwere Form der HD wird bereits 1908 in einem veterinärmdizinischen Standardwerk beschrieben. Da das ziemlich ausführlich erfolgt, gehe ich davon aus, dass es sich nicht um eine grosse Seltenheit handelte, und dass leichtere unerkannte Verlaufsformen in noch häufigerer Zahl existierten.

    Quitschteile hatten bei meinen nie ein langes Leben. Ich habe bei meinen letzten Hunden drauf verzichtet, nicht wegen der Gefahr des Beissens, sondern weil ineffektiv. Meine Hunde haben Spielzeug, das nur mit mir zusammen richtig Spass macht.

    Knochen von Jungtieren würde ich immer bevorzugen. Nur kriegt man die halt schlecht, außer vom Schwein, und da muß ich schon genau wissen, wo es herkommt, um es guten Gewissens und ohne Aujeszki-Angst verfüttern zu können.

    Kalbsbrustbein wird manchmal auch angeboten, das würde ich mir dann bevorraten.

    Markknochen sind Mist. Entweder sie schlucken doch Stücke ab, dann hat man Angst wegen der Verdauung, oder sie beschädigen sich irgendwann die Zähne.

    Ich gebe manchmal Hühnerklein, aber besonders gern Putenhälse als Knochen. Für die Zähne zum ordentlich Kauen geht auch ein großer Pansenlappen, der ist wie Gummi. Oder mal einen zähen Fellstreifen o.ä.