Beiträge von Quarus

    Meinen Quarus habe ich entgegen meiner üblichen Vorgehensweise wirklich im zarten Alter von ca. 1 Woche ausgewählt, und zwar rein nach optischen Erwägungen. Er hatte eine entzückende Blesse, genau wie mein Claudio. Ich war bei der Züchterin und hin und weg beim ersten Sehen.

    Zur Erklärung für dieses komplett irrationale Verhalten: ich habe die Mutterhündin von Welpenbeinen an gekannt und geliebt. Eine großartige Charakterhündin, leistungsbereit und sichere Vererberin. Wir waren über Jahre gute Freunde und ich habe sehr gehofft, einen ihrer Nachkommen später selber führen zu dürfen. Als es dann gepaßt hat, hätte ich jeden Welpen genommen, so habe ich auf diese Mutter vertraut. Und der Wurf wurde auch großartig! Mit jedem der Wurfgeschwister hätte ich einen guten Griff getan. Der Vater war auch hochklassig, aber für mich echt nebensächlich. Da hat einfach alles gepaßt, auch die Züchterin, ihre Einstellung zur Zucht und die Aufzucht der Welpen.

    Würde sie noch aktiv sein, kämen auch alle späteren und zukünftigen Hunde von ihr....

    Ich habe es schon sehr genossen, meinen Quarus früh kennengelernt zu haben und bei Abholung bereits eine Bindung aufgebaut zu haben.

    Die anderen Hunde stammten von weit entfernt lebenden Züchtern, aber auch da habe ich es mir nicht nehmen lassen, wenigstens einen Besuch vor Abholung zu machen. Im Idealfall suche ich mir meinen Welpen ab der vollendeten 6. Woche aus, bei sehr überzeugenden Verpaarungen gebe ich aber auch schon früher eine feste Zusage.

    Über Basics sprach ich mit den Züchtern kaum, Welpen meines Beuteschemas werden eh nicht ohne guten Leumund, sowohl auf Seiten des Züchters wie des Käufers, vergeben. Eher läuft so ein allgemeines Hundlergequatsche.

    Und Hund nehme ich nie mit - meine Rasse schätzt es nicht, "Dahergelaufene" im eigenen Territorium vorzufinden. Erst bei Abholung ist der Althund dabei, da darf er den Welpen kennenlernen und bei der Rückfahrt gewöhnt sich der Kleine schon etwas an seine neuen Bezugspersonen/Bezugshund. Ihn dann mit in die Wohnung zu nehmen, ist dann kein Akt mehr.

    Die erste Woche verbringen wir gemeinsam dann sehr häuslich, bis der Neuzugang auf dem Hundeplatz vorgestellt wird.

    Bis jetzt habe ich meine Boxerrüden immer zu den Mittelgroßen gerechnet, so, wie die Rasse beschrieben wird. In der Einschätzung der meisten User wären das dann schon große Hunde mit 61 bis 63 cm und bis 35 kg. Ich finde sie schon noch praktikabel. Zumindest kann ich sie treppauf- und treppab tragen. Mehr Hund dürfte es aber nicht sein, das ist meine Grenze für mittelgroß. Wenn ich irgendwann gesundheitliche Probleme bekäme, müsste ich über eine kleinere Rasse nachdenken. Fällt mir bloß unter den 100 Rassen keine ein, der ich mich ähnlich verbunden fühle....

    WENN denn mal jemand überhaupt versucht etwas mit wissenschaftlichen Gegebenheiten zu untermalen dann wird es doch auch nicht akzeptiert.
    Meine Versuche zumindest mit Wikipedia und Hellmuth Wachtel zu argumentieren wurden jedenfalls aufs schärfste verurteilt (von Leuten die ihrerseits jegliche Quellenangaben komplett verweigern) und mir vorgeworfen ich läge falsch oder hätte wohl die Quellen nicht verstanden.
    So kann man einfach keine Diskussion führen.

    Du möchtest aber Wikipedia nicht allen Ernstes als "wissenschaftlich" bezeichnen?! Und Helmuth Wachtel habe ich als großen Kynologen sehr geschätzt - ein Wissenschaftler war er aber auch nicht, hätte diesen Namen für sich selbst auch nie beansprucht. Was seine Verdienste in keiner Weise schmälert.

    Ansonsten habe ich bei einer Deiner im Brustton der Überzeugung vorgebrachten Behauptungen ja nach der Quelle gefragt, und was kam? Ein dubioser Tierschutzverein, der seine eigenen Wahrheiten strickt und als Fakten präsentiert....

    Ganz recht, SO kann man einfach keine Diskussion führen!

    Nach 35 Jahren im Metier weiß ich auch, WO Informationen digital und analog zu finden sind. Nur mal vorweg.... xD

    Die Frage, die sich mir stellt: von welchem Wissensstand kann man bei Ersthundekäufern oder Rassewechslern etc. ausgehen? Wie erreicht man das Klientel, bei dem man seine Welpen gut aufgehoben findet, und wie schreckt man potentielle Interessenten ab, die ich als Züchter als völlig ungeeignet ansehe?

    Danach sollte man wohl seine Internetpräsens ausrichten. Wer eine ausgesprochene Moderasse züchtet und seine Welpen zu einem vorrangig hohen Preis als Modeaccessoire verkaufen möchte, bestückt seine HP eben mit viel Bling-Bling und Hundepüppchenbildern. Wer Hunde für den Sport oder als Gebrauchshunde sucht, benötigt sehr sachliche, umfassende Informationen zu Abstammung, Gesundheit und Leistungsnachweisen, die nachprüfbar sind.Wer vorrangig leichtführige Familienhunde züchtet, wird viele Bilder über den Alltag seiner Hunde und deren Nachzuchten einbauen, neben grundsätzlichen Informationen.

    Problematisch finde ich, daß egal in welchem Medium, "Marktschreier" es schaffen, mehr Aufmerksamkeit zu erregen, als die Qualität ihrer Zucht rechtfertigen würde. Das war aber auch schon vor 100 Jahren ein Problem, über das sich beklagt wurde. :ka: Bis heute gibt es keine allgemeingültige Gebrauchsanweisung, außer sich möglichst vielseitig vorzubereiten und selbständig Grundkenntnisse zu erwerben, um mit vorhandenen oder fehlenden Informationen auf HPs oder sonstwo richtig umzugehen.

    Ich bin sehr für eine umfassende Diagnostik, aber in Deinem Fall kann ich den TA verstehen. Klar kann er Untersuchungen ohne Ende anstellen, sofern der Patientenbesitzer es wünscht! Bei einem alten Hund mit recht eindeutigen Symptomen gibt es aber viele Hundehalter, die es sich verbitten würden, eine Kostenlawine losgetreten zu bekommen, an deren Ende nur die Anfangsdiagnose bestätigt wird - was hier sehr wahrscheinlich ist.

    Wenn Du Dir sicher sein willst, sprich das Röntgen noch mal beim nächsten Termin an. Und höre Dir die Argumente des TA an, warum ja oder nein. Ich habe mit meinem TA vereinbart, daß ich auch zu teuren Behandlungen bereit bin, wenn er sie als erfolgversprechend beurteilt. Wir kennen uns aber schon mehrere Jahre und ich kann ihm vertrauen, so wie er mir. Vielleicht fehlt Deinem TA das Signal, daß Du bereit zu einer umfassenden Diagnostik bist, und aus Erfahrung mit anderen Patientenbesitzern ist er da einfach zurückhaltender? Aber auch nicht alles, was medizintechnisch machbar ist, muß sinnvoll sein.... Eine Blutuntersuchung (Borrelien, allgemein) würde ich noch als nützlich ansehen.

    Sehr gute Erfahrungen habe ich über die Jahre mit Nahrungsergänzungen gemacht. Besonders auf Lachsöl (entzündungshemmend) schwöre ich. Daneben gab es für meine alten Hunde auch Superflex 3, neu ist Superflex 6. Eine Arbeitskollegin hat Erfolg mit Blutegelbehandlungen an ihrem alten Pferd gemacht. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, auch neben der medikamentellen Behandlung das Befinden zu verbessern. Nur - verschwinden wird die Arthrose nicht mehr, sie kann nur aufgehalten und gelindert werden.

    Alles Gute Deinem Hund!