Beiträge von Quarus

    AYCE ist AYCE und AD LIBITUM ist AD LIBITUM.

    Wir können aber uns auch gern auf die babylonische Sprachverwirrung einigen und Schwarz zu Weiß erklären. Ist halt schade für die Leute, die nach dem Begriff suchen und dann völlig verwirrt werden, weil jeder es anders verstanden haben will.


    Bei Mager-Modellen würde ich es nicht machen - habe ich vor rund 15 Jahren schon mal - bewirkt das Gegenteil. Da ist es besser - meiner Erfahrung nach - sogar nur 1x am Tag zu füttern, damit das bisschen, was den Hund noch der Apptetit treibt, wenigstens geballt ist. Wenn man irgendwas im Überfluss hat, will man es noch weniger. Das Prinzip funktioniert gut, hilft aber eben nicht dazu, mehr zu wollen. (Zumindest wird das vermutlich auf die meisten Vertreter der Art passen.)

    Das ist ein ganz interessanter Aspekt, der mir auch schon durch den Kopf geschossen ist. In der Tiermast früher, als eine möglichst hohe Futteraufnahme sehr erwünscht war, wurde bereits festgestellt, daß bei Dauervorlage (ad libitum) die Futteraufnahme geringer und viel mäkeliger war, als bei begrenzten Futterzeiten. Auch der Aspekt des Futterverderbs wurde als negativ angesehen, die Tiere fraßen bedeutend besser, wenn sie mehrfach frisches Futter vorgelegt bekamen.

    Ich bin jetzt vermutlich auch ein Spielverderber, Philister, Beckmesser und Korinthenkacker - aber was Kenisha bereits angemerkt hat, möchte ich noch mal dick unterstreichen:

    AYCE ist KEIN Futter-permanent-zur-Verfügung-stellen.

    AYCE hat einen komplett anderen Sinn, wird mit anderem Futter durchgeführt, vollständig anders gehandhabt. Mit AYCE soll dem Magen ein gewisses Training verpaßt werden, große Mengen Futter auf ein Mal zu verarbeiten und im Anschluß eine längere Ruhephase zu erleben, von sehr großer Ausdehnung hin zu minimaler Ausdehnung. Damit sollen der Magen und die Magenbänder gestärkt werden, was die Gefahr von Magendrehungen senkt. Daneben soll die Futterfixiertheit von manchen Hunden verringert werden, die sich eben manchmal vollhauen dürfen, um dann ohne Futtergejacher mehrere Tage ohne Futter aushalten zu können. Diese Fütterung, die von Mogens Eliasen vertreten wird, basiert auf BARF, häufig wird ein ganzes Beutetier verwendet.

    zum Magen

    Es geht dabei eben NICHT darum, Hunden ihre TROFU-Ration (oder anderes Futter) zur freien Verfügung hinzustellen und ihnen damit die Möglichkeit zu geben, ihren Magen permanent mit kleinen oder größeren Mengen zu füllen, damit ist der Trainingsgedanke und der (auch psychische) Entlastungszweck, der AYCE zugrundeliegt, natürlich völlig konterkariert. Diese Methode ist eine komplett andere, und hat genauso ihre Berechtigung bei Hunden, die sie vertragen und brauchen.

    Es geht mir wirklich um die Definition, ich werte beide Methoden nicht und würde meine Hunde auch nicht danach füttern. AYCE - ALL YOU CAN EAT - ist nun aber die etablierte Bezeichnung für eine bestimmte Fütterungsmethode, und sollte zur Unterscheidung von anderen Methoden auch definitionsgemäß verwendet werden, alles andere stiftet nur sinnlos Verwirrung.

    Es wäre so, als würde jemand Abhandlungen über BARF schreiben, und am Schluß erfährt man, daß der Schreiber darunter getrocknetes, mit Getreidemehlen, Fetten und Nahrungsergänzungen zu Pelletts verpreßtes Fleischmehl versteht, das er zur Fütterung mit Wasser angießt. Überspitzt gesagt.

    Korinthenkackerei Ende :D

    In jeder Lebenslage mit Hund trage ich eine meiner 4 Pinewood-Hosen. Untenrum bequeme Laufschuhe oder Aigle-Iso-Parcour. Obenrum je nach Witterung Shirt, Regenjacke oder Winterjacke. Beim Training kommt über das Shirt noch eine Softshellweste ohne Gimmicks, um mich von den Krallen zu schützen beim Zergeln. Generell müssen meine Sachen einen Krallenratsch abkönnen.

    Ich hatte mal eine schicke Hundesportweste, die sah nach kurzer Zeit aus, als ob jede Naht aufgetrennt wäre, und voller Dreiangel. Sowas Zartes kommt mir nicht mehr ins Haus, lieber derb und unelegant!

    Du kannst Deinem Hundekind gern Angebote machen, ob es darauf eingeht, solltest Du ihm überlassen. Wichtiger als das mechanische Lernen und Gehorchen wäre es, die Motivation von Ronny zu entwickeln, Lernen zu WOLLEN, ohne daß sie durch Hunger gezwungen wird, etwas zu tun, woran sie keinen Spaß hat. Damit kannst Du Dir viel für die Zukunft verderben.

    Ich habe meinen Welpen/Junghunden auch schon sehr früh SITZ,PLATZ, STEH, HIER und GRUNDSTELLUNG als Spiel gezeigt, aber lange lange nichts davon gefordert. Leckerchen, Spieli, Kuscheln und Toben habe ich immer ausgiebig genutzt, aber nicht in Abhängigkeit von einer zu erbringenden Leistung limitiert. Meine Hunde sollen sich frei dafür entscheiden, und wenn etwas anderes interessanter ist, hatte ich ein schlechtes Timing, nicht der Hund versagt.

    Mach Dich von dem Leistungsdruck frei, daß Dein Hund dieses oder jenes in einem bestimten Alter können muß, weil andere es können. Jedes Team muß sein eigenes Tempo entwickeln, mit dem sich Hund und Mensch zusammen wohlfühlen.

    Kinder ja oder nein würde ich mit dem Züchter absprechen. Kann sein, daß er sehen möchte, wie sich die Kinder zu den Hunden verhalten und wie sie erzogen sind. Es ist nicht nur so, daß Euch der Hund gefallen muß, Ihr müßt auch den Züchter davon überzeugen, Euch guten Gewissens einen Welpen anvertrauen zu können.

    Die GOT ist ja nichts unabänderliches. Es muß nur eine "neue" Leistung kreiert werden, dann kann mit entsprechender Lobbyarbeit die GOT passend gemacht werden.

    Ist da ganz aufschlussreich, wie in der Humanmedizin Konzerne auf jeder Ebene Kasse machen!

    Ich sehe diese Entwicklung sehr kritisch, zumal dieser Trend auch aus den USA kommt und die Auswirkungen dort wenig beruhigend sind.