Beiträge von Quarus

    Ich habe es mir schon fast gedacht. Wenn Du die Deklaration durchliest, wird Dir auffallen, daß zwar viele schöne Worte gemacht werden, wie HOCH anteilig aber der Muskelfleischanteil ist, steht nirgends. Dagegen werden die tierischen Nebenprodukte erwähnt und gelobt (die auch nicht schlecht sind!), aber einen höheren Bindegewebsanteil und häufig schlechtere Verdaulichkeit haben. Alles, was aber unverdaut im Dickdarm anlangt, provoziert Fehlgärungen und endet in Durchfall und Blähungen. Ganz besonders bei einem schon sensiblen Magen/Darmtrakt, wie bei Deinem Hund.

    Wenn Du gut durchgekochten, matschigen Reis fütterst, hast Du schon eine gut und leicht verdauliche Kohlenhydratquelle. Als Proteinquelle würde ich ein Produkt wählen, das wirklich fast ausschließlich Muskelfleisch enthält und auf Lunge, Euter etc. ausdrücklich verzichtet. Notfalls auch Fleisch selbst abkochen und mit einem Präparat zur Sicherung des Vitamin- und Mineralstoffbedarfes ergänzen. Das ist erst mal ausreichend, um Ruhe hineinzubringen, aber auf Dauer nicht ausgewogen.

    Für die grundsätzlichen, leicht verständlichen Zusammenhänge zwischen Futter und Verdauung kann ich Dir nur das kleine Buch von Jürgen Zentek empfehlen, damit kannst Du dann selbst beurteilen, ob ein Futter die speziellen Bedürfnisse Deines Hundes befriedigt.

    Kann man irgendwo die Zusammensetzung Deines aktuellen Futters nachlesen? Und wie lange bekommt er es schon?

    Grundsätzlich würde ich bei so einem empfindlichen Hund keine häufigen Futterwechsel durchführen, nur, wenn keine Aussicht besteht, daß doch noch eine Anpassung des Verdauungssystems stattfindet, also das Futter nicht wirklich hochwertig und leicht verdaulich ist.

    Wir hatten den Fall gerade im Verein, Junghund mit bewegter Vergangenheit hat ein knappes halbes Jahr mit Giardien und angegriffenem Verdauungstrakt gekämpft. Da hat wirklich nur die strikte TA-Diät (nullkommanix anderes sonst!) langsam Ruhe reingebracht. Jeder vorzeitige Versuch des Variierens hat zu blutigem Durchfall geführt....

    Ich muß auch zugeben, daß ich es ethisch vertretbarer finde, 1000 Mehlwürmer zu "schlachten", als eine Kuh. Entwicklungsgeschichtlich steht mir die Kuh einfach näher. Ihre kognitiven Fähigkeiten sind meinen ähnlicher.

    Dann ist die Öko-Bilanz bei der Mehlwurmproduktion auch garantiert günstiger, als bei der Aufzucht von Schweinen und Rindern, deren vergleichsweise langsames Wachstum in Verbindung mit einem hohen Grundumsatz zu einer bedeutend schlechteren Nährstoffbilanz beitragen dürfte. Zudem dürfte die artgerechte Haltung billiger umzusetzen sein, als die von Säugetieren und Vögeln.

    Dagegen steht die Frage, wie hoch verwertbar das Insektenprotein ist. Muß es aufwändig verarbeitet werden, um es verdaulicher zu machen (Chitin)? Ist das Aminosäureprofil für die Ansprüche eines Hundes paßgenau (biologische Wertigkeit)? Bei beiden Punkten habe ich große Zweifel.

    Als Nischenprodukt für Allergiker bestimmt eine Variante, solange ich aber für meinen gesunden Hund vertretbare Alternativen in Form von Schlachtabfällen habe, verzichte ich auf die Verfütterung.

    Von den Windhunden habe ich ja wenig Ahnung, mir fiel aber noch der als Rasse recht junge Silken Windsprite ein, ein aus Whippet und Sheltie gezüchteter Hund. Möglicherweise ist er "etwas weniger Windhund" und familienkompatibler. Könnte er vielleicht eine Alternative sein, die sowohl Eurer Vorliebe für Whippets, als auch den Anforderungen an einen Begleithund gerecht wird?

    Standard lt. VDH

    Sieht so aus, als ob gerade die Wolfsromantiker den Tod von Kurti indirekt zu verantworten haben. Schade um das Tier, mit einem sachlichen, kompetenten Management wäre der Abschuß zu verhindern gewesen. Aber Foren auf und Foren ab überschlagen sich die Wolfsfans mit Sichtungs- und Fotowünschen, weil der Wolf ja gewissermaßen die edlere Form des profanen Hundes ist. Und Hunde sind ja lieb, ergo müssen die unverdorbenen Wölfe noch lieber sein!

    Ihre Beliebtheit in manchen Kreisen fördert den ignoranten Umgang, dessen Probleme bei Eskalation zum finalen Schuß führen.