Beiträge von Quarus

    Nichtsdestotrotz funktionierte diese Methode, und nichts anderes hat Raphaela geschrieben. Ob es einem gefällt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Und wo die Priorität nicht bei der Hundebespaßung, sondern Hundenutzung liegt, mag man (in dem Fall die Bundeswehr) eben nicht experimentieren, sondern geht den bewährten Weg.

    Ich finde auch die Tatsache der Existenz potentiell tödlicher Waffen gruselig, würde im Leben keine anfassen und kann trotzdem tolerieren, daß sie leider Gottes notwendig sein können. Es liegt eben auserhalb meines Vorstellungshorizontes, aber vielleicht ist das ja eine Beschränktheit, die auf meiner Seite liegt?

    Tja, und meinem Hund gefällt der Kampf überhaupt nur, wenn er Gegenwehr spürt und einen "draufgebrannt" bekommt. Einen Helfer, der nur gestreichelt hat, hat er nach einigen Übungen nicht mehr angenommen - der Helfer, der ihn hart rannimmt, ist sein liebster Sparringpartner.

    Die Leute werden von den RZV aufgenommen, wenn nach Frist keine begründeten Einwände dagegen vorgebracht werden. Ich stelle mir gerade den Aufschrei vor, wenn ein Verein sagen würde "Aufnahmestop, wir sind voll." Dann könnte man eine Eieruhr danach stellen, bis Vorwürfe zu elitärem, arrogantem Gehabe und angeblicher Monopolstellung kämen.

    Ich erinnere auch mal an den Krampf um den Toller-Züchter und seinen Verein, der mit allen Mitteln gekämpft hat, im VDHaufgenommen zu werden. Nur um, kaum drinnen, sich darüber zu beschweren und wortgewaltig in den Medien zu beklagen, daß seine beliebige Wildkreuzerei nicht ohne wissenschaftliches Zuchtprogramm genehmigungsfähig ist. Was bundesweit als Beleg für die unbelehrbare reaktionäre Unbeweglichkeit des VDH ausgeschlachtet wird, noch immer.

    Im übrigen stimme ich Raphaela zu. Auch bei den Boxern wird die Zuchtstrategie als eine der strengsten von Wissenschaftlern und Tierärzten gelobt. Die Daten der Hunde sind weitgehend frei verfügbar, und belegen den Erfolg.

    Nützt es was? Nein, weil jeder von jemandem gehört hat, daß der Hund vom Schwager der Halbschwester vom VDH kam und krank war. Weswegen auch hier im Forum der Boxer unter totkrank abgehakt wird.

    Modemischungszüchter von Alaunt, Saupacker etc. werben damit, nur gesunde Hunde zur Zucht zu verwenden und nur gesunde Hunde als Alternative zum kranken Boxer zu züchten.Und angesichts des fleissig verbreiteten Halbwissens haben sie damit Erfolg, weil die Leute glauben, und nicht wissen wollen.

    Wer Antworten auf spezielle Fragen sucht, wird auf der HP des VDH, der RZV oder der Züchter fündig.

    Wer BlingBling und QuakQuak sucht, findet garantiert besser passende Quellen.

    Und bezüglich des Nichtsmachen ist die HP der GkF ganz interessant, wo man all die alternativen Zuchtvereine vergeblich findet. Gut, kann daran liegen, dass die GkF denen zu vdhlastig ist. Dann können die informierten Kritiker sicher das Pendant für die innovativen Nicht-VDH-Vereine nennen.

    Ich finde dieses "Aber andere sind noch viel schlimmer" immer ein wenig albern.
    Wenn ich als Verband meinen guten Namen hinhalte, dann brauche ich Einfluss auf das was die Leute unter diesem Namen tun..habe ich diesen nicht, ist mein guter Namen und alle meine vorbildlichen Ideale für die Tonne.
    Ja auch beim VDH geht es um Geld...und er kämpft verbissen um seine Monopolstellung die nun mehr und mehr bröckelt.
    Es läge aber an diesen Leuten genau das wieder zu ändern...warum soll man als Käufer einen Verband unterstützen der bei Problemen nur sagt: Jaaa da haben wir leider keinen Einfluss drauf, dass muss der RZV selber entscheiden. Dann suche ich lieber auf eigene Faust einen passenden Züchter wo für mich alles stimmt...und verlasse mich nicht auf ein fadenscheiniges Gütesiegel, was es eben einfach nicht (mehr) ist, was aber natürlich nicht auschließt dass ich dann ach beim einem RZV innerhalb des VDH lande..aber eben nicht zwingend.
    Wenn der VDH wirklich bei Qualzuchten konsequenter Durchgreifen würde und sich klar von solchen extreme distanzieren würde sähe das in meinen Augen aber auch schon wieder anders aus...nur allzuviel kommt da nicht außer die Dissidenzprojekte mit Einkreuzungen zu verteufeln.
    Alles hat Vor und Nachteile...aber VDH ist kein Gott und alle anderen das pure Böse..sondern es gibt eben noch sehr viel dazwischen

    Machts halt besser. :ka:

    Der VDH ist halt leicht angreifbar, weil transparenter und demokratischer als andere Strukturen. Die hätten schon seit Jahrzehnten neue Standards in der Hundezucht definieren können, wenn sie denn gewollt hätten. Wieder bestes Beispiel die Doodle-Züchter, die permanent gegen VDH oder FCI agitieren, aber ihre Vorteile in Form der dort gezüchteten Hunde abschöpfen. Wenn die gewollt hätten, hätten die seit Jahrzehnten mit eigenen Linien arbeiten können, bei denen alle beim VDH kritisierten Mängel beseitigt wären. Aber was kommt, außer Vorwürfen genau NULL.

    Und solange das so ist, bleibt der VDH unter den Blinden der Einäugige, da können die Blinden noch so ausdauernd über Farben diskutieren. Aber besser wäre es für die Blinden, auch der VDH wäre blind, dann könnten sie sich wohl besser fühlen und sich nicht benachteiligt vorkommen. |)

    Das ist richtig. Aber der VDH hat ja auch einen Vorstand, der ja auch eine gewisse Handlungsvollmacht hat und dieser könnte hingehen und die Vorgaben, die er von der FCI hat nämlich

    wahrnehmen , entsprechendes zu erarbeiten und dann vorschlagen, die Zuchtordnung um die entsprechenden Durchführungsbestimmungen zu erweitern.

    Ich glaube, Du verwechselst da gerade auch Verband und Vereine oder wolltest Du den VDH irgendwo rausschmeißen ;)
    Sicherlich kann der rechtliche Weg sollte zu einem solchen kommen langwierig sein. Aber der VDH hat von der FCI als Mitglied die Zuchtbuchführung auferlegt bekommen. Sprich er könnte nach einer beschlossenen Erweiterung der Durchführungsbestimmungen der Zuchtordnung hingehen und Vereinen, die dann gegen diese verstoßen keine Ahnentafeln mehr ausstellen.

    Selbst wenn der VDH theoretisch angeschlossenen Vereinen keine Ahnentafeln ausstellen liesse, widerspräche das geltendem deutschen Recht. Er MUSS gestatten, daß bei Vorliegen der Abstammung der entsprechende Nachweis dem jeweiligen Hund zugeordnet wird, das haben Klagen vor Gericht bewirkt.