Beiträge von Quarus

    Das tut mir sehr leid für Euch - ich kann mir die Sorgen vorstellen.

    Ich würde aber die Hoffnung nicht aufgeben. Einer meiner Hunde hatte eine Sportverletzung, die sich auch durch Ablösung eines Knochenstückchens zeigte, das im Gelenk herumschwamm und wiederkehrende Lahmheiten verursachte. Ich habe in der Uniklinik in Leipzig nach Monaten der Suche endlich eine Diagnose gekriegt und mittels Arthroskopie wurde der Schaden behoben. Anstrengend waren die 6 Wochen strenger Leinenzwang, und in den ersten Wochen war das Lahmen stärker als zuvor. Ich habe voll Panik den Chirurgen angerufen, der hat mich erst mal beruhigen müssen.

    Aber der Aufwand hat sich gelohnt! Mein Hund wurde wieder komplett gesund und brauchte nie wieder Schmerzmittel. Was ich aber bis zu seinem Tod gegeben habe (und worauf ich seitdem schwöre), ist Lachsöl, wegen seiner entzündungshemmenden Fettsäuren. Und ab Auftreten der Lahmheit bis zur vollständigen Genesung ein Kombipräparat aus Chondroitin, MSM und Glukosamin. Dem schreibe ich zu, daß der Chirurg erstaunt war, Im Gelenk so wenig arthrotische Veränderungen gefunden zu haben und mit kleinen Glättungen auskam.

    Aus dieser Erfahrung heraus würde ich mir einen ausgewiesenen Spezialisten suchen, schnell operieren lassen und sofort anfangen, über Nahrungsergänzungen den Schaden zu begrenzen.

    Ihr habt einen jungen Hund, der kann noch viele schöne Jahre mit Deiner Mutter erleben!

    *zustimm*

    Papiere sind eine Sammlung von Daten und Hinweis zu weiteren Datenquellen, die man haben muß, um objektiv begründete Entscheidungen fällen zu können.

    Ohne diese Daten ist es Rätselraten.

    Und diese ganze faktenbasierte Betrachtung hat nichts damit zu tun, wie hoch ich meinen Hund als Individuum wertschätze. Ich kann ihn über alles lieben, und dennoch der Meinung sein, daß er Mängel hat, die es nicht ratsam erscheinen lassen, ihn in der Zucht einzusetzen.

    Wie viele Nachzuchten hatte dein Quarus?
    Bzgl. deiner Frage, ob ich mal darüber nachgedacht habe, die Finger von Gebrauchshunden zu lassen: Ja, habe ich. Sonst hätte ich einen Boxer ;) . Ich habe keinen Hundeplatz gefunden, mit dem ich mich anfreunden konnte - deshalb habe ich es gelassen.

    Ich denke aber, man sollte nicht nur von sich selbst ausgehen. Es gibt genug Menschen, die einen Boxer wollen und mit ihm nicht mehr machen als spazieren und vielleicht in die Hundeschule zu gehen. So ein "Nachbar" (wohnt ein paar Häuser weiter). Der Hund stammt aus Leistungszucht und geht 3 x am Tag um den Block.

    Nicht viele, 12, wenn ich mich recht erinnere. Leider konnte ich keinen seiner Nachkommen selbst behalten. Ich habs nicht so mit dem "Promoten" von Rüden, auch nicht mit dem Ausstellen bis zum Titel.

    Und ja klar wollen viele eine Gebrauchshund, bei dem die Gebrauchseigenschaften nicht mehr stören. Das ist ja das Drama bei vielen Rassen, bei den Jagdhunden, Hütern etc. Bei den meisten ist das der Startpunkt für Vitalitätsverlust und Übertyp, weil die Funktionalität plötzlich keine Rolle mehr spielt. Schön sein reicht, und das tut keiner Rasse gut!

    Deshalb befürworte ich so vehement Hundesport, angepaßt an die Rasse. Nicht, weil ich mir einbilde, meine Boxer hätten eine große Polizeihundkarriere vor sich, stecke ich so viel Zeit rein, oder weil mich der Ruhm reizt. Ich bin aber der festen Überzeugung, daß die breite Leistungsabfrage in der Population die beste Gewähr für physische und psychische Gesundheit ist. Ich will keinen Deutschen Riesenbulldog.

    Kannst Du machen. Du mußt aber aufpassen, daß sie nicht lernt, sich das ihrer Meinung nach Beste rauszupicken und den Rest stehenläßt und auf was "Besseres" wartet. Bei mäkeligen Hunden würde ich immer mehrere Portionen vorbereiten und einfrieren, und nicht versuchen, immer wieder etwas Leckereres zu kreieren. Dann ist schnell die Ausgewogenheit futsch, und auch wenn ich da nicht überängstlich bin, schadet es langfristig, wenn Nährstoffe fehlen.

    Ich glaube durchaus, daß Gepflogenheiten und Einstellung in den USA/Kanada andere als in D sind und demzufolge Irritationen entstehen MÜSSEN bei solchen Trainern.

    Bloß ist das irrelevant, weil solche Sendungen eben nicht zum ethologischen Erkenntnisgewinn über fremde Völker, sondern als Hundeerziehungssendungen verkauft werden. In Deutschland.

    CM hat zumindest partiell seine Ansichten/Methoden in den letzten Jahren angepaßt, die ersten Folgen, die ich sah, waren manchmal fast nicht auszuhalten.

    Was mich aber immer und immer wieder auf die Palme bringt ist die Tatsache, daß die z.T. tierquälerische Haltung (Fettfüttern, kein Auslauf/Beschäftigung, kein Versäubernlassen) und daraus resultierende Verhaltens"probleme" durch Unterdrücken der Hunde kompensiert werden soll; statt den Besitzern den Kopf zu waschen und von IHNEN eine Veränderung einzufordern.

    Beispiel: der Hund zerstört die Wohnung, solange er allein ist, deshalb kommt er halbe Tage in den Zimmerkennel. Ausführen ist ein Fremdwort. Wie oft kommt da das Laufband zum Einsatz, auf das der Hund gezwungen wird, während seine Besitzer begeistert sind, daß von ihnen weiter nix verlangt wird!

    Es wird an den Symptomen rumgedoktert, zu Lasten des Hundes, statt einfach mal knallhart und ohne Geschwafel über Rudelführerei etc. die Ursachen anzugehen.