Ich kann tatsächlich positiver Erfahrung beitragen, zwar nicht aufs Pöbeln bezogen, sondern auf Pixels Staubsaugen.
Ein großer Schritt war schon mal zu erkennen, das sie das nicht nur aus Verfressenheit macht, sondern größtenteils als Übersprungshandlung in Stresssituationen und das muss nicht mal mega stressig sein, die Kombi am Auto vorbei laufen (hasst sie), Richtung Haustür wo schon das Frühstück wartet und die Lernerfahrung das sie genau an der Stelle schon öfters mal was aufgesaugt hat reichen Dicke.
Oder auch das sie nicht genau erfasst was ich von ihr möchte, das lässt gerade auf dem Hundeplatz Menschen denken, dass sie sich furchtbar langweilt mit mir. Aber nein, sie ist einfach nur überfordert in der Situation und geht dann auf Futtersuche.
Und je nachdem wie Intensiv der Stress ist, ist die Auswahl des Aufzusaugendem. Bei leichtem Stress sind es 'größere' wirklich essbare Dinge, wie Beeren, Brotkrumen etc. Steigt der Pegel geht sie über zu Blütenständen, Blätter, schon noch essbar aber nichts was sie im Normalfall sammeln würde.
Bis ich zu der Erkenntnis gekommen bin, hat es aber 2-3 Jahre gedauert. Danach ging die Verbesserung verhältnismäßig schnell, aber es ist immer noch recht kompliziert und natürlich hab ich mir auch nen paar Sachen verbaut. Verbieten auf Distanz geht, wenn sie erstmal dran ist, kann ich es mittlerweile beanspruchen und mit meinem Bein vor ihrem Gesicht sie rausholen und dann mit einem looktarget auf meine Hand weiter führen.
Das nimmt schon sehr viel Stress raus, heißt wir beide kommen nicht mehr in die Stresspirale rein. In der ich mich aufrege, was sie stresst, sie staubsaugt, das regt mich auf.
Sie wird nie ein Hund sein der draussen gar nichts aufnimmt, dafür ist sie im Endeffekt wirklich zu verfressen und sieht auch einfach schon den kleinsten Kekskrümel als Snack an.
Aber in 90% der Fälle kann ich ihr Größeres schon vorher verbieten.
Ich kann sie aus Kekskrümelfeldern oder unter Kirschbäumen raus holen und wenn sie sich komplett weg flasht kann ich sie immer noch auf den Arm nehmen.
Aber was mir ganz wichtig ist, der Umgang ist fairer geworden. Ich verbiete es ihr, sie kann es annehmen.
Auf jeden Fall bin ich gespannt wie es ist wenn wir umziehen. Unser derzeitiges Wohngebiet ist einerseits mit sehr viel Lernerfahrung das da was rumliegt belastet, hier liegt auch einfach ne Menge rum und das achtlos weg geworfene Schulbrot ist da noch das harmloseste. Anderseits auch mit stressbeahfteten Negativerfahrungen.
Ok so mega positiv hört sich das jetzt doch nicht an. Aber für mich ist es so und für Pixel denke ich auch.