Beiträge von Schmuh

    Noch eine Kleinigkeit, die mir bei internationalen Ausstellungen der Deerhounds aufgefallen ist: es scheinen drei verschiedene Arten, den Hund zu stellen, verbreitet zu sein.

    Bei uns in D sieht man hauptsächlich das übliche.

    Dann werden bei manchen Hunden die Hinterbeine weit raus gestellt, sieht für mich nach "Kröte" aus.

    Und dann sehe ich immer häufiger, dass die Hinterbeine nicht parallel stehen sollen, sondern stark versetzt.

    Wie jung fängst du an?

    Bei Caileigh habe ich die ersten Monate damit verbracht, zu schauen, wie sie überhaupt stehen bleibt und mir nicht einfach auf den Arm hüpft, oder im Kreis springt, oder ... (Ok, ja, ich habe wohl einfach nicht wirklich ein Händchen dafür :ops: Aber der Hund hat Spaß... )

    Mit dem Kissen habe ich mal getestet, aber das wird für gruselig befunden und nicht mit der Pfote berührt.

    Insgesamt war für mich immer wichtig, dass der Hund selbst steht. Ich nehme keine Leine zum Üben, weil die meiner Meinung nach eh nur Deko sein sollte (und man viel zu viel 'aufgehängte' Hunde im Ring sieht).

    Ich führe den Hund also einfach mit dem Finger, dem gefolgt wird, in Position und sage 'Steh'. Das Rumzuppeln ist für mich nur wichtig, damit der Hund dennoch stehen bleibt (ohne festgehalten zu werden oder ähnliches). Ist übrigens auch beim Tierarzt immer sehr gut.

    Vielleicht sollte ich auch mal erwähnen, dass ich nie selbst ausstelle, sondern nur für's Üben zuständig bin. Im Ring übernimmt mein Mann.

    Tatsächlich ist es so, dass bei den Deerhounds die Bewertungen von Richtern aus England eigentlich immer sehr viel schlechter ausfallen. Bei allen.

    Aber die haben schon Ahnung, man freut sich auch wenn sie zur Jahresausstellung da sind.

    Der Maßstab ist einfach ein anderer. Wo bei uns uns der Bewertungsdurchschnitt irgendwo zwischen sg und v liegt, ist er bei diesen Richtern dann eben eher ein g.

    Der Bericht zeigt dann aber, dass der Hund nicht anders bewertet wird als sonst auch.

    Titel, Schleifen und Pokale nehme ich natürlich gerne mit, nicht falsch verstehen. Ich mag das Zeug. Aber es hat keinen echten Wert, und wenn ich mir nur noch die Ausstellungen aussuche, wo ich fest mit sowas rechnen kann, verfällt der Wert komplett.

    Es gäbe genug Ausstellungen wo man davon ausgehen könnte der einzige in der Klasse zu sein, vielleicht sogar der einzige Deerhound überhaupt, wo man genau weiß, der Richter findet den eigenen Hund immer besonders toll.

    ich bevorzuge die Ausstellungen wo andere Deerhounds zum Vergleich sind, ein neuer Richter, den man noch nicht kennt, oder der vielleicht Kontakte im Ausland zu interessanten Züchtern hat, oder Geschwister des eigenen Hundes, manchmal auch einfach nette Leute zum Treffen, manchmal Züchter mit denen man unbedingt mal was bereden will, oder ein besonders schönes Gelände, oder es ist die passende Jahreszeit.

    Meistens finde ich den Richterbericht wichtiger, wobei diese für mich auch erst in größerer Zahl wirklich aussagekräftig werden, weil man dann erst sieht, was häufiger Erwähnung findet.

    Und ich kann auch mal anderer Meinung sein. Schreibt ein Richter, Caileigh sein recht klein, und bewertet das negativ, so kann ich ihm Recht geben und finde die Größe dennoch richtig und gut so.

    Eine richtige Blacklist habe ich nicht. Kann mir die Richternamen eh selten merken. Bei ein, zwei, weiß man, dass sie einen anderen Typ bevorzugen. Da geht man dann eben nicht wegen einer guten Beurteilung hin ;)

    Also die teilweise heftigen Schenkel zb haben Deers ja nicht, oder?

    Genau. Dobby ist jetzt ohnehin 'nur' durchschnittlich bemuskelt, er ist kein Vollblut-Sportler.

    Das kann man vor allem an Caileigh sehen. Gut, sie ist noch jung, hat aber eben sehr flache/trockene Muskulatur, mit der sie sehr sportlich ist und Dobby sowohl auf Langstrecke als auch auf Geschwindigkeit locker abhängt.

    Ich glaub, wir sind wieder halbwegs drin, nur zum Fotografieren weggehen, das geht nicht ;)

    Sie steht von alleine schon (fast) perfekt, wenn sie vorher richtig gerannt ist - sich also ordentlich warm gelaufen hat. Gut, auf Ausstellungen geht das nicht immer (vor allem auf glatten Hallenböden), aber eigentlich ist es ja logisch.

    Mich würde mal interessieren, wie ihr das Stellen grundsätzlich aufbaut.

    Verwendet jemand diese Stacking-Dinger? (Ich habe sowas zum ersten Mal gesehen und finde das noch etwas befremdlich ;) )

    Nach einem Jahr Pause ohne Üben und Ausstellen muss ich gerade von vorne anfangen. Was klappt, ist, dass Frau oder Herr Hund auf Kommando "Steh" sich nicht mehr rührt, überall rumfummeln und auch die Beine hinstellen lässt.

    Aber im Moment bekomme ich es vor allem bei Caileigh nicht hin, dass sie nicht entweder in Schaukelpferd- oder Bergziegen-Position geht.

    (habe mal versucht sie mit Quietschie zu motivieren, da ist sie hinter mich geflüchtet :lol: )

    Das ist jetzt mit Absicht nicht das beste Bild, nur zur Verdeutlichung des Schaukelpferdes:

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