Das macht das Ergebnis nicht besser oder schlechter, es ist aber zutiefst menschlich.
Das ist ein interessanter Punkt, finde ich. Entspricht auch ein bißchen dem, was ich eben mit meinem Beitrag meinte. Das Gegenüber geht gewissermaßen in Verteidigungshaltung und sagt: "du doch aber auch.."
Die Frage ist.. Wie kann man das denn möglichst vermeiden? Ich möchte natürlich nicht mit meinem eigenen Verhalten unbewusst die Moralkeule anderen Menschen gegenüber schwingen. Es kann und muss jeder selbst entscheiden, was er tun kann oder will. Oder ob er überhaupt was tun will. Finde ich dann zwar schade, weil ich denke, dass der momentane Stand unseres Ökosystems ein Handeln notwendig macht und wenn jeder einzelne einen (vielleicht auch nur kleinen) Teil beiträgt, dem Ganzen schon geholfen wäre, aber verlangen will ich das dennoch von niemandem. Auch nicht unbewusst.
Ich weiß nicht, ob das geht. Wäre schön, weil ich auch glaube, dass dadurch viel sachlichere Diskussionen, weniger Provokationen möglich wären.
Nur wenn ich zum Beispiel gefragt werden, warum ich kein Fleisch/Ei/Milchprodukt esse und ich Antworte (wahrheitsgetreu): Aus ethisch-moralischen Gründen, weil für mich nicht klargeht, dass Tiere getötet und gequält werden für meine Gaumenfreude. Natürlich impliziere ich damit automatisch, dass ich es moralisch verwerflich finde, Fleisch zu essen. Und dass der Mensch, zumindest auf dieser Ebene, nicht meinen "moralischen Standards" genügt.
Wie kann man auf die Frage ehrlich antworten, ohne auf die Rechtfertigungsschiene zu kommen?