Alles anzeigenbordy Ja, wenn sich alle Menschen (und Tiere) in jeder Situation und immer zu 120% korrekt verhalten würden, dann würde es keine Unfälle mehr geben. Wäre schon, wird aber nie so sein. Und ich finde es langsam grässlich, wie jetzt wieder manche daher kommen mit "einen nicht im Gehorsam stehenden Hund lasse ich nicht frei laufen" - und damit die Schuld absolut der Hundehalterin zuschieben.
Würde mich mal interessieren, wer sich davon freisprechen kann, in keiner Situation jemals fahrlässig zu handeln...
Da braucht man garnicht diese absichtliche Übertreibung bringen, es würde schon reichen, wenn man versucht sich einigermaßen vorausschauend zu verhalten. Hier ist es ja offensichtlich nicht so, dass da irgendwer mit seinem Hund in der Pampa war, der Radfahrer war plötzlich da und dann ist der Karabiner gebrochen und ein Unglück passiert, o.Ä..
Passieren kann auch so noch genug, da muss man das ganze nicht noch forcieren, in dem man einen 8 Monate alten Junghund mitten im Trubel frei laufen lässt.
Wem möchtest du denn die Schuld sonst so "zuschieben"? dem Toten? Ja, dass finde ich dann "grässlich".
Wer wissentlich einen Hund in so einer Situation ableint, der muss nunmal mit der Schuld leben. Ob einem das gefällt oder nicht.
Und zum unrealistischen Bild der HH: Das klingt ja gerade so, als wäre es in München an der Tagesordnung, dass Menschen durch freilaufende Hunde umkommen. Ist es zum Glück nicht, es ist die ABSOLUTE Ausnahme, daher denke ich, dass die meisten Menschen doch ein recht realistisches und vor allem realitätspraktikables Bild von ihren Hunden haben...
Ich hoffe, das wird nicht wieder pietätslos aufgefasst, denn natürlich ist jeder, absolut jeder Unfall einer zu viel. Aber es bleibt in meinen Augen nunmal das, was es ist - ein Unfall, der auf einer Verkettung sehr tragischer Umstände beruht und der sehr weitreichende Folgen für sämtliche Beteiligten haben wird.Nein, es kommen glücklicherweise nicht tagtäglich Radfahrer durch Hunde um, aber doch, es passiert genug. Geh doch einfach mal in einen öffentlichen Park, inoffizielle "Hundewiesen" und dann schaust du mal, wie häufig Hunde irgendwelche Spaziergänger anspringen, Joggern nachrennen, Radfahrern vors Rad laufen. Nicht besonders selten. Oder, wenn du es zum nachlesen willst - hier gibts diesen Netten Thread "was euch an anderen Hundehaltern nervt".
Offensichtlich kann ein Großteil der Hundehalter eben seinen Hund nicht realistisch einschätzen, ansonsten würde da vielleicht mal die Erkenntnis aufkeimen "ah, vielleicht ist dieser schöne Wiesengrund hier mit X Radfahrern, Joggern, Spaziergänger kein guter Ort um meinen großen Beutegreifer abzuleinen?"
Zeigt sich auch darin, dass die Luft für alle Hundehalter immer dünner und die Reglementierungen immer schärfer werden. Hier gibt es zum Beispiel einen wunderschönen Wiesengrund, sehr schön zum laufen. Schon immer auch ein Ort für die Hundehalter hier, Leinenzwang war bis dato Grauzone. Weil es so schön ist, natürlich nicht nur Hundehalter da.
Hat auch bis vor ca 10-15 Jahren einigermaßen funktioniert, seitdem haben sich die Halter die eben nicht daran denken, dass sie ein domestiziertes Raubtier haben vervielfacht und mit ihnen auch die Fälle, in denen Nicht-Hundehalter belästigt werden. Tja, jetzt hat man da ein seltenes Gras gefunden
und das Ganze wird Naturschutzgebiet. Maximale Leinenlänge 1,50m, Wege verlassen ganzjährig streng verboten. Natürlich nur, weil die meisten Hundehalter das alles super einschätzen.
Ich lese da allein raus, dass du nicht die leiseste Ahnung hast, wie das großstädtische Leben (mit Hund) ist. Und deswegen seh ich da auch einfach keine weitere Diskussionsgrundlage, da kommen wir nicht zusammen.
Edit: Die "Schuld" (wie ich dieses Wort hasse) möchte ich niemandem zuschieben - wie vorhin schon gesagt: Allgemeines Lebensrisiko, extrem beschissene Umstände... Punkt.