Beiträge von Chatterbox

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    Mir gefällt an diesem Ansatz, dass das Feedback "direkter" ist. Ich kann deutlich zeigen, "das war gut" und "das will ich nicht".
    Es gibt andersherum Dinge, die ich ganz klar nur über Belohnung beibringe, deswegen finde ich diese Diskussionen über die "absolute Trainingsmethode" müßig.


    Verfolgt das Leitwolfprinzip denn eine "absolute Trainingsmethode"? Das fände ich widerum nämlich auch wieder umsympathisch, da es die auch mMn einfach nicht gibt. Oder ist es für Tomasini okay, dem Hund AUCH über Belohnung etwas beizubringen und vielleicht auch MAL verbale Kommandos oder überhaupt richtig aufgebaute Kommandos zu verwenden?


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    Kann ich bei den Malamuten gar nicht bestätigen. Im Gegenteil, die Rangordnungs-Dingens macht es für viele schwerer und nein, man muss nicht körpersprachlicher werden als bei anderen Hunden.


    Ich verstehe nicht, warum für viele ein körperbetonter Umgang mit dem Hund automatisch schlecht ist? Du schreibst ja weiter unten, dass du Blocken hin und wieder okay findest - daher denke ich nicht, dass du körperbetonten Umgang per se schlecht findest. Nur so allgemein glaube ich, dass viele sich auf so einen Umgang nicht einlassen wollen (können?), weil sie es auch irgendwelchen Gründen schlecht finden. Ich vermute, weil zu menschlich gedacht wird.

    Ich würde gar nicht impfen lassen. =)
    Mia hat damals die Grundimmunisierung bekommen und danach habe ich mich mehr damit beschäftigt, und danach habe ich sie nie mehr Impfen lassen und habe das auch defintiv nicht mehr vor, außer eventuell mal Tollwut (falls wir ins Ausland fahren). Aber selbst da würde ich erstmal den Titer bestimmen lassen und schauen, ob das nicht ausreicht.

    Impfen ist ein so kontroverses Thema, man findet so enorm viel dazu im Internet. Letzten Endes musst du einfach für dich entscheiden, was du für richtig hältst!

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    Eben: Man muss es aufbauen aber das kann man nur mit Kommandos, ob diese Non-verbal sind oder verbal ist doch Jacke wie Hose es ist ein Kommando. DAs stößt mir halt auf, weil zu sagen es gibt keine Kommandos wäre eine Anti-Autoritäre-Erziehung die meinem Hund zum Schluss dazu verdonnern kann ein Leben an der Leine zu verbringen.


    Als anit-autoritär schätze ich das Leitwolfkonzept überhaupt nicht ein. Aber ich verstehe, was du meinst: Behaupten, man führe den Hund gänzlich ohne Kommandos, obwohl das ein oder andere doch (versteckt?) über Kommandos läuft. Ich glaube schon, dass bei nonverbaler Führung tatsächlich vieles ohne Kommandos funktioniert. Und da, wo eben doch eventuell Dinge aufgebaut werden müssen, ist es nach dem Konzept vielleicht nicht Jacke wie Hose, WIE das aufgebaut wird und ob es nachher verbal oder nonverbal läuft. Könnte mir schon vorstellen, dass das wirklich (aus Hundesicht) einen Unterschied macht. Dazu müsste ich mich damit aber noch viel mehr befassen, um wirklich Aussagen treffen zu können. Ich glaube, ich werde vielleicht dem Herrn diesbezüglich mal schreiben - es interessier mich wirklich total.


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    Dann das mit dem Spiel, mein Hund liebt es zu spielen aber es ist nicht ihr ein und alles, sie sucht lieber ihr Dummy oder bekommt ein Leckerli. Warum sollte ich jetzt als Belohnung auf Teufel komm raus mit meinem Hund spielen?


    Auch da weiß ich wieder nicht, wie absolut nach dem Prinzip nur mit Spiel belohnt wird. Und ob überhaupt viel belohnt wird? Er hält ja von rein positiver Bestätigung nichts, aber ob, wie und wieviel belohnt wird, weiß ich auch nicht. Zum Spiel: Er schreibt ja, dass man eine große Spielmotivation braucht und sobald man die beim Hund erreicht hat, kann man es entsprechend einsetzen. Daher nehme ich mal an, dass er darauf setzt, beim Hund die Spielmotivation eben so hoch zu bekommen, dass es besser ist als Leckerli etc.
    Würde mich mal interessieren, ob man das bei Mia hinbekommen würde. Manchmal spiele ich mit ihr sogar in dieser "Hundeart", aber eigentlich nur gelegentlich zuhause ... dann kugeln wir halt bisschen im Wohnzimmer rum. Aber im Allgemeinen steht sie halt auf FUTTER und das ist die non-plus-ultra-Belohnung bei ihr.

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    Sorry für DP, kann es nicht mehr ändern.

    Mir leuchtet nicht ein woher der Hund wissen soll was OK ist und was nicht, wenn ich ihm keine Kommandos gebe?
    AUch wenn ich körpersprachlich mit ihm arbeite, z.B. Hund frisst was ekelhaftes (ok er findet es toll), ich will es nicht. Da ich kein Kommando geben darf, frisst der Hund es. Was jetzt?

    Geh ich auf den Hund zu und stampfe vor ihm auf, mach mich groß usw. Dann geht er weg... ABER das ist doch schon ein Kommando!

    Ich habe mich jetzt schon etwas länger mit dem Thema "Führung" beschäftigt und habe das jeweils so verstanden: Der Hund frisst nichts vom Boden, ohne vorher zu fragen, ob es okay ist bzw. ohne deine Freigabe. Klar, dazu muss er irgendwie erstmal lernen, dass man vom-Boden-Fressen grundsätzlich zu unterlassen hat - und da wären wir dann irgendwie doch wieder beim Tabu. Und da denke ich, dass man es ähnlich handhabt, wie du geschrieben hast: Dem Hund zeigen, dass es Tabu ist und dass es nur okay ist, wenn ich es erlaube.
    Wie genau das allerdings nach dem Leitwolfprinzip aufgebaut wird, würde mich auch interessieren.

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    Also ich verstehe das so, dass sie sprachfreie Kommunikation die BASIS ist und dass man allein dadurch den Hund führen kann. Man braucht keine verbale Kommunikation. Aber ich kann da nichts rauslesen, dass diese komplett ausgeschlossen wird. Man kann ja trotzdem Kommandos einführen/beibehalten, aber kann genauso gut ohne sie leben. Und wenn man Kommandos benutzt, dann nur zweitrangig und im Vordergrund steht die nonverbale Kommunikation.

    Wir haben auch einen Futtermarathon hinter uns (viele Extruder ausprobiert) und nun bin ich seit April bei CanisAlpha und damit zum ersten mal WIRKLICH zufrieden. Mia bekommt das Exklusiv, da ich kein Geflügel füttern möchte.
    Wir hatten nie Probleme mit zu viel Output oder so, das Futter wurde von Anfang an gern genommen und alles war gut. Ich kann CanisAlpha absolut empfehlen! Finde auch deren Philosophie einfach genial.

    Mia bekommt aber noch 2 oder 3 Dosen Terra Canis pro Woche.

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    Selbst wenn das Spiel Spiel wäre (ich seh da auch bloß Streß und Unsicherheit beim Hund) - warum soll ein erwachsener Hund eigentlich immer ums Verrecken "spielen"?


    Es soll kein Hund ums Verrecken spielen. Aber es ist doczh schon, wenn man ihn dazu animieren kann und der Hund im Spiel einfach locker sein kann.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass Hunde gerne spielen und spielen können. Wie und mit wem steht auf einem anderen Blatt.
    Es gibt bestimmt Ausnahmen, die absolut nicht spielen wollen - aber ich glaube, dass das Spiel von diesen Hunden verlernt wurde oder falsch mit ihnen gespielt wird. Und das kann bei der richtigen Herangehensweise wieder erlernt werden! Dann kann sich der Hund darauf einlassen und hat wieder Spaß am Spiel. Da bin ich mir ganz sicher.
    Ich finde es schade, dass es inzwischen so viele "Spielgegner" gibt - jedenfalls hier im Forum, im echten Leben fällt mir das GsD nicht so auf - die in jedem Spiel nur Stress, Kampf, sonst was schlimmes sehen.

    Ich finde, dass ich das Konzept richtig gut anhört. Ich finde es einfach so wichtig, dass der Hund nicht mit Leckerlis bestochen wird und dann "gehorcht", sondern dass man auf einer ganz anderen Ebene (eben beispielsweise die körpersprachliche) mit dem Hund kommuniziert und ihn führt. Führung ist das wichtigste, Erziehung zweitrangig (meiner Meinung nach aber auch sehr wichtig!).

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    soll ein Hund einen Menschen ernst nehmen, der sich so unnatürlich bewegt und sich so zum Affen macht?


    Klar, warum nicht? Schon mal gesehen, wie sich Leute zum Affen machen, die ihren Hund über alle Maße loben, weil er grad ach so toll ein Kommando ausgeführt hat? Ich bin auch ein großer Freund des Lobens und mache mich da gern auch mal zum Affen - bzw. habe das früher gemacht, als Baby noch klein war - und ich denke nicht, dass der Hund einen deshalb nicht mehr ernst nimmt. Er versteht das schon als Lob. Und genauso denke ich, dass dieses andere "zum Affen machen" eben als Spiel verstanden wird.


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    Zwischen ständig sabbeln und gar nicht mehr reden gibt es auch noch eine Welt ;)


    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass nach dem Leitwolftraining GAR NICHT MEHR mit dem Hund geredet wird. Ich glaube eher, dass einfach viel weniger gesprochen wird und dass man dort auf andere Kommunikationsweisen setzt, die wesentlich deutlicher und subtiler funktionieren als das gesprochene Wort. Was aber eben nicht heißt, dass nicht mehr mit dem Hund gesprochen wird.

    Ach ja, den Namen finde ich auch etwas unglücklich. Bzw. aus Marketingsicht sicher genial. Aber ich hätte fast direkt wieder weg geklickt, als ich LEITWOLF gelesen habe. "Ich Chef, du nix"-Mentalität, klasse. Aber es hat damit ja meines Erachtens wirklich absolut nichts zu tun. Also mit Dominanz, Aplhamännchen, Unterwerfen bla bla. Sondern einfach nur mit natürlicher Führung. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.